Die Karnevalstage stehen vor der Tür und der Aschermittwoch ist der Beginn der christlichen Fastenzeit. Für einige Menschen ist dies der Zeitpunkt, um sich intensiver mit der eigenen Ernährung zu beschäftigen. Aber mal ehrlich – braucht man genau diesen Zeitraum für sich persönlich, um zu fasten? Egal ob die Fastenzeit 3, 7, 30 oder 40 Tage dauert – sie kann und sollte viel mehr bedeuten, als nur aufs Essen zu achten. Hier sind ein paar Gedanken dazu.

Gewollte Einschränkungen oder bewusster Genuss

In der Fastenzeit geht es vielen darum, sich bewusster zu ernähren. Und anderen geht es in dieser Zeit um die Reduzierung des Verzehrs von Genussmitteln. Da höre ich oft solche Sachen wie: in der nächsten Zeit esse ich weniger Schokolade. Ich möchte mich gesünder ernähren. Ich achte in der Fastenzeit darauf, wertigere Produkte zu nutzen. Ich finde es gut, wenn man sich aktiv und ernsthaft mit seiner Ernährung beschäftigt. Und wenn man daraus auch noch für sich sinnvolle Schlüsse zieht, positive Erfahrungen sammelt und sich gut fühlt, dann ist es eine runde Sache. Denn oftmals sind wir in Routinen gefangen und nehmen vieles in unserem Leben als gegeben hin. Da kommt die Fastenzeit doch manchmal sehr gelegen.

Muss es immer der komplette Verzicht sein?

Aus meiner Sicht geht es in der Fastenzeit nicht nur darum, sich aktiv mit seiner Ernährung zu beschäftigen. Allgemein sollte man sich bewusst mit sich selbst beschäftigen. Hinterfrage dein Handeln und Tun. Nutze die Möglichkeit, deinen Körper von außen und innen zu reinigen. Aber dafür musst du nicht auf alles verzichten. Natürlich kann ein Teil davon sein, dass du auch bestimmte Genussmittel, Speisen und Getränke verzichtest bzw. diese reduzierst oder bewusster konsumierst. Mit Bedacht enthaltsam sein – das ist es, was die Fastenzeit für mich ausmacht. Und da ist es ganz egal, ob die Fastenzeit im Januar, im März, im April und Mai oder erst im November ist und nur wenige Tage oder sogar einige Wochen oder gar Monate dauert.

Ständig erreichbar und immer gereizt

Die Fastenzeit ist prädestiniert dafür, die Bereiche und Elemente des Lebens zu analysieren. Da finden sich sicher Dinge, die sich bewusst einschränken lassen. Die technischen Entwicklungen der letzten Jahre haben mit einer Vehemenz und einem Tempo Veränderungen in unserem Leben herbeigeführt, die uns manchmal einfach überrollt haben. Und sie haben sowohl unseren Alltag als auch unser Berufsleben transformiert. Wer geht heutzutage schon ohne Smartphone oder Mobiltelefon aus dem Haus – schon einmal auf den Pausenhöfen der Schulen umgeschaut? Und oftmals sind wir auch außerhalb der Arbeitszeit für Kollegen und Vorgesetzte erreichbar. Selbst wenn der Terminkalender nicht prall gefüllt ist, so sind wir doch fast immer auf dem Sprung. Und hier lässt sich prima der Rotstift ansetzen.

Do less, mean more

Gönne dir eine Auszeit. Lege das Handy einfach einmal für ein paar Stunden zur Seite – oder bist du sogar so verrückt und machst direkt einen kompletten Tag daraus? Schnapp dir ein Buch oder lies eine Zeitung anstatt deine Lieblingsserie zu streamen – keine Angst, die ist morgen oder nächste Woche immer noch verfügbar. Und für Sportler kann Fasten tatsächlich bedeuten, die ein oder andere Trainingseinheit zu verkürzen oder sogar ganz zu streichen. Jeder findet sicher seinen eigenen Weg, den er in der Fastenzeit gehen kann. Denn Fasten kann so individuell sein wie du.

Was kann Fasten:

  • Fasten kann das Immunsystem stärken und den Stoffwechsel anregen
  • Fasten kann die Lebenserwartung erhöhen
  • Fasten kann leistungsfähiger machen
  • Fasten kann ein Impuls sein, um mit Routinen zu brechen
  • Fasten kann dabei helfen, Ballast jeglicher Art zu erkennen und zu verlieren
  • Fasten kann zu einem neuen Fokus im Leben führen
  • Fasten kann dazu führen, dass du dich bewusster mit dir selbst und mit deinen Mitmenschen auseinandersetzt
  • Fasten kann glücklich machen

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Kategorien : Ernährung Gesundheit Rund um Sport, Fitness und Lifestyle


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