Geht es dir nicht auch so? Da sitzt du zuhause vor dem TV oder mit einem kühlen Getränk auf der Tribüne im Stadion und staunst, zu welchen unvorstellbaren Leistungen Sportler im Stande sind. Wie z.B. bei der Tour de France, wo sich die Fahrer 3 Wochen unmenschlichen Strapazen stellen. Unzählige Höhenmeter und Straßenkilometer sind zu bewältigen. Auch wenn es nur einen gefeierten Sieger gibt, alle Fahrer, die ins Ziel kommen verfügen über das Gen der Erfolgreichen – einen starken Willen.

 

An Beispielen mangelt es nicht

Der Zehnkämpfer, der nicht nur Tempo bolzen kann, sondern auch filigran die technischen Disziplinen bewältigt und beim abschließenden 1500m Lauf nochmal alles raushaut, was möglich ist – bis zur totalen Erschöpfung.

Die Eiskunstläuferin, die hundertmal bei ihren Sprungversuchen im Training schmerzhaft auf ihrem Hintern landet. Aber die es trotzdem immer wieder und wieder versucht, um im Wettkampf auf dem Treppchen zu stehen.

Der Weltfußballer, der beim Elfmeterschießen den entscheidenden Strafstoß verschießt und der Häme des Publikums ausgesetzt ist. Und doch ist der Erste, der sich beim nächsten Spiel den Ball nimmt und sich wieder der Verantwortung vom Elfmeterpunkt stellt.

Der Hobbyläufer, der beim Marathon bei KM35 jeden verdammten Muskel seines Körpers spürt und trotzdem den gefürchteten „Mann mit dem Hammer“ verjagt, um eine halbe Stunde später, mit Tränen in den Augen, seine Finisher-Medaille entgegenzunehmen.

Sie alle verfügen über einen starken Willen. Das Gen der Erfolgreichen.

 

Kürzlich in Bochum

Natürlich können eigene Erfahrungen, Niederlagen und Siege den eigenen Willen stärken. Als ich kürzlich bei einem Tennisturnier in Bochum gemeldet hatte und die Auslosung mir einen Gegner mit einer besseren Leistungsklasse bescherte, durfte ich das Wechselbad der Gefühle am eigenen Leib spüren. Bei 34 Grad ohne Schatten, mit einem wasserdurchtränkten Bandana auf dem Kopf, versuchte ich mich den Angriffsbällen meines Kontrahenten zu erwehren. Tatsächlich hatte ich im ersten Satz einen Satzball, den ich dann aber kläglich vergab, sodass ich den ersten Satz noch 5:7 verlor. Auch der zweite Satz begann nicht besser – auch hier lag ich zurück, trotz mehrerer Breakchancen.

In der Pause saß ich mit hängenden Schultern, Rückenschmerzen und schweren Beinen auf der Bank. Zwei Getränkeflaschen waren schon geleert. Mein Kopftuch war schon wieder ausgetrocknet – der Weg zum Wasserhahn in 10 Meter Entfernung schien mir zu weit. Ich hatte einfach keinen Bock mehr und ich wollte das Spiel nur noch abschenken. Die Quälerei sollte einfach nur ein Ende haben.

Doch dann erinnert ich mich an einen Marathonlauf in Hamburg, bei dem ich Bestzeit gelaufen war. Auch hier wollte ich bei Kilometer 31 aufgeben, doch mein Wille weiter zu laufen war dann doch stärker. Dieser Gedanke war wie ein Energieschub, den mir kein Sportgetränke hätte geben können. Meine Körpersprache war auf einmal eine komplett andere. Schmerzen? Was für Schmerzen?  Das spürte auch mein Gegner, der mehr und mehr mit sich haderte. So konnte ich den zweiten Satz noch für mich entscheiden und auch den entscheidenden Match-Tiebreak gewinnen. Zum Glück konnte ich an diesem Tag meinen starken Willen aktivieren.

PS.:Eeinen Tag später musste ich eine klare Niederlage hinnehmen. Der Gegner war so stark , dass das Gen der Erfolgreichen alleine, aufgrund spielerischer Mängel, nicht ausgereicht hat.

Fazit: Starker Wille, eigene Erfahrungen und viel Motivation lassen dich deine Grenzen verschieben – natürlich nicht immer, dann wäre es ja auch nichts Besonderes mehr.


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