Bei einem Halbmarathon erlebt man die lustigsten Dinge – da läuft einem auf dem Weg zum Start plötzlich der Entertainer Mickie Krause über den Weg und man hat kilometerlang Ohrwürmer, die man gar nicht haben wollte oder man trifft längst vergessene Schulfreunde oder eine alte Liebe wieder. Alles ist möglich – und gerade wenn es der erste große Wettkampf ist, warten die unterschiedlichsten Gefühle, Gedanken und Impressionen. Wie sich der erste Halbmarathon anfühlt und was beim Debüt auf der Marathonstrecke so alles passieren kann, erfahrt ihr hier.

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von Tabitha

Come run with us – gemeinsam das Ziel erreichen

Gemeinsam ein Lauf-Abenteuer erleben macht einfach mehr Spaß – das haben wir auch beim Köln-Marathon am vergangenen Wochenende erlebt. Denn wenn 120 RUNNERS POINT Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland, Österreich und den Niederlanden zusammen kommen, um sich entweder auf halber oder auf ganzer Marathonstrecke auszutoben, dann kann das nur spannend werden. Mit dabei waren die unterschiedlichsten Typen: vom jungen Azubi bis zum bald 60-jährigen Finanzbuchhalter, vom General Manager bis zur Aushilfe, vom erfahrenen Laufspezialisten bis zum Anfänger. Und genau das ist so schön – weil jeder seine eigene Geschichte erlebt. Zwei davon möchte ich jetzt mit euch teilen, weil sie zeigen wie aufregend und unvergesslich Laufen sein kann.

„Ich und Laufen?“ – der erste Halbmarathon eines „Laufmuffels“

12105982_943819185689769_6988389520231490619_nFlo sitzt ein paar Büros weiter im Marketing, er ist ein cooler Typ und hat immer wieder einen lustigen Spruch auf Lager, wenn wir uns über den Weg laufen. So richtig überzeugt war er von Läufern bisher allerdings nicht. Er findet sie „ein bisschen eigen“ und steht mehr auf Fußball. Doch dann hat ihn eine Kollegin überredet, sich doch mal einem Halbmarathon zu stellen – vor allem weil das Laufevent quasi vor der Haustür lag. Also hat er sich tatsächlich für den Halbmarathon in Köln angemeldet – unterstützt von RUNNERS POINT, Nike und Ultra Sports, die ein tolles Lauf-Event für 120 Kollegen und Kolleginnen auf die Beine gestellt haben.

Nervosität und die Suche nach dem richtigen Ziel

Doch so richtig rund lief es für Flo vor dem Lauf nicht. „In den letzten 4 Wochen vor der Veranstaltung bin ich krank gewesen. Also war die Vorbereitung ziemlich mau und ich habe meine recht ambitionierten Ziele auf „Ankommen“ umgestellt. In den letzten Tagen vor der Veranstaltung wurde ich zugegeben ganz schön nervös. Aber das wurde dann beim Come together bei NIKE absolut relativiert, die freundliche Art und Weise, die Lockerheit und die Offenheit aller Beteiligten war überwältigend. Es wurde dort auch für ein unterhaltsames Programm, leckeres Essen und einen sympathischen und motivierenden Gast gesorgt. Jan Fitschen erzählte vor der Pasta Party von seinen Erfahrungen als Profi und gab uns ein paar hilfreiche Tipps mit auf die Strecke.

Wer bin ich und was mache ich hier?

