Du bist regelmäßig auf deiner Laufstrecke unterwegs oder trainierst im Fitnessstudio und nimmst trotzdem nicht ab? Laufexpertin Tabitha zeigt dir mögliche Gründe auf, die dich trotz ausreichend Bewegung ausbremsen können.

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von Tabitha

Eigentlich ist Laufen doch eine super „Diät“ – der höhere Energieverbrauch zeigt sich schnell auf der Waage. Solange die Willenskraft stark genug ist, purzeln die Pfunde – doch leider folgt danach oft der Jojo-Effekt und die Kilos kommen zurück, genau wie die Unzufriedenheit. Warum das Abnehmen manchmal nicht gelingt und wie du doch (Abnehm-)Erfolge feiern kannst, das erfährst du hier.

10 Gründe warum du nicht abnimmst – und Tipps für dauerhaften Erfolg

1. Weil du Laufen als Diät benutzt hast

Du kannst noch so viel laufen, wenn du dir abends 2 Pizzen, Eis und eine Tafel Schokolade reinhaust, wirst du nicht abnehmen. Es ist eine Sache der Bilanz: um abzunehmen müssen wir weniger Kalorien aufnehmen als wir „verbrennen“. Eine Zeit lang ist das mit viel Willenskraft machbar und zeigt kurzfristigen Erfolg – leider führt diese Lebensweise zu einer Sparmodus-Reaktion im Körper, der Stoffwechsel wird abgebremst, die Kilos kommen wieder. Laufen ist ein optimaler Abnehm-Turbo, viele Kalorien werden zusätzlich verbrannt und die tägliche Bilanz ist gut steuerbar. Aber wenn nicht dauerhaft ungünstige Lebensgewohnheiten in Angriff genommen und neue Trainingsreize gegeben werden, bleibt langfristiger Erfolg aus.

2. Weil Laufen nicht reichtnochmehrlaufen

Wenn du immer im gleichen Tempo die gleiche Runde läufst und das gleiche Essen isst – dann passiert irgendwann nicht mehr viel in deinem Körper. Unser Körper passt sich schnell an. Um neue Erfolge zu erleben sind immer auch neue Impulse notwendig. Also bringe Abwechslung und verschiedene Intensitäten in deinen Trainingsalltag und gebe ihm spätestens nach 3 Wochen neue Reize. Intervalle sind zum Beispiel ein super Fatburner. Sehr viel Spaß und großen Erfolg bringt auch Laufen in Kombination mit einem Zirkeltraining: Laufe 30 Minuten mit 3 kleinen Sprints, dann folgen z.B. 6 verschiedene Bauchübungen, die du viermal hintereinander durchführst, 45 Sekunden pro Übung.

3. Weil es Bremsfaktoren gibt

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion läuft der Körper auf Sparflamme – das Abnehmen ist schwerer. Auch andere hormonelle Störungen haben einen Einfluss auf das Gewicht. Nur bei einem ausgeglichenen Hormonspiegel funktioniert auch die richtige Verteilung der Fettreserven. Wie man durch Entzündungsprozesse „ausgebremst“ werden kann, zeigen einige Lebensmittel-Unverträglichkeiten. Auch eine „angegriffene“ Darmflora, Mangel an Ballaststoffen und einige Medikamente können das Abnehmen erschweren. Wer viele Fertiggerichte isst, nimmt Glutamat auf – einen Geschmacksverstärker, der den Appetit steigern und das Sättigungsgefühl lahm legen soll. Hör in und auf deinen Körper und beobachte, was ihm gut tut.

4. Weil du zu viel (vom Falschen) trinkstTrinken

Alkohol enthält viele Kalorien und hemmt den Fettabbau. Bier am Abend, Wein zum Essen – manche merken gar nicht, wie sie sich mit diesen Getränke einen Strich durch die Rechnung machen. Übrigens lohnt es sich auch bei gesund aussehenden Schorlen, Säften, Smoothies und anderen Leckereien wie Kaffee-und Milch-Getränken auf die Verpackungen zu schauen. Oft sind diese nicht viel besser als Limonaden, was künstliche Zusätze und Kalorien betrifft.

