Du startest mit dem Laufen oder dein Lieblings-Rennschlappen ist ausgelatscht und hat seine beste Zeit hinter sich? Dann gilt es, aus der riesigen Auswahl an Laufschuhen das richtige Modell für dich zu finden, damit der Spaß beim Training – und natürlich auch beim Wettkampf – nicht zu kurz kommt. Welche Möglichkeiten es gibt, um deinen neuen Laufschuh zu finden, und worauf du beim Kauf achten solltest, erfährst du hier.

Der Benefit der Technik

Ob Probelauf, Fußvermessung, Druck- und Ganganalyse oder Beratung mit der Unterstützung von Videoaufnahmen auf dem Laufband – es gibt viele Möglichkeiten, um deinen neuen Laufschuh aus der großen Auswahl zu fischen. Diese technischen Hilfsmittel bieten den Benefit, dass du zusätzliche Informationen über deine individuelle (Lauf-)Bewegung bekommst. Diesen Mehrwert kannst du hervorragend nutzen, um dein Training abwechslungsreicher zu gestalten und Potentiale auszuschöpfen.

Evolution und Revolution auf dem Laufschuhmarkt

Kein Bereich steht still und so entwickelt sich auch der Runningmarkt weiter. Bis zur Mitte der 2000er Jahre lag der Fokus bei Laufschuhen darauf, den Läufer zu führen und zu stützen. Die Pronation, die natürliche Einwärtsdreheung des Fußes in der Bewegung, wurde als Bewertungskriterium herangezogen, um Überpronierer und Neutralläufer zu erkennen und entsprechend gestützte oder nicht gestützte Schuhe empfehlen zu können. Diese Stabilisierung sollte ein übermässiges Einknicken verhindern und diese nicht so gesunde Bewegung einschränken. Allerdings führten diese Korrekturen nicht zu einer Reduzierung der auftretenden Laufverletzungen.

Dann besann man sich auf die Wurzeln – unser Körper ist dazu gemacht, um barfuß unterwegs zu sein. Natural Running war ein heißer Trend, der den Fuß und den Körper wieder forderte und förderte. Dysbalancen sollte der Körper durch die Kräftigung selber auszugleichen und der Bewegungsapparat gestärket und trainiert werden. Hier gab es weder Stützen in den Schuhen noch eine zusätzliche Dämpfung. Das war aber auch nicht jedermanns bzw jederfraus Sache.

Deine individuelle Bewegung im Fokus

Mittlerweile weiß man, dass nicht nur die Betrachtung des Sprunggelenks bzw. der Pronation wichtig ist. Knie, Hüfte und Schultern sind ebenso von Bedeutung. Denn in der gesamten Betrachtung des Körpers ergibt sich dein individueller Bewegungspfad. Und so wie jeder Mensch seinen eigenen Pfad hat, so hat er auch andere Ansprüche an den Laufschuh. Also soll der Schuh nicht mehr die Bewegung verändern, sondern eine möglichst natürliche Abrollbewegung mit Schuh möglich machen.

Das Gefühl und die deine Füße

Sicherlich ist es wichtig, das Laufpensum inklusive Lauftempo, die Lauferfahrung und den Laufuntergrund mit in die Auswahl einzubeziehen. Schließlich hat ein Trailläufer andere Anforderungen als derjenige, der auf der Bahn oder der Straße unterwegs ist. Auch mag der eine lieber einen komfortablen und „gefühlt“ weichen Schuh, während der andere mehr Rückmeldung haben möchte und es lieber „direkter“ mag. Möglichkeiten gibt es in der riesigen Auswahl definitiv genug, so dass jeder fündig wird. Und auf einen Teil deines Körpers solltest du beim (Lauf-)Schuhkauf besonders hören: auf deine Füße. Sie verraten dir schon, ob der Schuh passt oder drückt. Und auf sie kannst du dich verlassen. Zudem sind die Hersteller bemüht, mit neuen Technologien – adidas Boost, Saucony Everun, Under Armour HOVR, Nike React, Brooks DNA Amp – dir ein unvergessliches Gefühl beim Laufen zu bescheren.

Die Kombination aus einem kompetentem Laufschuhberater in deinem Fachgeschäft, der mit dir zusammen deine Anforderungen abcheckt und dir eine Vorauswahl bietet, und deinem „Wohlfühlsensor“ Fuß führt dich zu dem für dich richtigen Laufschuh. Welche Erfahrungen hast du bisher beim Laufschuhkauf gemacht? Was ist dir dabei wichtig? Teile deine Stories mit uns.


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Kategorien : Equipment Schuhe


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