Sind Läufer Modemuffel?

Der bekannte deutsche Modeschöpfer Karl Lagerfeld hat mal gesagt: 
„Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.“ 
Nun frage ich mich: gilt das auch für Läufer – oder zählen beim schönsten Sport der Welt doch eher die „inneren“ Werte?

Wir betrachten den Trend 2013 und stellen fest: der Mode entkommt man als Läufer nicht!

Graue Maus – mach’s gut!
Eine Frauensicht von Tabitha Bühne

Die-DamenDamit das Laufen Spaß macht, brauche ich drei Dinge: ein bisschen Zeit, eine gute Laufstrecke und schöne Klamotten. Mit schicken Outfits ist der Anreiz größer, in die Laufklamotten zu schlüpfen. Sie müssen sich aber auch gut anfühlen und perfekt sitzen, sonst bleiben sie im Schrank liegen. Weil vielen Freizeitläuferinnen der Wohlfühlfaktor unheimlich wichtig ist, wird eine Mischung aus Funktionsfaser mit besonderem Wollzusatz immer beliebter. Viele Joggerinnen wollen mit ihrer Hose eben auch Pilates oder Zumba machen. Trendbewusste Läuferinnen setzen in diesem Sommer auf farbenfrohe Akzente in Meeresblau, Grasgrün, Sonnengelb oder leuchtendem Orange. Das macht fröhlich. Außerdem gefragt: auffällige Prints und Double-Layer-Optik, weiter geschnittene Shorts und kreativ gestaltete Reflektoren.

Handtasche und Sonnenschutz? Sicherheit zählt!

Viele Frauen achten bei Lauftextilien neben Optik und Material auch auf praktische Details, wie z.B. auf verschiedene Aufbewahrungsmöglichkeiten, laminierte Reißverschlusstaschen und Kabelschlaufen. Ungestörtes Laufen heißt die Devise. Dazu gehört auch ein möglichst angenehmer Geruch. Dafür nimmt der Einsatz von Silber immer mehr Formen an: die dünnen, unauffälligen Fäden wirken antibakteriell, beugen Gerüchen vor und können die Temperatur regulieren. Ein weiterer angesagter und sinnvoller Trend ist der UV-Schutz in Textilien. Dieser ist vor allem in Oberteilen sehr gefragt. Persönlich empfehle ich gerne den Vorzug eingeschweißter oder möglichst flacher Nähte. Je weniger Reibungsfläche, desto besser – gerade bei längeren Läufen drohen sonst schmerzhafte Hautabschürfungen.


Männer und Mode – ein
Widerspruch?
Eine Männersicht von Peter Jamsek

Der Trendsportler: Design oder Nicht(s)-sein?

Der „Trendsportler“ steht auch auf Dinge wie Urban Running – er zwängt sich bei seinem Sport nicht in eine „uncoole“ technische Laufbekleidung, sondern trägt eher eine knielange, weite Short, ein trendiges Shirt und ein Hoody – am besten natürlich aus Baumwolle, denn nur so ist er „hip“ und fühlt sich wohl.

Der „normale Läufer“: schwitz mal schön!

Die-HerrenZu dieser Klientel gehöre ich selbst. Funktion und Passform sind entscheidend. Ich möchte nicht in meinem eigenen Schweiß baden und schon gar nicht die Geruchsentwicklung erleben müssen. Also befinden sich in meinem Laufkleiderschrank nur atmungsaktive, witterungsbeständige und nicht flatternde Lauftextilien. Die Farben dürfen ruhig mal etwas mutiger sein, ich will ja die dunkle Jahreszeit schnellst möglich vertreiben. Bei meinen Laufschuhen bin ich noch farbenfroher unterwegs; von neongelb, orange bis grün ist alles vertreten. Also Männer traut euch! Wenn ihr wegen eurer mutigen Farbauswahl belächelt werdet, begründet diese doch einfach mit dem Sicherheitsaspekt: Sehen und gesehen werden!


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Kategorien : Bekleidung Equipment


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