Eins hat der Laufsport allen anderen Freizeitaktivitäten voraus: Laufen ist überall möglich. Mach einfach die Haustüre auf und es kann losgehen. Was die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Laufuntergründe sind und welche Besonderheiten die entsprechenden Laufschuhe aufweisen sollten, darüber informieren wir dich hier.

Unser Körper mag es gerne abwechslungsreich – auch wenn wir uns selber als Gewohnheitstiere oder Wiederholungstäter beschreiben würden. Diese Abwechslung kann beim Lauftraining durch den Wechsel oder die Kombination verschiedenster Laufuntergründe erreicht werden. Denn alle Untergünde haben ihre eigene Beschaffenheit und somit auch ihre Besonderheiten. Diese stellen eine Herausforderung für unseren Körper aber auch für unser Schuhwerk dar.

Die Straße – deine Laufuntergrund

Beginnen wir unser heutiges Laufabenteuer an unserer Haustüre. Die Schuhe sind geschnürt und es geht los. Entweder auf der Straße, der Trasse oder auf dem Bürgersteig. Hier kommen die Betongazellen und Asphalttiger auf ihre Kosten, denn sie können die Laufenergie direkt auf die Straße bringen. Da machen auch Tempointervalle Spaß. Zudem ist die Gefahr umzuknicken deutlich geringer als auf Waldwegen oder Trails – wenn du nicht unbedingt auf Pflastersteinen unterwegs bist. Aber gib deinem Körper dennoch Zeit, sich an den harten Untergrund anzupassen und laufe zu Beginn nicht zu lange Strecken.

Was also sollte ein Straßenlaufschuh draufhaben? Die Dämpfung darf ruhig hochwertig ausfallen, um etwas von der Belastung durch die Laufstrecke abzufangen. Das Profil muss nicht tief sein, da der Schuh nicht in den Boden einsinkt und ein effektiver Abdruck über eine rutschfeste Außensohle gewährleistet sein sollte.

Ab auf die Bahn und in den Sand

Du hast keine Lust, auf der Straße oder in deinem Wohngebiet deine Intervalle oder Fahrtspiele zu machen? Dann ruft die Laufbahn. Sie bietet nicht nur den Vorteil, dass sie auf der Innenbahn 400m lang – oder kurz – ist, sondern hier kreuzen auch keine Autos oder Fahrradfahrer deinen Weg. Eine Tartanbahn bietet zudem ein gewisses Maß an Dämpfung, so dass das Tempotraining mit leichteren, flacheren Trainings- und Wettkampfschuhen hier besonders viel Spaß macht. Aber es ist dennoch anstrengend – das können wir dir versprechen. Möchtest du deine Fuß- und Beinmuskulatur noch mehr fordern? Fast immer findest du in der Nähe einer Laufbahn auch eine Weitsprunggrube. Also aus die Schuhe und die Füße gestärkt. Aber Vorsicht: hier sind die Bewegungen noch anstrengender, als wenn du barfuß auf dem Rasen läufst. Je nach Urlaubsregion findest du eine große Sprunggrube – den geliebten Sandstrand, der zu einem lockeren Läufchen einlädt.

Abseits befestigter Wege – erfinde dich immer wieder neu

Bloß keine nervigen Radfahrer, Autofahrer oder Fußgänger. Auch asphaltierte Straßen und eintönige Runden im Stadion sind dir zu wider? Das kann nur heißen, du bist ein Fährtensucher oder Laufpfadfinder wenn es um deine Laufuntergründe geht. Du fängst dort an zu laufen, wo andere umdrehen und sich auf den Rückweg machen.

Dein Terrain ist das Gelände!

Das kann ein schöner Waldlauf oder ein Querfeldeinlauf sein, hier bestimmst du – zumindest zum größten Teil – wo der Weg lang geht. Diese Laufuntergründe wird nicht nur deine Ausdauer geschult, sondern auch deine Muskulatur. Durch die Unebenheit auf den Naturwegen wird besonders deine Fußmuskulatur gefordert. Sobald du ein paar Höhenmeter mit einbaust, wirst du auch in den Oberschenkel und den Waden eine steigende Belastung spüren. Wenn gerade diese Läufe dir besonders viel Freude machen, dann kannst du die nächste Stufe im wahrsten Sinne des Wortes erklimmen, dann wirst du zur Bergziege.

Der Berg ruft – Natur pur

In den Mittelgebirgen oder im alpinen Raum gibt es unsagbare schöne Trails. Hier wirst du fast immer am Ziel oder Gipfel mit einer wunderbaren Aussicht oder einer naturbelassenen Landschaft belohnt. Es gibt zahlreiche Strecken zu entdecken. Singletrails über Stock und Stein, kraftraubende Anstiege und Waden malträtierende Downhills. Oft führen die Wege über Geröllfelder, durch Bäche, über schlammigen Untergrund und manchmal durch Schneefelder.

Gut gerüstet für alle Situationen

Dass hier eine andere Laufausrüstung von Nöten ist, versteht sich fast von selbst. Wenn du in den Bergen unterwegs bist, sollten ein Laufrucksack mit Getränken und Verpflegung nicht fehlen. Und eine wärmende Jacke und Hose im Gepäck können bei einem Wetterumschwung lebensrettend sein. Bei der Wahl deiner Schuhe solltest du dich für Trailschuhe entscheiden. Bei diesen, speziell für das Gelände konstruierten Laufschuhen wird mehr Wert auf Stabilität und Grip gelegt als auf Dämpfung. Das Obermaterial ist robuster als bei normalen Laufschuhen und mit verstärkenden Elementen gerade im Zehenbereich versehen. Diese sorgen dafür, dass eine schmerzhafte Begegnung mit Steinen oder Wurzeln vermieden werden. Zwischen der meist stark profilierten Außensohle und der Mittelsohle wird oft eine Platte eingesetzt, die das Durchdrücken von spitzen Steinen verhindert. Wie grobstollig dein Trailschuh sein muss, das hängt vom Schwierigkeitsgrad der Strecke und ihrer Untergrundbeschaffenheit ab.

Egal wo du unterwegs bist, hab Spaß, genieße dein Training und erlebe deine Laufabenteuer.


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