Noch keinen Plan, welche Distanzen du wo im nächsten Jahr unter die Füße nehmen willst? Dann mal ran an die Planung deiner Laufsaison 2017, denn jetzt sind die Teilnehmerlisten noch leer und die Abende lang genug, um die Laufkalender durchzuscrollen und die Highlights für dich rauszupicken. Unsere Experten Martin und Peter haben hier ein paar Vorschläge in Sachen Saisonplanung für dich:

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Laufsaison 2017: Klare Ziele definieren

Grundsätzlich gibt es zwei Herangehensweisen an die Saisonplanung: Entweder plant man zum Ende bzw. Anfang eines Jahres die komplette Saison oder nur die erste Saisonhälfte, um dann zur Jahresmitte den zweiten Teil festzulegen.

Bei der Planung der kompletten Laufsaison 2017 kannst du problemlos zwei Highlights setzen – eins davon im Frühjahr und eins im Herbst. Natürlich ist jede Veranstaltung ein Highlight, aber um deine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, solltest du dir zwei Top-Wettkämpfe festlegen. So verhinderst du auch, dass sich Trainingsinhalte in die Quere kommen, zum Beispiel, wenn du für einen Marathon einen längeren Lauf für die Grundlagenausdauer brauchst, kann für einen flotten 5er gerade ein knackiges Intervalltraining angesagt sein – und das beißt sich dann.

Planst du nur die erste Hälfte, dann nimm dir auch nur ein persönliches Top-Event vor und passe Training und Vorbereitungsveranstaltungen an dieses Event an. In der Regenerationphase nach deinem ersten Sasionhighlight kannst du dich ja dann an die Planung der zweiten Saisonhälfte machen!

Neben dem Fokus auf eine bestimmte Distanz, also 5 km, 10 km, Halb- oder Marathon oder Ultra, sollte grundlegend geklärt werden, wie du den Lauf angehen möchtest: Bist du auf der Jagd nach einer neuen Bestzeit oder steht doch der Spaß und das Ankommen an sich mehr im Vordergrund? Denn davon hängen die weitere Ausrichtung und der Umfang des Trainings sowie die Vorbereitungswettkämpfe ab. Denk dran: Je länger die Strecke wird, umso länger werden auch die Läufe für die Grundlagenausdauer. Willst du eine neue Bestzeit laufen, dann stehen auch mehr Tempoeinheiten und Intervalle auf dem Programm, um deine Tempohärte zu schulen. Steht der Spaß im Vordergrund, dann macht ein Trainingsplan ebenfalls Sinn, aber ist nicht unbedingt ein „Muss“!

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Winterlaufserien und Crossläufe – effektive Abwechslung

Gerade im Winter und im Frühjahr sind im Kalender vieler Läuferinnen und Läufer Winterlaufserien und Crossläufe zu finden. Der Crosslauf ist eine tolle Abwechslung vom Trainingsalltag und eine Herausforderung für alle, die sonst Kilometer auf der Straße abreißen, denn im Gelände werden Läufer und Muskulatur aufgrund des wechselnden Untergrunds ganz anders gefordert und trainiert.

Winterlaufserien mit ihren oftmals drei Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, strukturierten Trainingsaufbau zu betreiben. Denn wenn die Events einer Serie im Abstand von vier Wochen stattfinden und dann sich auch noch von den zu laufenden Distanzen immer steigern, dann passt dies doch schon einmal hervorragend und ein Teil der Planung wird einem abgenommen. Zudem trainieren diese Veranstaltungen die Wettkampfhärte, um am Tag X richtig zu glänzen.

Was, wann, wo – die Qual der Wahl

Wenn du in einschlägige Laufkalender schaust, dann findest du über 50 Marathonveranstaltungen bis Ende April in Deutschland. Doch vielleicht macht es ja 2017 Sinn, das Frühjahr mit einem schnellen Halbmarathon oder dem Angriff auf deine persönliche Bestzeit über 5 km oder 10 km anzugehen? Diese Läufe sind eine gute Vorbereitung und ein passender Aufbau, um dann im Herbst bei einer der großen Marathonveranstaltungen aufzutrumpfen oder eine Laufveranstaltung mit einem besonderen landschaftlichen Flair zu erleben. Und möglicherweise kannst du auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Laufen und Urlaub machen! Wie wäre es mit einem Laufcamp an der Nordsee oder einem Trainingslager auf Lanzarote oder Phuket? Oder laufe deinen Herbstmarathon doch in Wien, auf der Isle of Man oder auf Mallorca.

Manchmal ist weniger auch mehr

 

jahresplanung_2017_1000Nicht zu vergessen sind bei der ganzen Planerei auch die Entlastungswochen im Training und die Taperingphase vor dem eigentlich Laufevent – die vor einem Marathon auch mal zwei Wochen dauern darf -, in denen der Trainingsumfang bewusst reduziert wird. Denn nur wenn der Körper Zeit bekommt, sich an neue Trainingsreize anzupassen und zu regenerieren, kann er beim Wettkampf sein volles Potential abrufen. Oftmals kommt in der Planung des Trainingszyklus ein 3:1 Schema zur Anwendung. Dies bedeutet, dass nach drei Wochen mit ansteigender Belastung eine Woche mit reduzierter Belastung folgt, bevor dann entweder ein neuer Trainingszyklus ansteht oder der lang ersehnte Wettkampf auf dem Plan steht.

Ganz egal, ob dein erklärtes Ziel das Finish bei einem 5 km Volkslauf, Spaß mit Freunden bei einem Obstacle Run oder eine neue persönliche Bestzeit beim Marathon ist: wenn du dich gut organisierst und sowohl dein Training als auch deine Wettkämpfe sinnvoll planst, dann kannst du der Saison voller Vorfreude entgegenblicken!

Hast du noch mehr Tipps für die Saisonplanung? Dann teile sie gerne mit uns!


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Kategorien : Trainingstipps


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