Springen, rennen, klettern, kriechen – auch wenn der Spaßfaktor extrem hoch ist, ist ein Hindernislauf ist kein Spaziergang! Wir geben dir Tipps, wie du dich auf einen Obstacle Run vorbereiten kannst. 

Strongman Run

So ein Hindernislauf („Obstacle Run“) ist schon etwas anderes als ein Volkslauf oder ein Halbmarathon. Da versperren auf einmal Strohballen oder Schlammgruben den Weg, da ist die Strecke mit Autoreifen gepflastert oder meterhohe Mauern ragen vor dir auf. Läufe wie der Strongman Run, Mud Masters, Tough Mudder oder Spartan Race boomen seit einigen Jahren.

So manchen mag das vielleicht wundern, denn so ein Lauf ist vor allem eins: Ziemlich matschig! Aber das ist genau das, was die meisten Teilnehmer so richtig feiern. Sich so richtig hemmungslos „einzusauen“ macht eben einfach Spaß! Das beweisen die vielen schmutzigen aber glücklichen Gesichter, die einem in so einem Rennen auf der Strecke und im Ziel begegnen. Keiner geht schließlich bei so einem Lauf an den Start, um die Ziellinie genauso sauber wieder zu überqueren wie die Startlinie – obwohl das sicher auch mal eine Herausforderung wäre… Trotz hohem Spaßfaktor ist so ein Lauf aber eine echte sportliche Herausforderung. Eine gute Grundlagenausdauer im Laufen ist hier sicher von Vorteil, aber es wird noch einiges mehr von dir gefordert.

Wenn du einen Obstacle Run in deinem Laufkalender stehen hast, geben wir dir hier ein paar Tipps, wie du zwar nicht sauber, aber dafür glücklich über die Ziellinie kommst!  

Fordere Körper und Geist bereits im Training

Um dich auf die Herausforderungen der Hindernisse bei solchen Adventure Runs vorzubereiten ist es wichtig und sinnvoll, auch im Training andere Wege zu beschreiten – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wenn du deine angestammten Laufrunden verlässt und abseits deiner normalen Pfade unterwegs bist, schaffst du eine willkommene Abwechslung für deinen Körper und deinen Geist. Also einfach mal in ein Waldstück oder auf ein Feld abbiegen – aber vielleicht nicht dann, wenn der Bauer es gerade beackert! Denk aber dran, dass deine Füße und deine Gelenke nicht an die Belastung des unbekannten Untergrunds gewöhnt sind und lasse es auf jeden Fall langsam angehen. Nimm dir also etwas Zeit, um deinem Körper die Chance zur Anpassung zu geben.

Baumstämme heben, Steine schubsen – probiere Ungewöhnliches

Wir Läufer laufen gerne – und vergessen dabei manchmal auch die Abwechslung. Doch jetzt ist dies ganz wichtig! Denn sowohl die Einbindung des Lauf-ABCs in dein Workout, ein Besuch im Fitnessstudio oder ein Intervalltraining bringen dich weiter voran. Kniebeugen, Sit-ups, Liegestütze – all dies darf in deinem Trainingsplan nicht fehlen, damit du fit für den anstehenden Hindernislauf bist. Denn hier sind nicht nur kräftige Beine gefragt – für die eine oder andere Kletterpartie auf der Strecke sollten auch die Arme gut trainiert sein. Gerne darfst du dafür auch Hilfsmittel nutzen. Eine Parkbank z.B. macht Liegestütze leichter oder schwerer – je nachdem, wo deine Füße aufliegen – und ein Sandsack oder ein Baumstamm auf den Schultern bringen die Kniebeugen auf das nächste Level. Und wenn du einen Kinderspielplatz oder einen Trimm-Dich-Pfad in deiner Nähe hast, dann dürften auch diese Orte in Zukunft auf deiner Liste stehen.

Zusammen stark sein – im Team geht alles leichter

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Teamwork ist bei den Hindernisrennen ein wichtiger und nicht zu vernachlässigender Faktor. Denn sicher kannst du dich als Einzelkämpfer durchbeißen, aber wenn du vor einer vier Meter hohen Mauer oder Wand stehst, dann kann eine helfende Hand durchaus von Vorteil sein. Und wenn du mit deinen Freunden, deinen Kollegen oder sogar deiner kompletten Mannschaft an den Start gehst, dann seid ihr sicher motivierter und der Spaßfaktor erhöht sich um ein Vielfaches. Auch das Training lässt sich leichter zusammen durchziehen, da so eine Gemeinschaft Verbindlichkeiten schafft.

Wann steht denn dein erster oder nächster Obstacle Run auf dem Plan? Und was trainierst du speziell dafür? Lass es uns wissen!


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Kategorien : Trainingstipps


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