Die Laufsaison findet ihre Höhepunkte jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst. Jeder von euch hat da bestimmt so seine(n) Favoriten im Kalender. Und ganz egal ob ihr eine Großeranstaltung mit entsprechendem Drumherum oder euren kleinen Lieblingslauf gebucht habt: uns allen macht die aktuelle Situation rund um das Coronavirus einen großen Strich durch unsere Saisonplanung. Wie geht man, und wie geht ihr, damit jetzt um?

Selbstverständlich ist die Absage oder Terminverschiebung von Laufevents momentan wirklich nicht das größte Problem. Doch viele von euch, die sich angemeldet und auf ihr Event hintrainiert haben, trifft und betrifft es schon. Ihr habt euch in den letzten Monaten auf den Tag X fokussiert, um im Leistungszenit der blauen Linie die Stirn zu bieten. Und selbst wenn ihr gerade nicht auf eine lange Distanz und Bestzeiten trainiert, und vielleicht mit Freunden beim Funrun eines Hindernislauf starten wolltet, sind neben den Sorgen um die Familie, den Job und den Einschränkungen im täglichen Leben, die vielen Veranstaltungsabsagen und -verschiebungen zwar nur ein kleines Mitbringsel des Virus, aber ein kaum dagewesenes für die Laufwelt. Für euch und für die Veranstalter!

Absage Frühjahrs-Laufevents: Was bedeutet das für die Veranstalter

„Wir haben die Entscheidung für die Verlegung unseres StrongmanRuns im Frühjahr am Nürburgring aus unserer sozialen Verantwortung heraus getroffen. Wir alle sind gefordert die Verbreitung des Virus einzudämmen.“ (Fishermann’s Friend StrongmanRun)

So wie der StrongmanRun haben viele Organisatoren ihr Laufevent im Frühjahr/Sommer abgesagt oder, wie der StrongmanRun, in den Herbst verlegt. Und es werden wohl auch noch viele die gleiche Entscheidung fällen müssen. Jedes Orga-Team treffen die Ausfälle an sehr schmerzhafter Stelle: dem kleinen Verein wird die Finanzspritze für die kommende Saison entzogen, der Management GmbH einer Großveranstaltung fehlt das Geld, um weiterhin ein sicherer Arbeitgeber zu sein – und den Ehrenamtlern wird der Sinn ihres freiwilligen Engagements genommen.

Absage Frühjahrs-Laufevents: Was können Veranstalter und Läufer tun?

Stellt sich die Frage, welche Wege ihr, die Sportler, und die zum Handeln gezwungenen Veranstalter jetzt gehen könnt, damit die Schäden möglichst gering bleiben und ihr am Ende wieder zusammenfindet, sprich:  zu einem späteren Zeitpunkt dieses oder nächstes Jahr wieder an der Startlinie eures favorisierten Laufevents stehen könnt?

Möglichkeiten wie beispielsweise die Anrechnung der Startgebühr für folgende Wettkämpfe oder der Erhalt des Startrechtes für die nächste Auflage, wenn sie denn dann kommen mag, werden von den Eventmanagern gerade erarbeitet. Das Team des Generali Köln Marathon, das neben dem großen Citymarathon im Herbst auch kleinere Läufe im Frühjahr organisiert, hat dazu folgende Űberlegungen auf seiner Homepage veröffentlicht: 

 “Nicht nur die fehlenden Anmeldungen bereiten uns Kopfzerbrechen, auch die Tatsache, dass zahlreiche Frühjahrsläufe in den Herbst verlegt werden. Hamburg überlegt – London, Paris, Rotterdam, Bonn etc. finden im Oktober statt. Wer soll denn da überall laufen, denn es gibt ja nicht auf einmal mehr Läufer?” (Köln Marathon)

Absage Frühjahrs-Laufevents: Was soll mit euren Startgeldern passieren?

