Nicht nur bei bellenden Hunden, stinkenden Mofas oder nervigen Fliegen kriegen wir „die Krätze“ –  so manch einer reagiert auch allergisch auf geschwätzige, neugierige Nachbarn oder deren Rasenmäher, die ausgerechnet zur Laufzeit aktiviert werden müssen.
Manchmal ist eine Kleinigkeit schon „ausschlaggebend“ und bringt uns zum Heulen…

Scherz beiseite

Mit dem plötzlichen Frühling kommen auch die Pollen in großer Schar und überrumpeln uns Läufer. Einige Pollen, wie Hasel oder Buche sind schon da, viele Gräser tauchen bald auf.
Die Pollensaison ist da, jeder dritte Deutsche ist Allergiker – gute Gründe, der Sache mal auf den Grund zu gehen. Vor allem, weil Pollen-Allergien im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich werden können. Asthma, Herz-Kreislauf-Versagen oder auch Morbus Parkinson können die Folge sein, wenn wir uns als Allergiker nicht mit dem Thema auseinandersetzen.

Allergien

AllergieAllergien sind Abwehrreaktionen des Immunsystems auf meist harmlose Umweltstoffe.
Warum Allergien überhaupt auftauchen, ist noch nicht endgültig geklärt. Einige Experten halten eine Mischung aus Umweltfaktoren, Erbanlagen und persönlichem Lebensstil für die Ursache. Oft sind es Tierhaare, Pollen, Hausstaubmilben, Insektenstiche, Sonne oder Nahrungsmittel, die etwas auslösen. Wir erkennen sie an Symptomen – z.B. an Heuschnupfen, Asthma oder Bindehautentzündungen. Als Läufer haben wir es mit saisonalem Pollenflug zu tun und kommen – wenn wir allergisch sind – nicht ganz um sie herum. Gerade Gräser, Bäume oder Getreide werden vielen Läufern zur Qual. Dann jucken die Augen, man niest, die Haut reagiert oder die Nase läuft mehr, als die Beine es tun.

Was nun – was tun?

Tipps:

  1. Einen Allergie-Test machen. Viele Läufer wissen, dass sie allergisch sind, aber nicht gegen wen oder was
  2. Nach einem Regenschauer oder in der Frühe laufen, da sind viele Pollen „noch am schlafen“
  3. Die Laufstrecke so wählen, dass man den Pollen aus dem Weg geht – je nach Monat sind Wälder oder Wiesen zu meiden
  4. Nach dem Lauf immer sofort duschen und die Haare waschen – sonst kommen die Pollen mit in die Wohnung und stören weiter
  5. Pollenflug-Kalender aufhängen – gibt es u.a. beim HNO oder manchen Apotheken
  6. Nasenduschen mindestens 1x am Tag – sollte wie das Zähneputzen zum Alltag gehören
  7. Nachts oder früh morgens das Schlafzimmer lüften
  8. Sportwäsche nicht draußen trocknen lassen
  9. Maßnahmen wie eine Hyposensibilisierung prüfen und auf Kreuzallergien achten
  10. Langsam loslaufen, anaerobe Läufe unter Belastung meiden
  11. Schau dir deine individuelle Pollenflugvorhersage für deinen Wohnort an.

(z.B. unter www.allergieratgeber.de)


Tags :

Kategorien : Gesundheit


Ein toller Bericht, der vielen Allergikern aus der Seele spricht. Für alle, die wie ich auch gerade jetzt unter der aufgestauten Blütenpracht leiden, sei noch folgender Tipp hinzugefügt: der regelmäßige Austausch des Kopfkissenbezugs und das Reinigen oder Waschen des Kopfkissens verhelfen häufig zu einem ruhigeren und vor allem erholsameren Schlaf!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

* *

Angemeldet als . Abmelden »