Rad fahren, Yoga, Karate,… was auch immer deine Top-Sportart ist, regelmäßiges Laufen nebenher ist eine tolle Ergänzung, weil es deine Ausdauer ausbauen und sowie Muskelgruppen aktivieren kann, die durch deine Hauptsportart vielleicht nicht unbedingt gefordert sind. Unsere Experten erzählen dir, wie das Laufen sie in ihren Sportarten nach vorne bringt.

Ein Tennismatch dauert… auch gern mal länger

(von Peter)

Als begeisterter Läufer, der sehr gerne Tennis spielt, weiß ich genau wie wichtig die Kondition beim Tennissport ist. Wer sich schon mal die großen Grand Slam Turniere angeschaut hat, der weiß, wie viel Ausdauer die Profis mit auf den Platz bringen müssen, um so ein Spiel zu finishen. Aber auch in meiner Liga kann ein 5-Satz-Match mal locker vier Stunden dauern.

Da ist Vorbereitung alles, und deswegen stelle ich mein Lauftraining sechs Wochen bevor im Mai die Medenspiele beginnen auf Tennismodus: ich kürze dann die Länge der Läufe – die Grundlage ist ja vorhanden – und laufe mehr Intervalle. Außerdem integriere ich das Lauf–ABC in mein Training, denn es enthält viele Elemente und Bewegungsabläufe, die ich fürs Tennis brauchen kann. Sidesteps, kurze Antritte, Treppenläufe und das Rückwärtslauf, passen hervorragend in die Vorbereitung. Und obwohl das Tennis-Lauf-Vorbereitungstraining echt anstrengend ist, freue ich mich immer wieder auf diese Trainingsphase, weil ich weiß, dass es echt effektiv ist. In vielen Matches musste ich den ersten Satz verloren geben, weil der Gegner einfach besser war. Doch wenn ihm dann langsam die Puste ausging, hatte ich den längeren Atem und konnte den zweiten und den dritten Satz für mich entscheiden und damit das Spiel noch gewinnen.

Auch Fussballer müssen Laufen – mit und ohne Ball

(von Martin)

Ich habe von den Bambinis bis zur Seniorenmannschaft Fussball gespielt und bin ehrlich: bis zur B-Jugend ging es immer darum, einen Ball am Fuß zu haben. Okay, vor dem Spiel wurde auch ein paar Mal von einer Seitenlinie zur anderen getrabt, um sich „ordentlich“ warm zu machen.

In der Saisonvorbereitung ging es dann auch schon mal nicht auf den Platz, sondern man traf sich am Berg, um dort „Laufeinheiten“ zu absolvieren und um Kondition zu bolzen. Puh, mal ehrlich: wenn dir vorher der Trainer sagt, dass du heute keine Fussballschuhe brauchst, dann überlegst du echt, ob du nicht kurzfristig krank wirst oder eine andere Ausrede hast. Besonders fies war es dann, wenn sich alle schon mit bereits gescnürten Fußballschuhen am Sportplatz getroffen haben, aber dann die Ansage kam: „Heute machen wir einen Waldlauf!“ Mann, da war die Freude groß.

Aber spätestens bei den ersten Spielen merkte man dann schon, was diese Lauftrainings gebracht haben (wenn du sie nicht geschwänzt hast)! Im Seniorenbereich war die Saisonvorbereitung noch wichtiger, da das Fitnesslevel je nach Klasse/Liga immer höher und besser wurde. Da galt es mitzuhalten. Und irgendwann lief man dann auch in der Saisonpause freiwillig 1-2 Mal in der Woche. Man wollte ja nicht zum Saisonauftakt bei null anfangen.

Wenn ich mir heute das Fußballtraining – nicht nur der Profis – anschaue, dann erkenne ich, dass Training deutlich mehr ist, als die reine Fokussierung auf die eigentliche Sportart. Neben dem Fußball stehen auch Laufen, Krafteinheiten und Physiotherapie auf dem Programm. Diese Vielfältigkeit spiegelt sich im Training vieler Sportarten wieder.

Wie ist es bei euch? Konzentriert ihr euch auf eure Lieblingssportart oder ergänzt ihr euer Hobby mit anderen Aktivitäten?

 


Tags :

Kategorien : Trainingstipps


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

* *

Angemeldet als . Abmelden »