Was bringt so eine Entgiftung eigentlich und wie kann man etwas Gutes für seinen Körper tun, ohne dabei Unmengen an Zeit und Geld zu opfern? Tabitha hat sich mit diesem Trend mal auseinandergesetzt und gibt hier ein paar Tipps, wie man lästige Kilos verliert, ohne sich in Unkosten zu stürzen.

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„Welcher Detox-Typ sind Sie?“

Ganz ehrlich, ich wusste gar nicht dass ich überhaupt ein Detox-Typ bin! Laut einigen „Experten“ soll es eine spezielle Detox-Methode für jeden Charaktertyp geben – also eine stressreduzierende Form für den aufbrausenden, eine süße Form für den gemütlichen und eine tiefgehende Form für den nachdenklichen Menschen. Ich bin da eher skeptisch. Doch das Thema Entgiftung ist schon interessant – seit ein paar Jahren hört man ja immer wieder davon. Egal ob in der Klatschzeitung, beim Friseur oder im Fernsehen: jeder, der was auf sich hält, scheint regelmäßig zu entgiften. Richtig los ging es in Amerika, vor allem in Hollywood – viele Promis und Schönheitsapostel schwärmten von dem „Fitmacher“. Dann machten sich auch in deutschen Großstädten plötzlich grasgrüne „Detox-Spinat-Petersilien-Smoothies“ und ähnliche unheimlich gesund klingende Getränke einen Namen. Sie sollen gesund und schön machen, jung halten und ungeahnte Kräfte freisetzen. Doch was genau ist Detox – und wie soll es funktionieren?

Was steckt dahinter?

Detox5Detox kommt von Detoxifikation – das bedeutet Entgiften. Eine Detox-Kur soll Darm, Nieren. Galle und Lymphsystem sowie die Haut von Toxinen reinigen. Der Stoffwechsel soll angeregt werden und ein besseres Lebensgefühl entstehen. Man kann sich eine Detox-Kur kaufen und dabei zum Teil horrende Preise bezahlen. Dabei werden verschiedenste Zeiträume zur Entgiftung vorgeschlagen: von 3 Tagen bis zu 2 Wochen. Zur Auswahl gibt es allerlei Konzepte, Säfte und „Wunderkuren“.

Erlaubt sind: Frisch gepresste Gemüse- und Obstsäfte, Wasser, Kräutertee, Entspannungsübungen und viel Schlaf, Wechselduschen und Spaziergänge

Nicht erlaubt sind: Kaffee, Nikotin und Alkohol, gezuckerte Getränke, Süßigkeiten, zu wenig Schlaf, Milchprodukte und Extremsport.

Fakten und Irrtümer

  1. Die Erfahrungsberichte sind sehr verschieden – allerdings fühlen sich viele danach kurzfristig tatsächlich fitter und wohler in ihrer Haut.
  2. Wissenschaftlich ist der Ansatz nicht wirklich haltbar. Die meisten Experten behaupten, dass es keine „Schlacke“ im Körper gibt, von der man entgiften muss.
  3. Unser Körper ist genial gemacht, er weiß sehr wohl, was er gebrauchen kann und was er lieber wieder loswerden möchte. Gesunde Nieren, Leber und Verdauungsorgane neutralisieren „Gifte“ von selbst.
  4. Weder ein langfristiger Abnehm-Effekt, noch eine allgemeine Verbesserung der Gesundheit kann bisher nachgewiesen werden.
  5. Trotzdem kann man von der Idee der Entgiftung einiges lernen und tatsächlich etwas Gutes für Körper, Geist und Seele bewirken. Die bewusste Auseinandersetzung mit unserer Nahrung ist ein wichtiger Schritt und der Verzicht auf Zucker, Weißmehl, Nikotin, Alkohol, Unmengen an Fleisch und Fast Food kann uns helfen, langfristig schlanker und fitter zu werden.
  6. Eine kurze „Detox-Phase“ dient vielleicht als Impuls, doch nur eine langfristige Umstellung verändert unser Leben wirklich.
  7. Wer es mal ausprobieren möchte sollte spätestens nach 2 Wochen aufhören – sonst kann eine Nährstoffunterversorgung kommen. Außerdem ist es unnötig Unmengen an Geld auszugeben, man kann die Smoothies und Suppen einfach selbst zubereiten.

Was wir von Detox lernen können:

  1. Maßband2Auch mal grünen Tee statt Kaffee trinken – grüner Tee schützt den Körper mit vielen Antioxidantien und enthält viel Koffein, macht also auch wach!
  2. Öfter kalt duschen (z.B. 60 Sekunden lang)– das aktiviert den Stoffwechsel
  3. Selbstgemachter Smoothie mit Beeren, Minze, Kefir und Mandeln statt süße Brötchen zum Frühstück – Weißmehl und Zucker fördern Entzündungen und führen zu Heißhungerattacken
  4. Bevor man was isst erst mal ein Glas lauwarmes Wasser mit Zitrone trinken – dann trinkt man automatisch mehr und isst vielleicht etwas weniger
  5. Wer nie Salat isst, kann sich wenigstens mal einen Gemüsesmoothie wagen – dafür ist weniger „Schnibbelarbeit“ nötig und das Trinken geht schnell vorbei
  6. Öfter mal Suppe statt Schnitzel
  7. Mehr Schlaf, weniger Fernsehen – das entspannt und reduziert Stress

Mein derzeitiger Lieblingssmoothie zum Frühstück:

  •  100 g Himbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
  • 1 Banane
  • 50ml Mineralwasser
  • 2 EL Mandelmus

Habt ihr Erfahrung zum Thema Detox – und was denkt ihr darüber?

 


Kategorien : Ernährung Gesundheit Rund um Sport, Fitness und Lifestyle


Tabitha, ich wusste gar nicht, dass das was ich seit einem guten halben Jahr mache in Teilen was mit Detox zu tun hat. Ich muss aber zugeben, dass viele Deiner Ratschläge eine positive Wirkung auf den Körper haben. Grüner Tee statt Kaffee, Lesen statt Fernsehen, dadurch schaltet der Geist vorm Schlafen besser ab, Suppe statt Schnitzel, wenig Alkohol, rote Beete-Saft usw; manches geht aber gar nicht an mich, z. B. Ingwer (ich weiß er ist sehr gesund und meine Frau schneidet die Knolle jeden Tag in den Tee – in einer schönen asiatischen Gemüsepfanne schon eher). Ich glaube, das Wichtige ist die Ausgewogenheit, garniert mit einer schönen Portion Sport.

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