5. Weil du dich selbst betrügst

Experimente aus der Ernährungsberatung zeigen, dass wir uns meist selbst veräppeln, wenn es um die tägliche Kalorienaufnahme geht. So nehmen wir oft nur 60% von dem wahr, was wir über den Tag verteilt so zu uns nehmen. Die kleinen Snacks, die wir ganz nebenbei „rein schieben und runter spülen“ verdrängen wir schnell. Was hilft ist Buch zu führen – und die regelmäßigen „Fettnäpfchen“ ausfindig zu machen. Extrem bewährt hat sich das 3 Mahlzeiten-Konzept (Frühstück, Mittagessen, Abendbrot – keine Zwischenmahlzeiten). Dadurch können sowohl Übergewicht, als auch Konzentrationsprobleme und Magenbeschwerden (langfristig!) reduziert werden. Durch die Gewöhnung an Pausen zwischen den Mahlzeiten stellt sich ein tolles Körpergefühl ein. Der ganze Apparat ist entlastet und arbeitet effektiver.

6. Weil du Dickmacher übersiehst

Besonders leicht zu übersehende Dickmacher sind Fertigprodukte, die auf den ersten Blick gar nicht so „gefährlich“ aussehen – beispielsweise Salatsoßen, Müslis und verschiedenste Sorten von Desserts. Die haben oft auch Produktnamen, die gesundheitsfördernd klingen. Besser: Salatsoßen, Müsli und Desserts selber machen, das dauert gar nicht lang, ist viel gesünder und schmeckt auch. Leider haben wir uns oft an bestimmte Geschmacksverstärker und Aromen gewöhnt und brauchen eine Zeit, bis unsere Geschmacksnerven wieder „auf dem richtigen Nenner“ angekommen sind – gib dir die Zeit, nach 2 Wochen bekommst du bei einer natürlichen Ernährungsweise ein ganz neues Geschmacksniveau und wirst es lieben

7. Weil du das Fettverbrennungs-Hormon Leptin nicht kennst

Leptin hemmt das Auftreten von Hungergefühlen und spielt so eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Fettstoffwechsels. (Menschen, die sehr schwer abnehmen, haben oft eine Leptin-Resistenz.) Wichtig für alle, die viel und gerne Obst essen und davon nicht satt werden: Normalerweise meldet Leptin dem Hirn, dass genug Kalorien aufgenommen wurden und der Sättigungszustand da ist, doch bei Fruchtzucker wird das Leptin „ausgeschaltet“ – und so essen wir schnell viel zu viel. Gerade fruchtzuckerreiches Obst sollte daher nicht zu oft gegessen werden.

8. Weil du dich stresstLaufen mit Musik

Wenn wir gestresst sind produziert unser Körper ein Hormon (Cortisol), das dafür sorgt, dass unser Körper reichlich Fett speichert, selbst wenn wir nicht mehr essen als sonst. Wenn du alles perfekt machen willst oder glaubst alles machen zu müssen, dann bremst du dich selbst aus. Tipp: Aktiv entspannen und sich von übertrieben Ansprüchen trennen.

9. Weil du dich selbst ausbremst

Wenn du chronisch nicht genug Schlaf bekommst, befindest du dich in einem Stresszustand, der zur Fetteinlagerung führen kann. Übrigens braucht unser Körper in Stressphasen mehr Magnesium; reicht die Versorgung nicht, kann auch so der Stoffwechsel gestört werden. Wer chronisch müde ist, sollte also dringend seine Lebensweise überdenken und ändern.

10. Weil dir der Genuss wichtiger ist, als der Traumbody

„Ganz ehrlich – ich bin lieber zu dick, als dass ich schlank bin, aber keinen Spaß mehr habe!“ Diesen Spruch höre ich öfter. Aber ich bin fest überzeugt, dass ein gesundes Leben nicht Freudlosigkeit und totalen Verzicht bedeutet, sondern dass die richtige Mischung aus Frische, Grenzen und Abwechslung viel mehr Spaß macht, man sich besser fühlt und für alle Lebensbereiche mehr Power hat. Letztendlich ist aber alles eine Sache von Prioritäten. Es hilft, dich selbst zu fragen, was dir wirklich wichtig ist und wie du sein bzw. werden willst – und dann lebe dementsprechend und vergiss nicht, alles mit einer Prise Humor zu sehen, denn der senkt den Stresspegel und hilft so ja auch ein bisschen bei der Fettverbrennung.


