Mit dem Herbst fängt auch für viele die „Erkältungssaison“ wieder an. Draußen ist es nass, kalt und windig und schnell hat man sich einen fiesen Schnupfen eingefangen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du dem vorbeugen – wir geben dir Tipps, wie du gesund durch die kalte Jahreszeit kommst. 

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 von Tabitha

Ich war Jahrelang ständig erkältet, sobald die kalte Jahreszeit begann kamen mit ihr auch Schnupfen, Husten und Co. Doch wie kann man sich am Besten vor Infekten schützen und wie geht man mit kranken Kollegen und den ständigen Müdigkeitserscheinungen um? Ich habe vieles ausprobiert, Experten befragt und Untersuchungen studiert um endlich die beste „Waffenrüstung“ gegen die Viren und Bakterien zu finden. Was dabei rausgekommen ist und welche Tipps und Anregungen wirklich helfen, das erfahrt ihr hier.

Funktioniert unser Abwehrsystem?

Ein gut funktionierendes Immunsystem ist wie eine starke Mannschaft – nur wenn alle „Mitspieler“ einen guten Job machen, bleiben wir gesund. Beim Abwehrsystem des Körpers gegen Krankheitserreger spielen sowohl Haut- und Schleimhäute als auch Organe eine wichtige Rolle. Die Lymphknoten sind zum Beispiel der Filter und Entsorger von Erregern. Die Milz ist unter anderem in der Lage, „Gifte“ die nicht entsorgt werden können einzulagern und die Mandeln reagieren frühzeitig auf Krankheitserreger die durch Mund oder Nase in den Körper gelangen. Und auch der Darm leistet eine enorm wichtige Aufgabe fürs Immunsystem, denn etwa 80% aller Abwehrzellen sind hier zu Hause. Daher ist es so wichtig, den gesamten Körper zu stärken – und das kriegen wir hin indem wir auf folgende Punkte achten:

9 Tipps zur VorbeugungObst und Gemse

1. Das richtige „Benzin“ für deinem Körper

Unsere Ernährung ist extrem ausschlaggebend, denn sie bestimmt, ob unser Körper den richtigen „Stoff“ zum Funktionieren bekommt. Daher sollten wir bewusster darauf achten, Lebensmittel zu kaufen, die unser Immunsystem stärken. Diese erkennt man an einem hohen Gehalt an Vitamin C, A, E, Zink, Selen, Omega-3-Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen. Beeren, Kohlsorten, Paprika und Broccoli sind genau wie Nüsse, Knoblauch, Seetang und Spirulina tolle „Kraftstoffversorger“ für unser Immunsystem. Spirulina ist eine übrigens eine nährstoffreiche Blaualge.

2. Den Darm stärken

Vor allem wer kürzlich Antibiotika eingenommen hat, muss dringend die dadurch geschädigte Darmflora aufbauen. Wer etwas Gutes für sein Immunsystem tun will, sollte Kaffee, Zucker und Alkohol, Zuckeraustauschstoffe und Weizenprodukte, Fertigprodukte, Limonaden und Frittiertes meiden. Probiere es mal aus! Natürlich kann man auch Probiotika zu sich nehmen, um den Darm zu stärken.

3. Propolis

In der Imkerei entsteht ein Naturprodukt, das in meinem Haushalt ganzjärhlich zu finden ist: Propolis. Dieses „Kittharz“ der Bienen enthält Zink, Eisen, Silizium, Kupfer, Vitamine, Öle mit pilztötendem Effekt und ganz wichtige Flavonide. Diese sind es auch, welche gegen Entzündungen und antiviral wirken. Es gibt mitlerweile alle möglichen Formen und Produkte – ich kann die flüssige Version empfehlen – und nehme 10 Tropfen 3-4 mal am Tag, wenn der Hals kratzt oder ich mich schlapp fühle. Propolis soll die körpereigene Abwehr stärken, aber auch die Verdauung regulieren und Verletzungen lindern.

4. Frische Zitrone und Zink als GesundheitswächterTabitha_tee3

Holundersaft mit echter, frisch gepresster Zitrone sollte mit warmem (aber nicht zu heißem) Wasser zubereitet werden. Denn die Vitamine und Enzyme der Zitrone werden sonst zerstört. Übrigens hilft die Zitrone nicht nur mit ihrem Vitamin C, sondern stärkt ein basisches Milieu im Körperinneren – so werden Viren und schädliche Bakterien in Schach gehalten. Auch Zink ist ein tolles Hilfsmittel, denn es reduziert Dauer und Stärke einer Erkältung. Am besten Zink-Histidin einnehmen – aber auch hier gilt es, das richtige Maß zu nehmen. Mehr als 100 mg pro Tag sind schädlich.

5. Das richtige Maß an Bewegung

Sport schützt vor Erkältungen – solange wir es nicht übertreiben. Laut Experten sind mittlere Ausdauereinheiten um die 30 bis 40 Minuten zweimal pro Woche ideal. Bei Fieber oder Halsschmerzen sollte man nicht zum Training gehen. Harte Intervalle und intensive Einheiten bis zur Erschöpfung schwächen die körpereigene Abwehr. Egal wie wir an nass-kalten Tagen trainieren – bloß nicht aus Stolz lange in der Kälte verharren und quatschen, sondern schnell ins Warme, ab unter die Dusche und rein in trockene Klamotten. Denn die halbe Stunde nach der Anstrengung ist das Zeitfenster, in dem das Immunsystem sehr angreifbar ist.

