Vor knapp einem Jahr hat New Balance mit dem 980 einen Laufschuh auf die Strecke gebracht, der mit einer neuen Zwischensohlentechnologie überraschte: Fresh Foam. Jetzt geht mit dem Boracay der Nachfolger an den Start. Wir haben uns den Neuling genauer angeschaut.

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New Balance Boracay

Die Fresh Foam-Technologie

Die Sohlenstruktur sieht nicht nur interessant aus, sie kann auch wirklich was! New Balance hat per Computer das Laufverhalten vieler Läufer analysiert und einen neuen Sohlenaufbau errechnet, der sechseckige Strukturen aufweist. Während die nach innen gewölbten Strukturen für die Dämpfung zuständig sind, wirken die nach außen gewölbten Hexagons stabilisierend. Kleinere Elemente sorgen in der Außensohle für höhere Flexibilität und die größeren für eine gleichmäßige Druckverteilung. So weit zur Grundlage – denn jetzt ist mit dem New Balance Boracay der Nachfolger des Modells 980 am Start. Und bei ihm hat sich New Balance von seinen Zahlenkombinationen zur Namensgebung abgekehrt. Das ist allerdings nicht die einzige Änderung.

Der erste Eindruck

Beim ersten Blick auf den neuen New Balance Fresh Foam Boracay fällt das überarbeitete Obermaterial auf. Der Vorgänger saß bei mir persönlich schon sehr gut am Fuß, aber anscheinend bestand hier noch Optimierungsbedarf. Und was soll ich sagen – da hat New Balance einen sehr guten Job gemacht. Denn das neue Obermaterial umschließt meine Füße noch individueller, ohne sie einzuengen. Aber keine Angst – zu einem Sofa wird der Boracay nicht. Er sieht zwar auf den ersten Blick nach mehr Gewicht aus – überrascht aber dann wie sein Vorgänger durch seine Leichtigkeit. Der gepolsterte Fersenkragen trägt ebenfalls zum Tragekomfort bei. Grandios finde ich die Art und Weise, mit der die Zunge am Obermaterial fixiert ist. Hier drückt nichts, nichts stört in der Abrollbewegung. Womit wir schon beim Laufen sind! Wie läuft er sich denn so?

IMG_2216Peter ist Mittelfußläufer und von der flachen Bauweise begeistert (der Boracay hat eine geringe Sprengung von nur 4mm). Sie begünstigt nämlich seinen Laufstil und mit der Kombination aus Flexibilität und Torsionssteifigkeit greift der Schuh nicht in seinen natürlichen Bewegungsablauf ein. 30km und mehr sind mit dem Modell kein Problem, er ist so komfortabel, dass Ermüdungserscheinungen lange auf sich warten lassen. Auch Tempoverschärfungen vom langsamen Dauerlauf bis zum Zielspurt meistert der Boracay mit Bravour.

Ich bin schwerer als Peter und laufe eher über die Ferse. Aber auch mich hat der Fresh Foam Boracay in seinen Bann gezogen. Er ist nicht nur dynamisch und flexibel – er überzeugt auch mit hohem Komfort, was Dämpfung und Passform betrifft. Bei all diesen Eigenschaften wirkt er nicht schwammig oder indirekt. So wird er für mich zum Kilometerfresser, der bei jeder Einheit unabhängig vom Tempo begeistert.

Für die Schnellen: New Balance Fresh Foam Zante

Und für alle, die mehr auf Tempo stehen, es noch direkter mögen und die ein paar Gramm beim Laufschuh sparen wollen, hat New Balance zum Frühjahr einen leichteren Trainings- und Wettkampfschuh neu im Sortiment: den Fresh Foam Zante.

IMG_0336Er hat zwar 2mm mehr Sprengung als der Boracay – ist aber mit einer flacheren Zwischensohle ausgestattet, die ihn noch direkter und straffer macht. Im Fersenbereich ist er recht komfortabel, aber in der Abdruckphase ist er sehr dynamisch und du spürst sofort einen direkten Bodenkontakt. So weißt du zu jeder Zeit, was unter deinen Füßen abgeht und bist bereit für die nächste Tempoverschärfung. Unsere Kollegin Tabitha liebt den Schuh, weil er auf kurzen und langen Strecken ein leichtes, schnelles und zuverlässiges Gefühl gibt. Auch die 33,33 Kilometer auf Sylt hat der Zante super mitgemacht.

Um das Sortiment komplett zu machen, bekommst du von New Balance auch ein Fresh Foam Modell mit einer gröberen Sohle – nämlich den 980 Trail, mit ihm kannst du auch unbefestigte Wege meistern.

 


Kategorien : Equipment Schuhe


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