Nachdem wir euch die neuen Laufuhren von Garmin vor kurzem bereits vorgestellt haben, hatten wir nun die Möglichkeit, sie ausführlich für euch unter die Lupe zu nehmen. Hier nun unser Bericht.

runnerspoint-capetown-7098Wearables, Laufuhren, Trainingscomputer, Smartwatches, Activity- oder Fitness-Tracker? Wie nennen sich denn jetzt die seit Anfang Dezember in den RUNNERS POINT-Stores erhältlichen Garmin Forerunner 630, 230 und 235, welche sich bereits an vielen Handgelenken wiederfinden? Alle Bezeichnungen treffen zu und geben jeweils einen Spektrum dessen wieder, was das jeweilige Modell so drauf hat. Wir hatten die Möglichkeit, die Garmin Forerunner-Modelle 630, 230 und 235 zu vergleichen!

Nachdem wir euch die neuen Laufuhren bereits Ende des letzten Jahres vorgestellt haben (hier könnt ihr den Beitrag noch einmal nachlesen: Neuigkeiten fürs Handgelenk – Trainingscomputer und Activity Tracker von Garmin), konnten wir die Garmin-Modelle Forerunner 630, 230 und 235 nicht nur im Hands-on, sondern auch ausgiebig beim Laufen auf die vorhandenen Funktionen prüfen und miteinander vergleichen. 

Während der Forerunner 230 mit Live Tracking und Smart Notifications wie der Anzeige von eingehenden Mails oder SMS überzeugt, setzt der Forerunner 235 mit der optischen Messung der Herzfrequenz am Handgelenk noch eins drauf. Dagegen punktet der Forerunner 630 vor allem mit seiner Funktionsfülle. Die Ermittlung der Laktatschwelle und des Belastungszustands (in Verbindung mit dem HRM-Run Brustgurt) ist sicherlich interessant für erfahrene, leistungsorientierte und technikaffine Läuferinnen und Läufer.

Modell: Garmin Forerunner 230

Produkt-Highlights: Activity Tracker; Smart Notifications; Farbdisplay                    

Einsatzgebiete: Laufen, Fitness, Alltag

Gewicht: 41 g

Preis: 299,90 € (mit HRM-Run Brustgurt)

Beurteilungspunkte: Skala (+ = sehr gut, o = mittelmäßig, – = weniger geeignet)

Handlichkeit und Tragekomfort +
Ablesbarkeit und Displaygröße +
Intuitive Bedienung +
GPS-Kontakt und -Genauigkeit +
Herzfrequenz Uhr ohne Brustgurt getestet

Beschreibung:

Garmin Forerunner 230Der Garmin Forerunner 230 ist ideal für Läufer, die ihr Training und ihre Strecken via GPS aufzeichnen und auswerten wollen. Zusätzlich dazu gibt der Trainingscomputer einen Überblick über die komplette Tagesaktivität.

Der neue Forerunner 230 ist durch die seitlichen Knöpfe intuitiv zu bedienen – ich habe bis dahin immer mit dem Forerunner 210 trainiert. Gerade bei den Activity Tracking-Funktionen war der zusätzliche Knopf hilfreich.

Auch das Auswertungsportal Garmin Connect ist über den Computer und über die App auf dem Smartphone leicht zu handhaben.

Ich würde mir noch eine manuelle Funktion zur Synchronisation der App mit dem Forerunner wünschen, um auch mal selber den Datenaustausch anzustoßen.               

Die Laufuhr ist durch das weiche und flexible Armband sehr angenehm zu tragen und stört weder im Alltag noch im Schlaf. So kann die Uhr meine täglichen Aktivitäten, mein Training und auch meinen Schlaf aufzeichnen und überwachen.

Der GPS-Empfang ist sehr gut. Innerhalb weniger Sekunden kann ich mit dem Training starten. Die Anzeige kann ich individuell einrichten, um meine bevorzugten Daten auf dem Display zu haben – und sie ist groß genug, um auch im Dunkeln alles ablesen zu können.