6. Schutz von Nase, Mund und Händen

90 Prozent aller Krankheitserreger kommen über die Hände in unseren Körper. Eigentlich ist das kein Wunder – wir berühren ja ständig Türklinken, Bustüren oder andere viel angefasste Gegenstände. Da wir uns rund 400 mal am Tag an Nase, Augen oder Mund fassen, haben die Keime einen schnellen Zugang. Vielleicht schüttelt mein HNO-Arzt deshalb keine Hände mehr zur Begrüßung. Sein Rat zur Vorbeugung von Erkältungen und Grippe:

  • regelmäßige Nasendusche mit lauwarmen Wasser und Nasenspül-Salz
  • sich immer nach dem Niesen, Schnäuzen, sowie vorm Essen und wenn man nach Nachhause kommt 20 bis 30 Sekunden lang mit Seife und warmen Wasser die Hände zu waschen. Nach dem Toilettenbesuch, nach einer Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder nach einer Begegnung mit kranken Personen ist das Händewaschen selbstredend Pflicht.
  • Viel Wasser trinken, am Besten ohne Kohlensäure

Übrigens sind Bürogegenstände wie Telefone und Co keine so schlimmen Virenschleudern wie wir oft denken – nach 24 Stunden sind Keime von trockenen Flächen verschwunden.

7. Auftanken und Abtauchen

Alles was uns zur Ruhe kommen lässt senkt das Stresshormon Cortisol und stärkt das Immunsystem – am Wichtigsten ist natürlich ausreichend Schlaf. Aber auch Meditation stärkt laut Untersuchungen unsere Immunabwehr, reduziert Erschöpfungszustände und senkt den Blutdruck. Mindestens zweimal pro Woche sollte man eine halbe Stunde meditieren. Auch sehr hilfreich zur Stärkung der Krankheitsabwehr sind regelmäßiges Kneippen und Saunabesuche. Vor allem die Kneippgüsse sollen die Zahl bestimmter Abwehrzellen ansteigen lassen. Wechselgüsse können wir übrigens auch einfach zu Haue mit täglichem Heiß-Kalt-Duschen durchführen!

8. Mangel beheben

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Früher war ich dauernd erkältet und wusste nicht, dass es an meinem Vitamin D-Mangel lag. Mittlerweile zeigen viele Untersuchungen, dass die Häufigkeit von Atemwegsinfekten mit einem Vitamin D-Mangel einhergeht. Aber wer will bei Minusgraden 15 – 30 Minuten im Bikini auf den Balkon verbringen um die wichtigste UV-Strahlung als Quelle zur Bildung von Vitamin D zu nutzen? Ich nicht… Alternativen bieten bestimmte Röhren in guten Sonnenstudios – oder (was ich bevorzuge): Vitamin D als Präparat einnehmen – am Besten nach Absprache mit einem guten Arzt und der Prüfung des Spiegels im Blut für die genaue Dosierung. Ich lasse im Herbst immer meinen Spiegel testen und nehme dann eine genau abgestimmte Vitamin D-Kur. Seitdem ich so vorgehe, bin ich nicht mehr so oft erkältet. Für das Stimmungshormon Serotonin gehen wir laufen und sammeln dabei zumindest im Gesicht ein bisschen Sonne. In der Nahrung findet sich Vitamin D nur in kleinen Mengen, Hering, Aal und Leber sind hier noch die besten Versorger.

9. Vier schützende Helfer am Abend und Morgen

  • Bevor ich ins Bett gehe, reiße ich einmal das Fenster für 2 Minuten ganz auf, um mich mit einer extra Portion Sauerstoff zu versorgen.
  • Eine heiße Milch mit Manukahonig oder Mandelpulver und echter Vanille am Abend gehören dreimal pro Woche zur Wintertradition.
  • Außerdem nutze ich regelmäßig weißen Tigerbalm oder japanisches Heilpflanzenöl – und gebe ein wenig auf die Wangenknochen und etwas mehr unterhalb des Schlüsselbeins. Allergiker sollten hiermit aber vorsichtig sein.
  • Am Morgen esse ich ein kleines Stück rohen Ingwer – das schmeckt nicht besonders, aber hilft super!

Kategorien : Ernährung Gesundheit


Im prinzip…
kann man da eigentlich nur die „normalen“ tips geben:
– viel frische luft, spaziergänge
– tageslicht
– gesunde, ausgewogene ernährung – mangelerscheinungen (eisen, vitamine,..) vermeiden
– sport, kondition und belastbarkeit trainieren
– genügend schlaf
– rauchen, alkohol am besten vermeiden oder einschränken
– evtl. zur abhärtung: sauna, wechselduschen,…
– sich auch ruhe- und erholungszeiten gönnen, übrmäßigen stress vermeiden, auch evtl. mal in erwägung ziehen, ob es irgendwelche enormen psychischen belastungen gibt, die man evtl. mit nem therapeuten aufarbeiten kann

und wenns wirklich übermäßig schlecht mitm immunsystem sein sollte: mal nen grosses blutbild beim arzt machen lassen, ob irgendwo ein mangel besteht,
ausserdem besteht bei absoluten immunschwächen die möglichkeit einer eigenbluttherapie, mal beim hausarzt erkundigen…

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