Du hast eine Wette verloren und deine Kumpels haben dich zu einem Laufevent angemeldet? Oder du hast vor einiger Zeit mit dem Laufen angefangen und willst deinen ersten Wettkampf finishen? Je besser du vorbereitest bist – und das nicht nur sportlich – umso relaxter kannst du deinen „großen Tag“ angehen und ihn dann auch genießen. Schau dir unsere Checkliste für deine Laufveranstaltung mal an:

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Gut geplant ist halb gewonnen

Es ist schon eine recht lange Zeit her, dass ich an meiner ersten Laufveranstaltung teilgenommen habe. Ich habe mich rechtzeitig angemeldet und dann trainingstechnisch auch gut angemeldet und vorbereitet. Doch je näher der Tag X rückte, desto mehr stieg die Aufregung und auch die Vorfreude. Am Tag selber habe ich dann allerdings gemerkt, dass ein Laufevent mehr ist, als nur das Laufen selbst. Da gibt es noch einiges „Drumherum“ zu organisieren, damit der Tag auch wirklich gut wird. So Dinge wie „Was nehme ich mit“, „Wie viel Zeit muss ich vor dem Start eher da sein“ und einiges mehr, wollen da auch berücksichtigt sein.

Marathon, 02.10.2016, Halbmarathon in Köln

Das steht auf meiner „Checkliste Laufveranstaltung“:

  • Melde dich rechtzeitig an: Einige Läufe sind schnell „ausverkauft“ und Nachmeldungen vor Ort sind dann nicht möglich. Wenn du also frühzeitig deine Laufsaison planst und dich für eine Veranstaltung anmeldest, dann kannst du verbindlich darauf hinarbeiten.
  • Übung macht den Meister: Inszeniere deinen großen Tag bereits mehrmals schon vor dem eigentlichen Event: Stehe entsprechend auf. Trainiere zu der gleichen Zeit, zu der auch dein Event stattfindet! Laufe eine vergleichbare Distanz und das in dem Tempo, dass du geplant hast. Und teste auch deine Verpflegungsstrategie – natürlich nur, wenn du einen längeren Lauf planst.
  • watch-2104779_1280Wo ist was: Wenn du dich vorher informierst, wo du parken kannst, wo du, wenn noch nicht geschehen, deine Startnummer abholen musst, wo du deinen Starterbeutel mit deinen Sachen abgeben kannst und wie weit die Umkleiden/Duschen und Startbereich auseinanderliegen, dann weißt du, wieviel Zeit du einplanen musst, um alles ohne Hast zu erledigen.
  • Alles eingepackt?: Ich packe am Tag beziehungsweise am Abend vorher meine Tasche und überprüfe mindestens zweimal, ob ich auch an alles gedacht habe. Startnummernband, Trainingscomputer, Startnummer oder Anmeldebestätigung, trockene Klamotten für nachher…, die Ausrüstungsliste ist noch deutlich länger, aber eins habe ich gelernt: Haben ist besser als brauchen!
  • Den Klogang clever planen: Da stehst du in der Startaufstellung und du musst plötzlich dringend aufs Klo? Komisch, das ist fast immer so. Also checke vorher, ob und wo im Startbereich die Toiletten sind. Und sei dir sicher, du bist nicht der Einzige mit diesem „Problem“ – also stelle dich auf Wartezeiten ein. Anhand des Streckenplans kannst du auch prüfen, ob und wo unterwegs Dixis stehen.
  • Ab in den Startblock: Besonders bei großen Laufveranstaltungen gibt es Startblöcke – hier sind alle Läuferinnen und Läufer nach ihren gemeldeten oder geplanten Laufzeiten einsortiert. So soll es allen Teilnehmern ermöglicht werden, gemäß ihrem Trainings- und Leistungszustand mit anderen unterwegs zu sein. Natürlich gibt es dennoch Unterschiede – sei es aufgrund der Tagesform oder der gemeldeten Zeiten (diese können auch älteren Datums sein). Sortiere dich realistisch ein und bedenke, dass bei einem Wettkampf das Anfangstempo oftmals zu hoch gewählt wird. Achte also darauf, nicht zu überpacen und dadurch beim Laufen einzubrechen, weil du das Tempo nicht halten kannst.
  • laufevent_bananenHunger & Durst?: Je nach Wetterlage und Streckenlänge macht es Sinn, dass du dich vorher, unterwegs und nachher verpflegst. Bei vielen Events gibt es entlang der Strecke Verpflegungsstationen und eine Zielverpflegung und die Veranstalter informieren vorab, was es dort gibt. Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Magen das Verpflegungsangebot verkraftet, dann solltest du dir selbst was mitnehmen. Teste am besten schon in der Trainingsphase, was du unter Belastung am besten verträgst.
  • Rein in trockene Klamotten: Noch völlig euphorisiert von deinem Zieleinlauf betrachtest du die Finishermedaille, die um deinen Hals hängt. Doch denk dran, schnell in trockene Kleidung zu schlüpfen, um dich nicht zu erkälten. Wenn du dir im Zielbereich noch eine warme Dusche gönnen kannst, dann tu das!
  • Genießen und regenerieren: Jetzt ist erstmal Party angesagt. Wenn du magst, dann kannst du dir bei der Finisherparty die Müdigkeit aus den Beinen tanzen. Danach solltest du es aber für die nächsten drei bis 20 Tage in Sachen Lauftraining deutlich ruhiger angehen, damit sich dein Körper erholen kann. Was die Länge der Trainingspause angeht, gibt es verschiedene Ansätze; häufig wird jedoch empfohlen, für jeden gelaufenen Kilometer einen halben Tag zu pausieren. Nimm dir genug Zeit, denn ein zu früher Trainingsstart geht meist nach hinten los, bzw. auf die Gesundheit.

Welche Erfahrungen und „best practises“ hast du gesammelt, um einen erfolgreichen Wettkampftag zu haben? Lass es uns wissen!


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Kategorien : Erlebnisberichte & Events Rund um Sport, Fitness und Lifestyle


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