Ob man lieber alleine läuft oder zusammen mit anderen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Jedoch gibt es heutzutage genügend Möglichkeiten, auch als „einsamer Wolf“ andere an seinen sportlichen Erfolgen teilhaben zu lassen. Martin und Peter haben sich zum Thema „Social Running“ mal Gedanken gemacht.

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Den Trainingscoach am Handgelenk – mein Motivator und Taktgeber

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Ich laufe gerne mit meinen Kollegen oder Freunden und nehme auch gerne an Wettkämpfen teil. Aber den größten Teil meiner Vorbereitung absolviere ich alleine oder zu zweit mit meiner Partnerin. Irgendwie bringt mich das weiter voran.

Vielleicht müsste ich mich einfach mal längere Zeit einem Lauftreff anschließen. Oder nicht nur einen Termin und die Trainingsplanerstellung bei einem Leistungsdiagnostiker wahrnehmen, sondern auch Kontrollen und Anpassungen mit ihm vornehmen. Aber anscheinend bin ich da doch sehr eigenbrötlerisch.

Aber ich habe ja meine Sportuhr. Die aktuellen Trainingscomputer sind wahre Alleskönner und Multitalente. Und mit diesen Eigenschaften unterstützen sie mich bei meinem Training.

LaufstatistikMit den Systemen der Hersteller – zum Beispiel Polar Flow und dem V800 oder Garmin Connect und dem Forerunner 620 – kann ich mir ein Trainingsziel festlegen und darauf hintrainieren. Meistens bastle ich mir aber meinen eigenen Trainingsplan mit einer Grundstruktur der Trainingstage und einer Idee, welche Sportart angesagt ist.

Und dann nutze ich die tolle Funktion, dass mir der V800 (oder früher der RCX5) in der Auswertung anzeigt, wie belastend das Training für mich und meinen Körper war und wie lange die Regeneration bis zur nächsten Einheit sein sollte. Damit habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht – schließlich bin ich mit diesem Training 2013 meine Bestleistung im Marathon in Berlin gelaufen.

Glücklicherweise haben alle Hersteller daran gedacht in der Auswertung die Möglichkeit zu geben, dass das Trainingsergebnis sofort in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Co eingestellt werden kann und so auch die Freunde am Erfolg teilhaben können. Garmin gibt sogar die Chance, dass Freunde das Training per „Live Tracking“ verfolgen und währenddessen per Kommentar sogar „anfeuern“ können. Wenn das mal keine Motivation ist. Vielleicht spornt ja die Leistung den ein oder anderen Bekannten zu einer neuen sportlichen Höchstleistung an. Es geht doch nichts über einen ehrlich geführten Wettkampf.

Einsamer Entdecker oder uniformierter Philosoph

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Wenn ich alleine laufend auf meinen Hausstrecken unterwegs bin, dann nehme ich diese Zeit unterschiedlich war. Manchmal wundere ich mich, dass es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Die alten Bahntrassen, die beeindruckenden Industriedenkmäler und die begrünten Abraumhalden bieten abhängig vom Tageslicht und der Jahreszeit immer wieder neue Wahrnehmungen. Diese Momente lasse ich gerne auf mich wirken – dann bin ich froh, nicht von endlos redenden Lauf- Begleitern genervt zu werden. Es gibt aber auch Tage, da bin ich beim Laufen so in Gedanken versunken, dass ich zuhause in Garmin Connect nachschaue wie der genaue Streckenverlauf war.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAber bitte nicht falsch verstehen! Laufen – die urtümlichste Bewegungsart der Menschen – ist kein Individualsport. Gäbe es sonst so viele Lauftreffs in Deutschland, die mit ihren Teilnehmern durch die Städte, Wälder und Felder streifen? Lauftreffs sind wichtig, denn hier kann man „richtig“ laufen lernen. Viele Menschen brauchen für ihren Start ins Läuferleben einige Orientierungshilfen. In einem guten Lauftreff erfolgt eine Gesundheitsabfrage, es gibt Tipps für die richtige Lauf-Ausrüstung und der Sportler lernt schnell, dass das Wohlfühltempo anfangs meist zu schnell ist. Deshalb werden zu Beginn des Laufes die Teilnehmer in verschiedene Leistungsgruppen eingeteilt, die von erfahrenen Läufern geführt werden. Nachdem sich die Gruppen gefunden haben geht es gemeinsam auf die Strecke. Ist es nicht wunderbar, dass wir Läufer dann von Anfang bis zum Ende übers Laufen philosophieren können, ohne von Antisportlern belächelt zu werden?

Auch die gemeinsamen Fahrten zu auswertigen Läufen oder Wettkämpfen stärken das Gemeinschaftsgefühl. Die ganze Horde tritt in den gleichen Jacken und T-Shirts auf – böse Zungen behaupten uniformiert – und feuert jeden Teilnehmer mit Inbrunst an. Die Neulinge fühlen sich schnell heimisch und mitgenommen. Hinzu kommt, dass feste Termine eine gute Motivationshilfe sind und eine Absage aus eigener Bequemlichkeit erschweren.

Fazit: Laufen mit dem Lauftreff macht Sinn und ganz viel Spaß. Aber wie bei vielen Dingen gilt auch bei unserem geliebten Sport der Spruch „Die richtige Mischung macht´s“.

 

 


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