„Frauen-Wrestling und Kampftanz-Sportarten – das solltest du jetzt machen!“ Bei diesem Vorschlag eines guten Kumpels aus der Fitnessbranche musste ich lachen. Ich probiere ja gerne Neues aus, aber mich mit anderen Mädels hauen?

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von Tabitha

Mit den Fitnesstrends ist es ja wie in der Mode: Alles kommt früher oder später wieder, unter einem anderen Namen oder mit einem „neuen Anstrich“. Warum Online-Workouts und Activity Tracker immer mehr Fans gewinnen und Tanzen, Kämpfen und Ballett neu begeistern – darum geht es hier.

Fitnesstrends 2015: Tops & Flops

Von den angepriesenen Trends für 2015 haben sich einige nicht wirklich deutschlandweit durchgesetzt – wie zum Beispiel DISQ (Training mit einem mobilen Gerät für drinnen und draußen) oder KOREBALL (Kugelhanteln-Medizinball-Kombi für ein Ganzkörperworkout). Zu den Gewinnern zählen weiterhin Workouts auf kleinen Trampolinen, Crossfit und Tanzen in vielerlei Form – ob Zumba oder Bokwa, die Auswahl ist hier groß! Aber auch Kampfsportarten in Kombination mit Tanzen oder klassischen Übungen wie Kniebeugen scheinen viele Menschen zu begeistern, so wie beim Sensual Fighting oder Body Combat.

Activity Tracker erlebten wohl den größten Boom in diesem Jahr – denn sie helfen nicht nur die Trainingserfolge zu erreichen, sondern geben oft auch Auskunft über andere wichtige Gesundheitsthemen wie Schlaf, Puls und Kalorienverbrauch.

GenerFitness1ell ist feststellen, dass kürzere, alltagstaugliche Trainingsformen stärker gefragt sind, vor allem solche zwischen 30 und 45 Minuten, denn die lassen sich bei kleinem Zeitfenstern gut bewältigen. Und wenn sie nicht nur kurzweilig, sondern auch intensiv und ganzheitlich sind, ist für die Effektivität auch gesorgt. Qualität statt Quantität.

Fitness-Training an der Stange

Ballett mal anders erleben – das geht beim Barre Concept Training, wo sowohl Muskelkräftigung als auch Beweglichkeitssteigerung auf dem Programm steht. Poledance wird immer mehr in Gruppen und statt in Unterwäsche und hohen Hacken in Sportbekleidung durchgeführt. Ein hammeranstrengendes Training, bei dem der ganze Körper trainiert wird und das Sixpack nicht lange auf sich warten lässt.

Die Suche nach aktiver Entspannung

Seit ein paar Jahren halten sich TRX (Total Restistance Exercise) und Functional Training als Fitness-Trends, aber auch klassische Trainingsformen wie Yoga oder Pilates bleiben beliebt. Vor allem Entspannungskurse sind weiter auf dem Vormarsch und könnten in den nächsten Jahren sogar noch mehr Leute anziehen. „Wir brauchen einfach immer mehr den Ausgleich zu den Belastungen am Arbeitsplatz. Laut der europäischen Kommission könnte Stress in fünf Jahren mit ca. 30% die meist genannteste Ursache für Arbeitsunfähigkeit sein“ meint Patrick, Betreiber eines Fitnessstudios, „Daher steigt die Nachfrage nach Entspannungskursen wie Yoga, PMR (progressive Muskelrelaxation) nach Jacobsen und anderen Kursen“. Auch die Mischung von Anstrengung, Partystimmung und Relaxen wird immer beliebter. Eine Bekannte von mir besucht z.B. seit einem Jahr eine Art „Soul-Cycling-Kurs“ mit Lichtershow, Nachtclub-Atmosphäre und Elektrobässen – der dann aber mit entspannendem Yoga abschließt.

Online Sport machen – Training im Wohnzimmer

Online-Workouts sind im Kommen und verdrängen die klassischen DVDs. Beide unterstützen den Wohlfühlfaktor – man muss nicht mal das Haus verlassen um Sport zu treiben. So bieten „Skinnyo“ oder „Konkura“ (Soziale Netzwerke für Sport und Fitness) einem die Möglichkeit, sein Training selbst zu gestalten oder sich mit anderen Mitgliedern zu messen. Auch das Angebot von Online-Fitnessstudios nimmt weiter zu.

