Im Februar besuchte unsere Community-Managerin aus Berlin, Anna, das currexLAB in Hamburg, um ihren Laufstil bei einer Bewegungsanalyse unter die Lupe nehmen zu lassen. Das vom ehemaligen Triathlon-Juniorenweltmeister, Björn Gustafsson, gegründete Labor ist darauf spezialisiert, mittels eines hochentwickelten Analyseverfahrens das individuelle Potenzial eines Läufers und eventuelle Fehler in seinem Bewegungsmuster darzustellen. Das hat Anna im currexLAB erlebt:

bewegungsanalyse_header

von Anna

Bewegungsanalyse – bisher kein Thema für mich

Ehrlich gesagt hatte ich mich bis zu diesem Zeitpunkt zwar viel mit Training und Leistungssteigerung befasst, mit meinem Laufstil aber noch nicht. Wie wichtig dieser Faktor ist, um weiterzukommen, sollte ich bei diesem Termin lernen!

Ich war super gespannt auf meinen Besuch des Lauflabors. Besonders, weil ich in der Vergangenheit bei hohen und intensiven Trainingsumfängen immer wieder von starken Hüftbeschwerden geplagt wurde. Was kann ich verändern, um diese Schmerzen zu vermeiden? Lässt sich mein Laufstil so verbessern, dass ich mich auch generell verbessern kann? Diese Fragen gingen mir primär durch den Kopf.

Voller Erwartungen machte ich also mich auf den Weg zu meiner persönlichen Bewegungsanalyse. Ich wurde von Liesa, der Motion Analystin, in Empfang genommen. Bei ihr habe ich mich sofort sehr gut aufgehoben gefühlt! Super nett und durch und durch kompetent! Sie führte mich durch das LAB und erklärte mir, dass hier neben der Bewegungsanalyse unter anderem auch Bike-Fittings für Triathleten gemacht werden.

So lief es im currexLAB ab

Das Lauflabor ist technisch auf dem allerneusten Stand. Meine Analyse wurde mit dem nagelneuen 5-D-System durchgeführt, das erst seit Januar 2017 Teil der currexLAB-Ausstattung ist. Dieses System filmt den Läufer auf dem Laufband mit hochentwickelten Kameras aus bis zu fünf verschiedenen Perspektiven und es werden dabei alle biometrisch notwendigen Daten untersucht, um die Potentiale des Läufers zu identifizieren.

Bewegungsanalyse_Laufband 2

Nachdem ich mich umgezogen hatte, konnte es dann auch losgehen. Beim ersten Versuch sollte ich barfuß auf das Laufband steigen. 45 Sekunden wurde mein Lauf dann jeweils aufgezeichnet, um ihn im Anschluss zu analysieren. Die Kameras erfassen automatisch alle Gelenkpunkte – ganz schön beeindruckend! Nun folgte die Stunde der Wahrheit: Was gab es über meinen Laufstil zu sagen? Anhand verschiedener Grafiken erklärte Liesa mir ausführlich, was alles ausgewertet wurde.

Ergebnisse meiner Bewegungsanalyse

Zum einen schauten wir uns die Laufökonomie an. Das bedeutet: Wie viel Energie wird benötigt, um ein Kilo Körpergewicht einen Meter weit zu bewegen. Es geht dann faktisch darum, so wenig Bremsenergie wie möglich zu erzeugen, um ökonomischer zu laufen. Dann schauten wir uns an, wie hoch die Gelenkbelastung ist, also wie verteilen sich die Kräfte, die wirken, auf die Gelenke. Mir war zuvor nicht wirklich bewusst, dass die Gelenkbelastung von Läufer zu Läufer durch den Laufstil begründet unterschiedlich ist. Generell gibt es zwei unterschiedliche Laufstiltypen: die “Bouncer” und die “Slider“. Ich bin, wie man mir sagte, ein „Schleicher“. Das ist super gelenkschonend, aber richtig schnell wird man damit nicht.

Bewegungsanalyse Laufband1

Weiterhin schauten wir uns verschiedene Parameter an, wie die Vertical Force, die Kontaktzeit am Boden, die Spurbreite und die Stellung/Ausrichtung der Kniegelenke. Bei Letzterem stellte Liesa bei mir eine starke Asymmetrie fest. Mein linkes Knie knickt im Gegensatz zum rechten stark nach innen. Hochinteressant, denn meine Hüftschmerzen waren immer auf der linken Seite. Das Knie ist also auch involviert. Was kann ich dagegen tun? Hüft- und Kniestabilität aufbauen! Im currexLAB bekam ich gleich einige geeignete Übungen gezeigt.

Im Anschluss folgten Durchlauf zwei und drei. Diesmal mit Schuhen. Ich hatte zwei verschiedene Paare dabei, um beide zu testen. Nun wurde sich angeschaut, was sich verändert, wenn man Schuhe trägt. Außerdem bekam ich folgenden Tipp, um ökonomischer und schneller laufen zu können:

Den Fuß näher am Körperschwerpunkt aufsetzen! Hierfür sollte ich versuchen, während des Laufens mehr anzufersen und den Oberkörper weiter nach vorne zu neigen.

Gesagt, getan! Ich muss sagen, es kam mir extrem anstrengend vor, diesen Tipp schon direkt auf dem Laufband umzusetzen, aber es ging. Das motiviert natürlich! Die Knieachse war mit Schuh auch etwas besser, da der Schuh Stabilität gibt.

Mein Fazit

Ich habe total viel gelernt und konnte mir super Tipps mitnehmen. Für mich heißt es im Training nun, die genannten Tipps umsetzen, häufiger ein Lauf ABC zu integrieren und das Training der Core-,Hüft- und Kniestabilität zu intensivieren!

Bewegungsanalyse_screen

Die Bewegungsanalyse kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen, eigentlich an alle! Vom Anfänger bis hin zum Profisportler – jeder ist hier gut aufgehoben! Ganz besonders die, die immer mal wieder mit Verletzungen und kleineren Wehwehchen zu tun haben – und an alle, die weiterkommen wollen! Anmelden kann man sich ganz einfach auf der Website des currexLAB. Es sind verschiedene Bewegungsanalysen buchbar und die Preise variieren je nach Leistungsumfang.

Vielen Dank an currex für diesen lehrreichen Nachmittag!


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Kategorien : Erlebnisberichte & Events Trainingstipps


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