1958 gründete Bill Gore in einer Garage die Firma W. L. Gore & Associates, die sich dem Kunststoff PTFE (Polytetrafluarethylen) und dessen Nutzung verschrieben hat. Die bekannteste Anwendung ist sicherlich die Antihaft-Beschichtung in Pfannen und Töpfen, aber es gibt auch beschichtete Gitarrensaiten, mit PTFE überzogene Garten-Schneidwerkzeuge und natürlich Membranen im Textil– und Schuhbereich – dort besser bekannt als GORE-TEX®.

Wasser- und winddicht und dennoch atmungsaktiv

 GORE-TEX® ist der Handelsname der Firma W.L. Gore für die wasser- und winddichte mikroporöse Membran, die in Funktionstextilien und Schuhen zum Einsatz kommt. Diese Membran aus expandiertem PTFE hat winzig kleine Poren, die zu klein für Wassertropfen, aber groß genug für Wasserdampf sind, so dass keine Feuchtigkeit nach innen eindringt, trotzdem aber Schweiß in Form von Wasserdampf nach außen gelangen kann. Genutzt wird diese Membran in unterschiedlichen Laminaten; das bedeutet, dass die Membran zusammen mit dem Außenmaterial und einem Innenmaterial zu einer 3-Lagen-Konstruktion verarbeitet wird. Es gibt auch 2-Lagen-Konstruktionen, dass das Innenfutter nicht mit dem Außengewebe und der Membran verklebt ist, sondern lose in der Kleidung „hängt“. Und wer jetzt denkt, dass die Nähte Schwachstellen sind, der braucht keine Angst zu haben. Denn Gore versiegelt die Nähte mit GORE-SEAM® TAPE, einem absolut wasserdichten Nahtband.

Unterschiedliche Technologien für jeden gewünschten Einsatzzweck

Ob in der Oberbekleidung oder bei Schuhen, je nachdem welche Bedingungen auf dich warten, kannst du auf die verschiedensten GORE-TEX®-Materialien zurückgreifen. Besonders im Sportbereich kommt die GORE-TEX® Active Shell zum Einsatz. Sie sind auf hohe Atmungsaktivität ausgelegt, leicht und lassen sich teilweise auch gut verstauen. Wenn es um Wärmerückhalt und Tragekomfort geht, dann ist der Windstopper Soft-Shell, der allerdings nicht wasserdicht ist, vorne mit dabei. Für den täglichen Einsatz gibt es die „normale“ GORE-TEX®-Ausstattung und für extremste Bedingungen die Pro-Produkte.

Bildquelle: https://www.gore-tex.com

Shakedry und Gore One GORE-TEX®

Noch relativ jung: das GORE-TEX® Active Laminat mit SHAKEDRY Technologie. Hier wird auf ein textiles Obermaterial verzichtet; die Membran bildet also die äußere Textilschicht und verleiht dem Ganzen eine dauerhaft abperlende Oberfläche. Die Jacken mit dieser Technologie sind extrem atmungsaktiv, sehr leicht und lassen sich auf ein geringes Packmaß verstauen. Gore tut also alles, um den Slogan „Guaranteed to keep you dry“ in die Tat umzusetzen. Ganz wichtig dabei: auch die Unterbekleidung muss atmungsaktiv sein, damit Feuchtigkeit nicht – zum Beispiel in einem Baumwollshirt – unter der Jacke „gefangen“ bleibt.

GORE-TEX® im Schuhbereich

In Schuhen kommt die Membran zum Einsatz, um die Füße trocken zu halten und dir optimalen Tragekomfort zu bieten. Auch hier gibt es unterschiedliche Einsatzbereiche. GORE-TEX® Surround Footwear bietet eine gute Atmungsaktivität ohne die Wasserdichtigkeit zu behindern und eignet sich so prima für den täglichen Gebrauch. Für sportliche Aktivitäten ist die GORE-TEX® Extended Comfort Technologie gedacht, sie optimiert die Atmungsaktivität. Denn trockene Füße sind zwar schön, aber zu heiß werden sollten sie nicht. Anders ist es da bei Wanderschuhe. Hier können die Hersteller auf die GORE-TEX® Performance Comfort Technologie beziehungsweise Insulated Comfort Technologie zurückgreifen, um Läufer und Outdoorfans durch alle Wetterbedingungen zu bringen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Textilien und Schuhen mit GORE-TEX®-Membranen gemacht?


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Kategorien : Bekleidung Equipment Schuhe


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