Als Läufer ist unsere Haut häufig der Sonne ausgesetzt. Wie funktioniert eigentlich das größte Organ des Menschen, wie schützen wir es am besten und was bedeutet eigentlich die Angabe UPF bei Lauftextilien?

_AF_2781Fast zwei Quadratmeter Oberfläche besitzt das größte Organ unseres Körpers – die Haut. Sie ist für eine ganze Reihe, teils lebenswichtiger Funktionen zuständig. Denn sie ist die erste Barriere, die Krankheitserreger, Hitze und Kälte, Sonnenstrahlen und Co. überwinden müssen, um in unseren Körper zu gelangen. Dank ihr und den Millionen von Nervenzellen in ihr können wir Temperaturen fühlen, Gegenstände ertasten und Schmerzen spüren.

Der Körper – arbeiten im Schichtbetrieb

Unsere Haut besteht aus insgesamt drei Schichten:  Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und Unterhaut (Subkutis). Die nur 0,1mm dünne Oberhaut ist mit ihrer Hornschicht der erste Schutz und erneuert sich etwa alle 4 Wochen vollständig. Deutlich dicker ist die Lederhaut, in der sich Blutgefäße und auch die Nervenzellen befinden. Talg- und Schweißdrüsen sowie das Fettgewebe als Kälteschutz befinden sich in der Unterhaut.

Zum Einmaleins der Hautpflege gehört neben der täglichen Reinigung auch die Tatsache, dass alle Hauttypen Feuchtigkeit benötigen. Denn trockene Luft aus Klimaanlagen, Staub und Sonne trocknen sowohl normale, als auch fettige und empfindliche Haut aus.

Und wer es noch nicht wusste: Stress und Schlafmangel schlagen sich auch auf der Haut nieder. Sportliche Belastungen verlangen besonders unseren Füßen mehr ab. Da steht Fußpflege (z.B. FootDoc) im Vordergrund.

Das Kühlsystem des Körpers

Haut - SchwitzenUnser Schweiß hat einige wichtige Aufgaben. Er ist sowohl für die Kühlung als auch für den Säureschutzmantel zuständig. Was beinhaltet denn eigentlich unser Schweiß? Hauptbestandteil ist Wasser, zudem sich auch noch Salz (Natriumchlorid), Ammoniak, Harnsäure, Harnstoff und andere Mineralien gesellen. Einige unserer etwa 4 Millionen Schweißdrüsen produzieren sogar Düfte.

Treiben wir Sport, dann zirkuliert das Blut in unserem Körper schneller. Dabei entsteht Wärme, die in Richtung Haut transportiert wird, wo die Schweißdrüsen sitzen. Diese produzieren den Schweiß, der auf der Oberfläche der Haut verdunstet und unseren Körper durch die Verdunstungskälte kühlt. Eine ziemlich clevere Klimaanlage, die unser Körper da hat.

Die Sonne und du – eine flammende Leidenschaft

Die Sonne wirkt positiv auf uns und unseren Körper: Unsere Abwehrkräfte und unser Wohlbefinden werden gesteigert, Kreislauf, Stoffwechsel und Durchblutung angeregt. Zu viel Sonne bedeutet allerdings schnelle Hautalterung und schlimmstenfalls Hautkrebs. Dies liegt an der ultravioletten (UV-)Strahlung der Sonne. Die UV-A-Strahlung verursacht nicht den Sonnenbrand, aber schädigt die kollagenen Fasern in den tieferen Hautschichten. Dies führt zu Faltenbildung durch Elastizitätsverlust. Nur bis in die Oberhaut dringt die UV-B-Strahlung – sie ist für den Sonnenbrand in seinen unterschiedlichsten Intensitäten verantwortlich, aber auch für die Bildung des Pigments Melanin. Durch dieses Pigment erhalten wir unsere Hautbräunung. Unser Körper braucht die UV-B-Strahlung zur Vitamin D Herstellung und dieses ist wiederum wichtig für die Gesundheit.

Haut und UV - SonneWie gut Kleidung uns vor UV-Strahlung schützt hängt von deren Dichte, dem Fasermaterial und dem Farbstoff sowie der Farbtiefe ab. So lässt ein weißes Baumwollshirt ca. 10% UV-Strahlung durch – dies liest sich zwar schon ganz gut, ist aber immer noch ein recht hoher Wert. Im nassen Zustand oder bei eng anliegender Kleidung ist der UV-Schutz noch geringer! Baumwolle, Leinen oder Viskosestoffe bieten eher einen kleinen Schutz. Auf Platz 2 beim UV-Schutz liegen die Materialien Nylon, Wolle oder Seide. Die Nummer 1 im UV-Schutz der Fasern ist aber Polyester.

Die Angabe UPF (UltravioletProtectionFactor) findet sich bei vielen Textilien und gibt den Schutzfaktor an. Ein Stoff der zum Beispiel mit UPF 20 ausgezeichnet ist, lässt nur ein Zwanzigstel der UV-Strahlung durch – also 5 Prozent. Experten empfehlen vor allem für sensible Hauttypen einen UV-Schutzfaktor von UPF 40 oder höher. Viele Hersteller bieten mittlerweile Lauftextilien mit UV-Schutz bis UPF50 an, damit kannst du im Hochsommer oder in den Bergen besser geschützt trainieren.


Kategorien : Gesundheit


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