Natürlich kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen, was im Herbst ist. Ist es da vielleicht sinnvoller, die Startgelder zurückzuzahlen und abzuwarten, was wird? Auch das will gut überlegt sein. Die Rückerstattung der Startgelder ist für euch Teilnehmer natürlich ein gangbarer Weg, aber ist sie das auch für die Veranstalter, die das Geld fest einplant oder für Vorabkosten bereits ausgegeben haben?

Schon jetzt gibt es in den diversen Foren und auf den Social Media Plattformen einiger Events Stimmen von Teilnehmern, die sagen, die Organisatoren sollten das Geld erst mal behalten, und es ihnen bis zum Neustart gutschreiben. Es gibt auch welche, die ihre Startgebühr an ihre Veranstaltung spenden möchten, um damit den Erhalt ihres Laufevents zu unterstützen.

Absage Frühjahrs-Laufevents: Was ist eure Meinung!

Wir haben hier keine Antworten und auch keinen ultimativen Rat für euch. Letztendlich liegt es bei euch, wie ihr mit der Situation umgeht und hängt gerade jetzt auch von vielen sehr persönlichen Faktoren ab. Aber natürlich interessiert uns eure Meinung zu diesem Thema. Wie geht ihr mit der Absage eures Laufevents um?

Eine Meinung dazu haben wir schon von Niclas Bock eingeholt. Er hat uns hier im RUNNERS POINT-Blog ein Interview gegeben , in dem er unter anderem beschreibt, wie er damit umgeht, dass er jetzt monatelang auf seinen Marathon in Düsseldorf im April hintrainiert hat, der jetzt nicht stattfinden wird:

„Vorausgesetzt man darf am 26. April, also an dem Tag, an dem ich eigentlich in Düsseldorf laufen wollte, zum Sporttreiben vor die Tür, renne ich die 42 Kilometer einfach für mich, nur mit meiner GPS-Uhr als Zeit- und Distanzmesser.“ (Niclas Bock)

Wäre das für euch auch eine Option? Lasst es uns wissen!


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Einige Läufe bieten auch die Möglichkeit virtuell an den Start zu gehen. Z.B. http://www.ossiloop.eu Eine tolle Abwechslung und Alternative. 👍

Halo ihr lieben!
Ist euch vielleicht damit geholfen, wenn man sämtliche Event um ein Jahr verschieben könnte und die Startgelder mit übernehmen würde. Dann haben die Läufer kein Geld verloren und vielleicht eine Freude auf nächstes Jahr. Also ich wäre dafür, sofern ich mich, sowieso wieder angemeldet hätte. Liebe Grüße Daniela

Hallo Daniela,
vielen Dank fuer deinen Kommentar. Ja, die Idee ist natuerlich gut, denn wie du schon richtig gesagt hast: dann ist sowohl den Lauefern als auch den Veranstaltern geholfen. Allerdings wuerde das voraussetzen, dass jeder Teilnehmer auf die Rueckerstattung verzichten wuerde, was wohl kaum umsetzbar ist, denn gerade jetzt ist der ein oder andere Teilnehmer vielleicht nicht in der Lage, auf Geld zu verzichten. Letztendlich sollte sich jeder, dessen Lauf abgesagt wurde, bei seinem Veranstalter informieren, was es fuer Loesungen gibt, und welche fuer beide Seiten die beste ist.
Liebe Gruesse und bleib gesund, dein RUNNERS POINT-Experten-Team

Hallo Julian,

vielen Dank fuer deinen Kommentar. Das ist wirlich eine gute Alternative! Schoen, dass du diese Idee mit uns geteilt hast.

Viel Spass beim Laufen! Bleib gesund, dein RUNNERS POINT-Experten-Team

Mein geplanter sechs Stundenlauf in Herne ist wieviele andere Laufveranstaltungen abgesagt worden. Der Veranstalter hat angeboten das man sich die Gebühren ganz oder teilweise zurück überweisen lassen kann. Ich habe mich dazu entschlossen es nicht zu machen da im Vorfeld so einer Veranstaltung schon viel organisiert und bezahlt werden muss.Was schön wäre wenn Veranstalter bei einem Überschuss das Geld spenden würden
Lg Jörg

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