Momentan braucht es nicht viel, um ins Schwitzen zu kommen. Doch mit dem Schweiß verliert der Körper auch wichtige Mineralien, die schnell wieder auf die Haben-Seite müssen. Was beim Schwitzen passiert und wie ein Sportgetränk gemixt sein muss, um deine Speicher wieder aufzufüllen, erfährst du hier.

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Unser Körper – die Hightech-Klimaanlage

Je wärmer es ist, desto hochtouriger läuft unsere körpereigene Klimaanlage, um uns Kühlung zu verschaffen. Wir merken das dann daran, dass wir vermehrt schwitzen, denn der produzierte Schweiß verdunstet auf der Haut. Diese Verdunstungskälte kühlt uns runter, da der Umgebung Energie entzogen wird. Ganz schön clever!

Doch nur wer genügend Flüssigkeit im Körper hat, bei dem kann die ganze Maschinerie problemlos arbeiten. Möglicherweise ist es dir schon mal passiert, dass du an einem warmen Tag losläufst, ordentlich schwitzt, aber auf einmal merkst, dass dein Körper gar keinen Schweiß mehr produziert. Dann besteht die Gefahr der Überhitzung und das Training wird noch anstrengender. Also höre auf deinen Durst und nimm gegebenenfalls etwas zu trinken mit auf die Laufrunde – bei Läufen über 45 Minuten macht es Sinn, etwas dabei zu haben. Und achte darauf, 2-2,5 Liter am Tag zu trinken.

So individuell wie du – dein Schweiß

SportgetränkeAbhängig vom Klima, der Trainingsdauer und -belastung ist die persönliche „Schweißrate“ von Person zu Person verschieden. So heißt es zum Beispiel, dass trainierte Sportler weniger Mineralien über ihren Schweiß verlieren. Natrium, Chlorid, Kalium, Kalzium und Magnesium unterstützen das Immunsystem, sind wichtige Baustoffe für die Knochen und übertragen Nervenimpulse an unsere Muskulatur. Sie sind auch für die Muskelkontraktion zuständig und somit wichtig für Sportler. Hier einige ihrer Stärken:

Natrium: Natrium ist wichtig für den Wasserhaushalt und die Muskelkontraktion, große Verluste führen häufig zu Krämpfen.

Magnesium: Magnesium wirkt entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und krampflösend.

Kalium: Kalium spielt eine zentrale Rolle bei der Übertragung von Impulsen an Muskel- und Nervenzellen. Zusammen mit Natrium ist es wichtig für die Tätigkeit des Herzmuskels.

Kalzium: Kalzium bildet Hartgewebe und ist für Knochen und Zähne notwendig, außerdem ist es auch bei der Muskelarbeit, der Blutgerinnung und Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Das muss ein Sportgetränk können

Um seinen Zweck zu erfüllen, sollte ein Sportgetränk sowohl die verloren gegangenen Mineralien als auch Wasser für den Körper bereitstellen. Während Salze die Flüssigkeits- und Kohlenhydrataufnahme im Darm verbessern, gleicht Wasser den Flüssigkeitsverlust aus. Und es muss dich auch mit Kohlenhydraten versorgen – 60-80 g pro Liter, damit du deinem dem Körper Energie zurückgeben kannst.

Kleiner Tipp am Rande: Warme oder nur leicht gekühlte Getränke nimmt unser Körper besser auf als eisgekühlte. Und auch beim Trinken ist „zuviel“ – ob Wasser oder Kohlenhydrate – nicht gut. Trinkst du beispielsweise ein Getränk mit hohem Kohlenhydratanteil, dann verdünnt unser Körper dies, indem er Wasser aus den umgebenden Zellen abzieht. Und das wirkt sich negativ auf den Kreislauf und auf deine Leistung aus. Gerade nach dem Sport haben sich alkoholfreie Biere als Durstlöscher etabliert. Sie bieten den Vorteil, kalorienarm zu sein; ähnlich einer Apfelschorle. Bei gleichem Kohlenhydratanteil, im Vergleich zu anderen Sportgetränken, enthält alkoholfreies Bier weniger Natrium; und mal ganz ehrlich: gut schmecken tut es mit seinen natürlichen Bestandteilen auch!

Wenn du nicht zu einem alkoholfreien Bier greifen willst, dann mixe dir dein eigenes Sportgetränk. Hier eine Rezeptidee:

Zutaten:

bottle-190462_128070 ml Fruchtsirup (nach persönlichem Geschmack)

930 ml kohlensäurearmes Mineralwasser

20 g Maltodextrin

1,5 g Kochsalz

Dieses Rezept lässt dir die Freiheit und die Wahl, dein Sportgetränk nach deinem Geschmack zu kreieren. Es bietet dir alles, was du während einer ausdauernden sportlichen Belastung brauchst. Lass es dir schmecken!


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Kategorien : Ernährung Trainingstipps


Ich schwitze auch sehr schnell und viel beim Sport. Ich glaube, das war aber immer so, egal ob ich regelmäßig trainieren war oder nicht.
Ich dachte einfach immer, mein Stoffwechsel kommt schneller auf Touren als bei anderen.
Wenn ich auf dem Crosstrainer bin, bemerke ich immer, dass ich mein Gesicht schneller und öfters mit dem Handtuch abwischen muss. Manche sind da 45 Minuten drauf und kommen genauso runter wie sie drauf gegangen sind. Normale Hautfarbe, nicht geschwitzt. Ich hingegen werde immer knallrot.

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