Wir sind mitten drin, in der Zeckensaison! Von März bis Oktober lauern die kleinen Vampire bevorzugt in Gräsern und Farnen und warten auf Läufer wie dich, um sich von dir im Vorbeilaufen abstreifen zu lassen. Was dann passieren kann und wie man sich vor Zeckenstichen schützt, erfährst du im Blog.

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(Bild: shutterstock)

Zecken  – und wie sie „arbeiten“

Zecken (lat. Ixodida) sind nicht wie häufig angenommen eine Insektenart, sondern eine Milbenart, die sich parasitär ernährt. Für ihre Blutmahlzeit benötigen sie einen Wirt. Das sind zwar in den meisten Fällen Wirbeltiere, aber auch wir Menschen werden gerne genommen. Die kleinen Blutsauger halten sich vornehmlich im Gebüsch und in hohen Gräsern auf und werden von ihren „Opfern“ im Vorbeilaufen abgestreift.

Für ihre „Nahrungsaufnahme“ bevorzugen die Achtbeiner gut durchblutete Körperpartien wie Achselhöhlen, Kniekehlen oder die Leistengegend. Sie verfügen über einen Stechrüssel mit Widerhaken, mit dem sie sich unter die Haut graben. Fälschlicherweise spricht man in diesem Zusammenhang von einem Zeckenbiss – in Wahrheit handelt es sich aber dabei um einen Stich.

Leider kann man sich nur gegen FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) – wird auch von den kleinen Vampiren übertragen – impfen lassen. Gegen die gefürchtete Borreliose gibt es leider noch keinen Impfschutz. Borreliose ist eine Bakterieninfektion. Die Bakterien werden durch einen Parasiten oder durch direkten Blutkontakt mit infizierten Lebewesen übertragen. Die Borrelien verbreiten sich im gesamten Körper, zerstören Gewebe und greifen Nerven an. 

Soll ich nur noch auf der Straße oder befestigten Wegen laufen?

Diese Frage kann ich für mich nur mit „Nein“ beantworten. Bei meinen Trailläufen in den letzten 10 Jahren war ich im Hunsrück, in den Alpen und auch im Sauerland unterwegs. Auf keinem dieser Läufe konnte sich einer dieser Parasiten an meine Ferse – oder sonst wo – heften. Mit ihrem Haller`schen Organ, mit dem sie Buttersäure und Ammoniak im Schweiß sowie Kohlendioxid riechen können, müssten sie doch auch mich erschnüffelt haben. Warum haben sich mich nicht erwischt? Hatte ich nur Glück? War ich vielleicht zu schnell?

Oder haben mich ein paar Tricks vor dem finalen Stich bewahrt?

Zecken Trail

Hier einige Tipps und Maßnahmen, die dich vor Zecken schützen:

  1. Hast du einen Lauf durch das Gelände geplant, dann reibe dich mit Insektenschutzmittel ein – es bietet dir zwar keinen 100%igen Schutz, reduziert aber die Gefahr gestochen zu werden.
  1. Trage die richtige Bekleidung! Lauftights und langarmige Runningsshirts liegen eng am Körper an und bieten so keine Schlupflöcher für die Sauger.
  1. Kompressionsstrümpfe sind schon lange keine Modeerscheinung mehr. Sie fördern nicht nur eine gute Durchblutung, sie sorgen auch dafür, dass du dein Blut mit niemand teilen musst.
  1. Einige Hersteller bieten mittlerweile Sporttextilien mit Insektenschutz-Technologie an – Informationen dazu findest du im Internet.
  1. Auf vielbelaufenen Trampelpfaden ist die Gefahr eines Zecken-Angriffes geringer als wenn du querfeldein unterwegs bist.

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  1. Suche nach deinem Lauf deinen Körper nach ungebetenen Gästen ab. Bitte deine Laufkollegen oder deine Familie, dich bei der Suche an nicht einsehbaren Stellen zu unterstützen. Eine Zecke braucht ca. zwei Stunden um sich durch unsere Haut zu bohren. Gehe also rechtzeitig auf die Suche.
  1. Bist du mit deinem Hund gelaufen, dann suche auch ihn nach Zecken ab. So kannst du verhindern, dass dein Vierbeiner erkrankt oder dass die Zecke ihren Wirt wechselt und sich bei dir einquartiert.
  1. Wenn du beim Laufen von einer Zecke gestochen wurdest, sollten du diese schnellst möglich entfernen. Beobachte die Wunde genau und suche umgehend einen Arzt auf, wenn sich die Stichstelle, rötet, schmerzt oder sie juckt.

Habt ihr noch Tipps zum Thema Zecken-Schutz? Dann gerne her damit!


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Kategorien : Rund um Sport, Fitness und Lifestyle


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