GPS-Laufuhren – Navi und Trainer am Handgelenk?

(von und )

Laufuhren gibt es wie Sand am Meer! Und wie die Sandkörner sind sie alle unterschiedlich. Die Anzahl an Funktionen steigt stetig und die Uhren werden technisch immer ausgereifter. Um aus der Auswahl das passende Sandkorn für sich zu finden, haben wir uns die aktuellen Modelle mal genauer angeschaut und miteinander verglichen.

Garmin Forerunner 220Garmin Forerunner 220

Produkt-Highlights: GPS integriert, Vibrationsalarm, Farbdisplay

Einsatzgebiete: Laufen

Gewicht: 42g

Preis: 249,00€

Handlichkeit und Tragekomfort +
Ablesbarkeit und Displaygröße +
Intuitive Bedienung o
GPS-Kontakt & -Genauigkeit +
Herzfrequenz +

Uhrenbeschreibung und Fazit:

Garmin hat bereits mit seiner Sportuhr Forerunner 210 viele Freunde gefunden. Jetzt gibt es den Nachfolger – die Garmin Forerunner 220. Und sie kommt mit einigen Neuerungen daher. Am auffälligsten ist natürlich das Farbdisplay, welches mit 180×180 Pixel auflöst. Das Display hat seine Größe behalten, aber in Kombination mit dem deutlich kleineren Gehäuse macht die Forerunner 220 auch an zierlichen Handgelenken eine gute Figur! Und leicht ist sie mit 40g noch dazu! Der Tragekomfort und der Sitz am Arm haben mich beeindruckt.

Funktionell hat sie einige Features dazugewonnen. Nicht nur, dass die Uhr jetzt automatisch durch die Anzeigen scrollen kann, auch die AutoPause-Funktion macht ein Stoppen und Starten der Uhr – z.B. an einer Ampel – unnötig! Individualisierbare Trainingsdisplays und ein Vibrationsalarm sind sinnvolle Verbesserungen zum Vorgänger, von denen wir Läufer profitieren. Wer einmal eine Garmin-Sportuhr sein Eigen genannt hat, der wird sich mit der Bedienung sofort wohlfühlen. Schnell sind die Grundeinstellungen vorgenommen und auch während des Trainings – wenn die AutoScroll-Funktion ausgeschaltet ist – ist ein Seitenwechsel sicher zu handhaben. Auf der Strecke gibt sich die Forerunner 220 keine Blöße. Das GPS-Signal ist flott gefunden – ebenso die Herzfrequenz. Garmin hat der Uhr einen neuen Herzfrequenzgurt spendiert, der im Vergleich zum Vorgänger nach meinem Empfinden weicher sitzt!

Die gemessenen Werte bzgl Herzfrequenz und Streckenlänge sind mit den Mitstreitern vergleichbar. Eine Abweichung von nicht mal 1% bei der zurückgelegten Strecke ist für mich voll in Ordnung. Die Auswertung erfolgt über Garmin Connect – die Uhr lässt sich auch per Bluetooth mit einem Smartphone koppeln und über die Garmin Connect App synchronisieren. So ist auch ein Live Tracking möglich. Über Garmin Connect lassen sich auch Trainingspläne auf die Uhr laden und abtrainieren. Herzfrequenz und Tempo, Kalorienverbrauch und abgespulte Kilometer – die Auswertemöglichkeiten sind vielfältig!

>> Garmin Forerunner 220 bei RUNNERS POINT

Polar RC3Polar RC3 GPS

Produkt-Highlights: interner GPS-Empfänger, aufladbarer Akku, Running Index zeigt Leistungsentwicklung an

Einsatzgebiete: Laufen, Fitness

Gewicht: 56g

Preis: 279,90€

Handlichkeit und Tragekomfort +
Ablesbarkeit und Displaygröße +
Intuitive Bedienung o
GPS-Kontakt & -Genauigkeit +
Herzfrequenz +

Uhrenbeschreibung und Fazit:

Warum nicht gleich so? Während viele andere Sportuhrenhersteller schon mit integrierten GPS-Empfängern arbeiteten, ließen sich die Finnen etwas mehr Zeit. Mit der RC3 GPS kommt endlich eine Polaruhr auf den Markt, die ohne zusätzlichen Empfänger auskommt. Und dabei wirkt sie nicht klotzig am Handgelenk. Eine weitere Revolution für Polar: der Akku. Hielten die Skandinavier lange an ihren Batterien fest, hat die Polar RC3 endlich einen Akku, der via USB Kabel am Computer aufgeladen werden kann. Nachteil dabei, man kann sie nicht mit ins Wasser nehmen!