Dank des internen Beschleunigungssensors kann die Laufuhr auch ohne separaten Laufsensor und ohne GPS-Verbindung, beispielsweise in der Halle oder auf dem Laufband, die Trainingsdaten tracken.

Fazit:

Im Vergleich mit der Garmin vivoactive ist mir aufgefallen, dass sich die Anzahl der gemachten Schritten zwischen diesen beiden Modellen unterscheidet. Egal, ob ich beide Laufuhren am gleichen Arm trage oder die eine links, die andere rechts – in den seltesten Fällen gleichen sich die Werte. Dabei scheint mir die vivoactive etwas genauer zu sein. Dennoch kein Grund zur Sorge: Vergleichbar sind die Werte auf jeden Fall, denn die Abweichungen sind gering.

Der Garmin Forerunner 230 hat mich sowohl als Trainingsbegleiter am Handgelenk als auch im Alltag mit seinen Activity Tracking Funktionen überzeugt.  

Modell: Garmin Forerunner 235

Produkt-Highlights: Herzfrequenzmessung am Handgelenk; Smart Notifications; Activity Tracker          

Einsatzgebiete: Laufen, Fitness, Alltag

Gewicht: 41,5 g

Preis: 349,90 €

Beurteilungspunkte: Skala (+ = sehr gut, o = mittelmäßig, – = weniger geeignet)

Handlichkeit und Tragekomfort +
Ablesbarkeit und Displaygröße +
Intuitive Bedienung +
GPS-Kontakt und -Genauigkeit +
Herzfrequenz +

Beschreibung

Laufen ohne Brustgurt, ist das nicht herrlich? Für mich schon.

Als ich den Garmin Forerunner 235 als Testuhr erhielt, war dies mein erster Gedanke. Im Gegensatz zu meinem Garmin Forerunner 610 ist der 235 auch leichter und mit einem größeren Display (31,1 min Durchmesser) ausgestattet. Das Armband ist sehr weich und lässt sich auch an mein schmales Handgelenk gut anpassen. Der Trainingscomputer wird, wie bei Garmin üblich, einfach und intuitiv über seine fünf Knöpfe bedient.

Der Activity Tracker zeichnet fleißig meine täglichen Aktivitäten, meinen Schlaf und mein Training auf. Bei eingeschaltetem Aktivitätsalarm fordert er mich – nach zu langem Sitzen – sogar zu mehr Bewegung auf.

Das Highlight ist für mich definitiv die Messung der Herzfrequenz am Handgelenk. Nachdem ich schon einige Geräte mit dieser Funktion getestet habe, muss ich sagen, beim Garmin 235 funktioniert dies sehr gut und vor allem auch sehr genau. Ich bin mehrmals mit meinem 610 mit Brustgurt und dem 235 zusammen gelaufen und hatte nur geringe Differenz im Bereich von 2-3 Schlägen. Nur bei sehr intensiven Einheiten z.B. Tempotraining, braucht der 235 etwas länger, um den sinkenden Puls anzuzeigen.

Des Weiteren hatte ich Spaß mit den vielen neuen Lauffunktionen wie der VO2max-Schätzung, dem Erholungsratgeber, der mir zeigt wie lang meine Regenerationszeit ist oder mit der Laufprognose. Diese errechnet anhand meiner Laufzeiten im Training meine möglichen Endzeiten auf 5.000 m bis zum Marathon.

Zum bekannten GPS ist bei der Uhr nun GLONASS, das globale russische Navigationssatellitensystem, hinzugekommen. Ich habe beide Systeme aktiviert und dadurch oft schneller eine Verbindung bekommen, als ich meine Laufschuhe schnüren konnte.

Natürlich zeichnet dem Garmin Forerunner 235 die zurückgelegten Distanzen, die Pace, die Laufzeit und den Kalorienverbrauch auf. Alle aufgezeichneten Daten können wieder ganz einfach über Garmin Connect ausgewertet werden.