Fitness-Apps und Youtube-Tutorials Fitnessapps

Selbst im Sport ist das Handy mittlerweile ein ständiger Begleiter. Fitnessstudiobetreiber Patrick kann die Veränderungen beim Trainingsverhalten täglich in seinem Fitnessstudio mitverfolgen: „Viele trainieren auch bei uns im Club nur noch mit Handy und eigenem Trainingsprogramm per App.“ Sehr beliebt sind zum Beispiel Runtastic, Freeletics oder Timer. Was ihm von zeit zu Zeit dabei auffällt ist, dass einige nach kurzer Zeit den Spaß daran verlieren und sie sich  wieder der Betreuung durch reale Menschen anvertrauen. Vor allem das weibliche Geschlecht geht gern in Kurse, um in Form zu kommen.

Training mit speziellen Apps kann Spaß machen

Marcel Bechmann studiert Sportwissenschaften und war jahrelang Wettkampfschwimmer. Jetzt macht er Triathlon, Gewichtheben und arbeitet als Personaltrainer. „Youtube ist ganz gut für spezielle Themenrecherche wie Mobility-Training, Faszien, Ernährungstipps. Wichtig ist, hierbei die Inhalte immer genau zu überprüfen. Denn leider arbeiten einige Anbieter mit fachlich inkorrekten Hinweisen, meist auch in englischer Sprache. Ich nutze die Freeletics-App nicht permanent, sondern nur für einzelne Trainingseinheiten und auch ab und zu den Impetus Intervall-Trainer. Mit diesem Timer kann man Intervalle bei Crossfit, TRX, HIIT (hochintensives Intervalltraining), Tabata (Intervalltraining) oder anderen Trainingsformen nutzen.“
Die Impetus Interval App ist unkompliziert und man kann die Intervalle und Pausenzeiten mit der passenden Musik unterlegen. Unterschiedliche Workouts sind individuell einstellbar – mit Warm-up, Power- und Pausen-Zeiten und der gewünschten Anzahl von Wiederholungen. Außerdem gibt es akustische Ansagen. Die TRX App Tabata Pro funktioniert ähnlich und enthält einen Workout DJ, der nach Voreinstellung unterschiedliche Playlists bzw. unterschiedliche Lautstärke abspielen kann. Marcel nutzt immer wieder gern die App und koppelt für das TRX Training eine Bluetooth-Soundbox an sein Handy.

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Nachteile und Tipps 

Nun ist nicht jeder ein ausgebildeter Trainer und kann die Angaben und Pläne der Apps richtig einschätzen. Das hat auch Micha erlebt, der seit ein paar Jahren durch Laufen und Fitnesstraining einige Kilos verloren und viel Lebensfreude gewonnen hat. „Ich hab mir vor längerer Zeit auch die Freeletics App heruntergeladen, aber weiß als Laie nicht, ob die Übungen dort und auch das Trainingsprogramm wirklich optimal oder gut für mich sind. Die Videos, die jede Übung erklären, wirken professionell und enthalten auch wichtige Tipps. Nach kurzer Zeit habe ich das Training mit der App aber wieder eingestellt, weil ich doch lieber im Studio von einem echten Trainer persönlich betreut werde, hier bleibe ich langfristig motiviert und führe die Übungen auch richtig aus.“

Micha hat im Studio schon diverse Gadgets und die passenden Apps dazu getestet. „Immer begleitet mit meiner Polar V800, die dann mit der passenden App Polar Flow ausgelesen wird. Hier geht es mir um die Dokumentation meines Indoor-Trainings. Da ich diese Kombi auch beim Lauftraining draußen nutze, ergibt sich ein gutes Bild.“

Wie ist das bei euch? App oder Trainer? Studio oder Wohnzimmer? Was ist eure Fitnesstipp 2015/2016?

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Kategorien : Fitness


Auf Poledance hätte ich super viel Lust, müsste aber über eine Stunde fahren um zum nächsten Studio zu kommen wo es angeboten wird…leider 😞

Hallo Tabitha! Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass das Training mit Apps so viel Spaß macht. Natürlich nur meine persönliche Meinung. Aber im Studio, gemeinsam mit anderen Leuten? Das ist ja doch was anderes. Ich habe mich gestern mal fürs TRX-Training im AI-Fitness eingetragen und am Donnerstag gehts los. Vielleicht versuche ich nach einer Weile mal eine App als Kontrast und sage dir dann, wie es ist 😉

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