Am Wettkampftag stieg die Nervosität dann nochmal exorbitant an (Schlaflosigkeit, Identitätsprobleme à la „Wer bin ich und was mache ich hier eigentlich?“). Aber auch hier hat die komplette Community wieder ihren Teil dazu beigetragen, dass ich nicht mehr soviel über solche Dinge nachgedacht habe. Als ich dann im Starterfeld stand, hat mich der Ehrgeiz doch gepackt. Kollegin Sabine aus Wien und ich haben uns hinter dem Pacer mit der Zielzeit 1:45 eingereiht. Das war vielleicht etwas übermütig, denn kurz nach dem Start waren sowohl Sabine als auch der Luftballon nicht mehr zu sehen. Ich war also auf mich alleine gestellt in dem Meer von zigtausend Läufern. Da ich aber nun meinen eigenen Ansprüchen gerecht werden wollte und mich wie gesagt der Ehrgeiz gepackt hatte, habe ich mir gedacht: das schaffst du schon! Also lief ich einfach weiter. Nach einer gefühlten halben Ewigkeit dachte ich, dass ich gleich bei Kilometer 10 ankommen müsste – doch statt dessen erschien ein Schild mit dem Aufdruck KM 5. Das ernüchterte ganz schön. Selbstzweifel kamen hoch. Aber die Menschenmengen am Straßenrand und die vielen anderen Läufer haben mich motiviert. In so einer Atmosphäre kann man ja nicht aufgeben! Unterstützt durch einige Ultra Sports-Supplements, den Zuschauern und der Tatsache, dass ich pünktlich im Stadion sein wollte (Schalke hat an dem Tag gegen Köln gespielt), lief es dann in der zweiten Hälfte immer besser. Nach einem durch letzte Kräfte ermöglichten Schlussspurt bin ich dann überglücklich im Ziel angekommen (und das sogar 1 Sekunde schneller als unser General Manager Bart). Eine Überraschung der besonderen Art wartete dann bei der firmeninternen Siegerehrung als Organisator Udo mir einen kleinen Pokal überreichte – scheinbar bin ich drittbester HM-Newcomer gewesen, womit ich absolut nicht gerechnet hätte.

Fazit:

Die Motivation durch die vielen mitlaufenden Kollegen, die tolle Stimmung in Köln und die sensationelle Orga durch Udo, unsere Firma und Nike haben es geschafft, dass ich meine Meinung über Läufer und Laufevents (siehe oben) definitiv geändert habe. Vom Laufmuffel zum potentiellen Wiederholungstäter, wer hätte das gedacht!

 „Run with your heart and your feet will follow“ – der erste Marathon

Ich kenne Sandra schon ein paar Jahre, sie ist lustig, sportlich und ein bisschen verrückt – daher war es auch kein Wunder als sie mir im Frühjahr von ihrem neuen Ziel erzählte: einen Marathon zu laufen. Dafür boten die fünften RUNNERS POINT Meisterschaften in Köln den perfekten Rahmen, denn sie musste sich um nichts kümmern, außer sich richtig vorzubereiten, was sie auch tat. Am Abend vor dem Rennen packte sie plötzlich alle möglichen Ängste, sie zweifelte an ihrem Ziel, an ihrem Körper und ihrem Kopf. An Schlaf war kaum zu denken. „Ganz normal“ versuchte ich sie zu beruhigen, „so fühlt sich das an vorm ersten Marathon.“ Am nächsten Morgen war sie noch aufgeregter, zwang sich zu essen, obwohl sie Angst hatte sich übergeben zu müssen. Ich musste an meinen ersten Marathon denken – an die Aufregung, an das Kribbeln in den Händen und das Gefühl andauernd den Kaffee weg bringen zu müssen… „Du wirst schon sehen, nach dem Startschuss ist das alles vorbei und du wirst einfach nur noch laufen!“
Schon nach der Startbeutel-Abgabe wurde Sandra lockerer, wir konnten lachen und herum albern.

„Die ersten Kilometer läufst du mit dem Kopf, die letzten mit dem Herzen!“

Diesen Spruch hatte ein Bekannter Sandra kurz vor dem Rennen mitgebeben. Und genau so kam es auch. „Die ersten 28 Kilometer waren toll – ich konnte die Stimmung aufsaugen und es hat mir sehr geholfen, diesen Teil mit Tabitha zusammen zu bestreiten. All die bekannten und fremden Gesichter an der Strecke und die Musik…das war total ermutigend. Danach kam der schlimme Teil, aber eben auch der Teil der einen Marathon ausmacht und der mich ja so gereizt hatte. Ich wusste dass ich es schaffen will und kann – und die letzten 4 Kilometer haben wieder mehr Spaß gemacht: das Ziel war nahe, Herz und Kopf waren sich wieder einig. Ich zweifele gern mal an mir selber – aber als ich dann total erschöpft und doch lächelnd ins Ziel kam war ein unglaublicher Moment: ich war völlig überwältigt! Ich wollte alles aufsaugen: die jubelnden Menschen, das Glück und die Freude es hinter mir zu haben. Ein echtes Abenteuer!
Facts:
• 120 Kollegen aus 50 Stores und der Zentrale kommen ins Ziel
• Beim Marathon läuft Fauzi Koubaa sein Debüt in 2:34 h und wird damit auch Kölner Stadtmeister im Marathon
• 23 Prozent Frauen und 77 Prozent Männer nahmen bei den RUNNERS POINT Meisterschaften teil


Kategorien : Erlebnisberichte & Events


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