Sehr übersichtlich ist das große Display, was zu den größten unter den Polaruhren zählt. Während des Trainings lassen sich alle Daten schnell und einfach ablesen, einzig die Zwischenanzeige „Trainingsansicht“ nervt anfangs etwas, lässt sich aber zum Glück an der Uhr ausstellen. Das Steckenpferd von Polar ist und bleibt aber die Herzfrequenzmessung. Mit dem Fitnesstest kann man wunderbar seinen aktuellen Fitnessstatus überprüfen und verfolgen, wie man sich mit der Zeit verbessert. Der Brustgurt ist angenehm zu tragen und schnell spürt man ihn nicht mehr auf der Haut, muss ihn aber zu Beginn der Laufrunde immer an der Innenseite anfeuchten. Über www.polarpersonaltrainer.com steht einem nach dem Lauf die kostenlose Online-Plattform von Polar zur Verfügung. Viele Auswertungsmöglichkeiten verbessern die Trainingssteuerung und zeigen das erstklassige Know-how, welches Polar aufweist.

Fazit: Gelungen! Die RC3 GPS ist eine klassische Polaruhr bei der endlich die Punkte integriertes GPS und Akku statt Batterie geändert wurden. Die umfangreichen Auswertungsmöglichkeiten an der Uhr und am Computer bieten jedem einen sehr guten Überblick über das Training und die individuelle Leistung. Das Design ist schlicht und typisch für Polar. Sie wirkt am Handgelenk nicht klobig und die Haptik ist einfach und meistens Intuitiv. Zur Auswertung stellt Polar seine kostenlose Online-Plattform zur Verfügung! Hier ist spürbar, welchen Wert Polar auf Trainingssteuerung legt. Die Auswertemöglichkeiten, die Trainingstools bis hin zum Trainingsnutzen und der Trainingsbelastung – Polar gibt dem Sportler Tools an die Hand, um seine Ziele zu erreichen. Die Polar RCX 5 ist eine vielseitige Uhr, die allen Läufern und Multisportlern viele Einsatzmöglichkeiten bietet und auch mal ohne GPS-Empfänger genutzt werden kann.

>> Polar RC 3 hier kaufen

TomTom RunnerTomTom Runner

Produkt-Highlights: Ein-Knopf-Bedienung, GPS integriert, austauschbares Armband, Vibrationsalarm

Einsatzgebiete: Laufen

Gewicht: 50g

Preis: 219,90€

Handlichkeit und Tragekomfort o
Ablesbarkeit und Displaygröße +
Intuitive Bedienung o
GPS-Kontakt & -Genauigkeit +
Herzfrequenz +

Uhrenbeschreibung und Fazit:

TomTom trifft Sport! Bereits Mitte 2011 erschien die Nike GPS Sportwatch powered by TomTom! Jetzt bringt TomTom seine eigene GPS-Uhr – die TomTom Runner – auf den Markt und verknüpft eigenständiges Design mit einer Ein-Knopf-Bedienung. Was kann die TomTom Runner? Ausgepackt, Uhr aus dem austauschbarem Armband genommen, an die Dockingstation angeschlossen und eingestellt – und ganz wichtig: Update gemacht! So ist auch die neuste Einstellung für den Quick-GPS-Fix dabei. Los geht es – ab auf die Strecke. Dank GLONASS und GPS ist die GPS-Suche fix abgeschlossen. Es dauerte keine 30 Sekunden und der Kontakt ist hergestellt. Auch der Brustgurt zur HF-Messung wird flott gefunden.

Für alle, die in der dunklen Jahreszeit lieber im Studio trainieren, hat TomTom der Runner einen Indoor Tracker spendiert, der die zurückgelegte Distanz und das Tempo auch innen misst. Hat man sich erstmal mit der Bedienung angefreundet, dann geht sie auch im Training leicht von der Hand. Die Menüstruktur braucht etwas Eingewöhnungszeit, wirkt aber nie überladen und man kommt immer schnell zurück! 3 unterschiedliche Trainingsmodi sind mit an Bord und lassen sich individuell einstellen. Auf meiner Hausstrecke, die eine vermessene Länge von 11,98km hat, hat die Uhr eine Distanz von 12,01km gemessen. Diese minimale Abweichung von 30m ist richtig gut und kann mit den Werten anderer GPS-Uhren mithalten. Auch die Pace-Anzeige funktioniert gut und gibt ein Feedback zur aktuell gelaufenen Geschwindigkeit. Einfach und schnell funktioniert die Übertragung der Einheiten auf die MySports Plattform von TomTom. Dank My Sports Connect werden nicht nur die Daten überspielt sondern auch die Updates gemacht. So ist die TomTom Runner immer auf dem aktuellsten Stand. Die Auswertemöglichkeiten sind gut und gerade in Routen-Mapping detailreich.