Über die Smart Notifications werden nach der Kopplung mit einem kompatiblen Telefon Email-, SMS- und andere Alarme angezeigt. Über Apps können z.B. auch Strecken auf den Trainingcomputer runtergeladen werden.

Wie auch beim Garmin 230 hat auch der 235 einen eingebaute Beschleunigungsmesser und berechnet so auch die Distanzen beim Indoor-Trainings.

Fazit:

Wenn es überhaupt einen Kritikpunkt gibt, dann würde ich mir eine etwas längere Akkulaufzeit wünschen. Bei den vielen Funktionen des Garmin 235 und der ständigen Messung der Herzfrequenz am Handgelenk, hält er ungefähr eine Woche.

Mich hat der Garmin Forerunner 235 so überzeugt, dass er nun zu meinem täglichen Begleiter geworden ist. Für euch ist er demnächst hier verfügbar: www.runnerspoint.com

Modell: Garmin Forerunner 630

Produkt-Highlights: Touchscreen, Activity Tracker, Laktatschwellenbestimmung   

Einsatzgebiete: Laufen, Fitness, Radfahren

Gewicht: 45 g

Preis: 399,90 €/449,90 € (mit HRM-Run Brustgurt)

Beurteilungspunkte: Skala (+ = sehr gut, o = mittelmäßig, – = weniger geeignet)

Handlichkeit und Tragekomfort o
Ablesbarkeit und Displaygröße o
Intuitive Bedienung o
GPS-Kontakt und -Genauigkeit +
Herzfrequenz +

Beschreibung

Garmin Forerunner 610Garmin ist mit dem neuen Forerunner 630 ein Rundum-Sorglos-Paket gelungen, dass längst überfällig war, viele Neuerungen und Verbesserungen enthält und eine deutlich breiter aufgestellte Zielgruppe finden wird als seine Vorgänger.

Läufer und Technik-Nerds, die ihre Trainingssteuerung dem Laufcomputer überlassen wollen, werden die neu an Bord befindlichen Features zur Bestimmung der Laktatschwelle, Ermittlung des Belastungs- und Laufeffizienz mit Begeisterung an ihre Grenzen treiben. Um diese Funktionen zu nutzen, ist das Tragen des HRM-Run Brustgurts notwendig.

Neueinsteiger, gesundheitsbewusste Läufer und Sportler, die während ihres Trainings jederzeit über alles und jeden informiert sein wollen, werden im neuen Forerunner den integrierten Activity-Tracker und die Smart Notifications lieben. Kurzum, alles an Bord was einen guten Laufcomputer heute ausmachen sollte.

Bemerkenswert sind auch die Verbesserungen der im Hintergrund tätigen

Komponenten. Die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Positionsermittlung per GPS und Glonass sind beeindruckend. Ein weiteres Plus in Sachen Modelloptimierung bekommt der Forerunner von mir in Sachen Akku: Gerade mal alle 14 Tage muss der Forerunner 630 an die Steckdose um neue Energie zu tanken. Auch absolut erwähnenswert ist das reaktionsfreudige Touch-Screen-Display sowie die hervorragende und eingängige Menüführung.

Etwas old-school sind Design und Haptik ausgefallen. Während das Uhrengehäuse „klassisch & rund“ daher kommt, könnte am Armband und Gehäusematerial nachgebessert werden. Zwar sitzt der 630er in Aktion sehr gut und störungsfrei am Handgelenk, aber beim Schlafen kann sich das Kunststoffgehäuse gerade an schmaleren Handgelenken bemerkbar machen.

Fazit:
Insgesamt trüben die kleinen Kritikpunkte das hervorragende Gesamtbild nur minimal. Garmins heimliches Flaggschiff bringt alles mit, was für eine effiziente Trainingssteuerung, Spaß an der Bewegung und eine gesünderen Lebensweise nötig ist und wird dabei gleichzeitig allen Anforderungen des digitalen Zeitalters mehr als nur gerecht.

 


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Kategorien : Zubehör


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