Kategorien : Ernährung Gesundheit


Zu 7: Menschen die sehr schwer abnehmen haben in aller Regel ziemlich schlechte Ernährungsgewohnheiten (zu oft und zu viel essen) und werden dadurch Leptin-resistenter. Das kommt aber in aller Regel durch das Verhalten und nicht durch Gene/Krankheit/sonstwas.

Die eigentliche Aussage ist also: Du hast dein Hungergefühl verlernt, iss weniger Zucker und einfache Kohlenhydrate und sei gefasst, dass das eine schwere Umstellung wird. Aber du kannst das schaffen, wenn du dran bleibst.

Sport zum Abnehmen ist Unfug, weil man durch die sportliche Betätigung …

a) wieder ein Hungergefühl bekommt
b) die Knochen und Gelenke zu sehr am Eigengewicht des Körpers leiden
c) bei Entlastung derselbigen beispielsweise auf einem Trainer dafür wieder der Herzmuskel zu sehr beansprucht wird und Schaden nehmen kann.

Wer etwas anderes behauptet hat sich von den Fachkräften im Fitness-Center oder anderswo umerziehen lassen oder ist mit sich selbst überfordert.

Die Trennkost-Lüge / Die brutale Wahrheit über das Abnehmen
https://aufgewachter.wordpress.com/2015/03/01/die-trennkost-luge-die-brutale-wahrheit-uber-das-abnehmen/

P.S.: Man kann auch kein Fett in Muskeln umwandeln. Das kann höchstens nur einer, der mal Wasser in Wein verwandelt hat 🙂

Eine Fastenzeit ist ebenso ein völliger Unfug, weil….
A) viele das nicht lange durchhalten.
B) wegen A viele dadurch einen Jojo-Effekt erleben.

Wenn man sich das Ziel setzen würde für einen Halbmarathon, oder Marathon zu trainieren, dann ist es deutlich wahrscheinlicher dass man sein Leben umstellt, weil so etwas schafft man nicht von heute auf morgen. Kommt natürlich darauf an bei welchem Ausgangspunkt man sich befindet, aber von 0 weg (vorher nicht regelmäßig gelaufen) müssten die meisten wahrscheinlich zweidrei Jahre für einen Marathon trainieren (wenn man einen anständigen Trainingsplan hat), bis man wieder Knochen/Gelenke hat die so eine Belastung aushalten, bis man einen optimalen Stoffwechsel hat, bis man weiß wie man dafür effektiv trainiert (inkl. Ernährung)

Meine Knochen halten das nicht aus – für die meisten ist so eine Aussage eher eine bequeme Ausrede. Den meisten wird leider nie bewusst werden wie viel der menschliche Körper imstande ist auszuhalten.
Vor kurzem ist ein 95 Jähriger einen Marathon gelaufen und irgendwie ist es dann schon sehr peinlich wenn junge Leute mit so einer Ausrede daherkommen.
James Lawrence haben die meisten (darunter viele Experten) vor seinem Weltrekord auch gesagt dass kein menschlicher Körper 50 Tage lang täglich 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42 Kilometer Laufen aushalten kann – falsch gedacht. So nebenbei musste der täglich 7000 Kilokalorien zu sich nehmen, damit er kein Gewicht verliert.

Man muss ja nicht unbedingt laufen. Man kann ja auch regelmäßig spazieren gehen, oder wandern, weil ich hab selten bei Wanderstrecken jemanden mit Kartoffel-Chips, Cola, Schokolade….gesehen. Man kann es auch so sehen, viele sitzen zu viel vor der Klotze und naschen aus Langeweile. Viele Kinder werden so hochgezüchtet und man darf sich dann nicht wundern wenn sie einmal sagen – meine Knochen halten das nicht aus.
Du bis jedenfalls kein gutes Vorbild…..

Richtig!

Der Jo-Jo-Effekt läßt sich vermeiden, wenn man statt den Körper, den Geist so trainiert. Das Abnehmen fängt also im Kopf an. 😉

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