Fazit: Die TomTom Runner ist eine GPS-Laufuhr, die funktionell auf Höhe der Mitbewerber liegt. TomTom profitiert von seinen Erfahrungen im Navigationsbereich und aus der Kooperation mit Nike. Mit dem aktuellsten Update ist sie eine schnellsten Uhren beim GPS-Fix und die Ein-Knopf-Bedienung ist eine interessante Alternative zu Touchscreen oder den herkömmlichen Knopfbedienungen.

>> Hier geht’s zur TomTom Runner

adidas miCoach Smart Runadidas miCoach SMART RUN

Produkt-Highlights: Touchscreen, HF-Messung am Handgelenk, Musik-Player, GPS integriert              

Einsatzgebiete: Laufen, Fitness

Gewicht: 80g

Preis: 399€

Handlichkeit und Tragekomfort 0
Ablesbarkeit und Displaygröße +
Intuitive Bedienung +
GPS-Kontakt & -Genauigkeit +
Herzfrequenz +

Uhrenbeschreibung und Fazit:

Echtzeit-Coaching, individualisierbares Trainingsdisplay, Workout-Pläne mit Animationen, einen Musik-Player mit 3GB Speicher – das hört sich vielversprechend an. Was allerdings hellhörig macht ist die Ankündigung, dass die miCoach SMART RUN die Herzfrequenz direkt am Handgelenk und nicht über einen Brustgurt misst. Hierbei messen optische Sensoren den Blutfluss durch die Kapillaren am Handgelenk. Auspacken, aufladen, einstellen! Aufgeladen wird die Uhr über ein USB-Kabel. Der PC erkennt die Uhr als Massenspeicher und du kannst deine Musik schnell und einfach aufspielen. Per WLAN verbindet sich die miCoach SMART RUN mit dem Netzwerk und du kannst deine miCoach-Pläne und deine Läufe synchronisieren. Die Bedienung der Uhr ist spielerisch einfach. Intuitiv wischst du übers Display und findst alle gesuchten Menüpunkte. GPS-Signal und Herzfrequenz findet die Uhr flott – da steht sie den Mitbewerbern in nichts nach. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Uhr eine Warmlaufphase braucht, in der sich die Herzfrequenz auf den korrekten Wert einpendelt. Auch die GPS-Messung liegt auf dem Niveau der Mitbewerber. Koppelst du einen Bluetooth-Kopfhörer (nicht im Lieferumfang enthalten) mit der Smartwatch, dann kannst du sowohl Musik beim Training hören als auch Audio-Feedback zu deinem geplanten Training bekommen. Wenn du lieber die Natur und ihre Geräusche bevorzugst, dann weisen dich Vibrationen der Uhr auf ein neues Feedback hin. Ein kurzer Blick auf die Uhr und schon weißt du, ob du langsamer oder schneller werden sollst.

Fazit: Die Messung und die Genauigkeit der Herzfrequenz und der Geschwindigkeit und Distanz per GPS sind auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern und brauchen sich nicht zu verstecken. Die adidas miCoach SMART RUN spricht eine breite Zielgruppe an, sie vereint viele Funktionen. Die smartwatch verbindet: Sowohl Musikhörende Läufer, als auch Einsteiger mit Wunsch nach Trainingsplan und direktem Feedback werden genauso viel Spaß an der Uhr haben wie Wettkampfläufer, denen Zeitmessung und Auswertung wichtig sind.

Hier kannst du dich per Mail informieren lassen, wenn die Uhr lieferbar ist: adidas miCoach Smart Run bei RUNNERS POINT

Hier geht’s zum 2. Teil unseres großen GPS-Uhren-Vergleichs


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Kategorien : Equipment Zubehör


Danke für den super Informativen Beitrag,
Ich kann euch nur sagen dass die POLAR Uhren echt gut sind! Seit einiger Zeit habe ich einem Modell aus den 90ern ( A3 glaube ich ) und er läuft mir immer noch.
Der Sensor ist auf meine Uhr bezogen,sprich es kommt nicht zu Problemen wenn z.B. jemand mit einem gleichen Sender neben mit Sport macht. Die Daten kann man auf den PC ziehen und dort mit Hilfe von Programmen die Leistung auswerten und eine Art EKG erstellen usw.
Alles das nutze ich nicht,sonder mache eigentlich ausschließlich Intervall Training mit dem Ding

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