Grundsätzlich hat sich am Aufbau der Laufschuhe auf dem technischen Runningmarkt nicht viel getan. Aufgebaut aus drei Hauptbestandteilen – Obermaterial, Zwischen- und Außensohle – hat es aber in den letzten Jahren viele Innovationen gegeben, die die aktuellen Schuhe auf ein neues Level bringen. Und diese Laufschuhtechnologien bringen dich voran. Was das genau bedeutet, dass liest du hier.

Dein eigener Weg zu deinem persönlichen Ziel

Bringst du gerade deine Laufkarriere an den Start oder bist du ein „alter Hase“, was das Laufen betrifft? Läufst du „just for fun“ oder bis der der Typ, der sich immer wieder selbst beweisen muss? Ganz egal, was auf dich zutrifft – für jede Läuferin, für jeden Läufer gibt es die passenden Laufschuhe. Und das Schöne ist, dass du bei der aktuellen Laufschuhauswahl die Chance hast, den für dich „richtigen“ Schuh an deine Füße zu bekommen. Denn die unterschiedlichen Hersteller von adidas und Asics, über Brooks, Hoke One One, Mizuno, New Balance, Nike und On bis hin zu Saucony – sowie den diversen Anderen – bieten eine ganze Palette an Laufbegleitern an, die sich durch ihre funktionellen Eigenschaften, aber vor allem durch ihre Passform und Laufcharakteristik unterscheiden.

Wasserdicht, atmungsaktiv und noch soviel mehr – das Obermaterial

Als Nike sein Flyknit-Upper 2012 zu den olympischen Spielen in London vorstellte, da blickten Hersteller und Kunden verblüfft. Viele der anderen Hersteller waren noch gar nicht so weit, um sich über gestrickte Obermaterialien – und dann noch aus nur einem einzigen Faden – Gedanken zu machen. Natürlich hat sich in den letzten acht Jahren viel getan. Und neben dem Primeknit von adidas oder Waveknit von Mizuno haben fast alle Hersteller ein Äquivalent am Start.

Doch was ist der Vorteil für dich? Ein gestricktes Obermaterial lässt sich nicht nur individueller an deine Füße anpassen. Es lässt sich umweltschonender bzw. ressourcensparender produzieren. Zudem lassen sich unterschiedlich feste Strukturen realisieren, die dir genau da Halt im Obermaterial geben, wo es bewegungstechnisch Sinn macht. Klar, wasserdicht kann das Obermaterial nicht wirklich sein, aber dafür gibt es ja Modelle mit GoreTex-Membran oder wasserabweisender Ausrüstung. Und wenn es mal quer durch die Walachei geht, dann schützt ein robusteres Obermaterial der Laufschuhe deine Füße.

Die Zwischensohle – das Herz eines Laufschuhs schlägt hier

Was hat die Zwischensohle im Laufe ihrer Evolution nicht alles mitgemacht. Es gab nicht viel, was es nicht gab. Von zentimeterdick bis millimeterdünn, von steinhart bis kissenweich. Komplett mit zusätzlichen Dämpfungselementen durchzogen oder ganz ohne. Und in den letzten Monaten werden die Mittelsohlen mit Carbonplatten getunt. Doch eins bleibt – die Zwischensohle ist das Herzstück eines jeden Laufschuhs und ist hauptverantwortlich für die Dämpfungseigenschaften.

Auch hier hat jeder Hersteller sein eigenes Geheimnis, seine eigene Rezeptur, seine Technologien. Und manchmal haben „namentlich“ identische Materialien unterschiedliche Eigenschaften – das kann schon einmal zur Verwirrung führen. Individuell wie wir alle sind, hat jeder seine Vorlieben und fühlt sich oftmals bei einem Hersteller besonders wohl. Aber tagesformabhängig steht einem ja vielleicht der Sinn nach einem längeren lockeren Lauf oder einem flotten Intervalltraining oder Fartlek? Dann darf der Laufschuh gerne andere Eigenschaften haben und genau dieses Workout unterstützen. Denn mehr Vortrieb und eine straffere Dämpfung sorgen möglicherweise für mehr Spaß und Tempo, während mehr Komfort auf längeren Strecken den Wohlfühlfaktor erhöht.

Kontakt zum Boden – die Außensohle

Oftmals wird der Außensohle der Laufschuhe sehr wenig Beachtung geschenkt. Viele Modelle kommen mit einem Mischprofil daher, welches sich auf Asphalt, Schotter- und Parkwegen sowie befestigten oder festgetretenen Waldwegen hervorragend schlägt. Wird der Untergrund anspruchsvoller, dann muss auch die Sohle mehr leisten. Gröberes Profil für besseren Halt auf rutschigen Böden, aggressivere Stollen für mehr Vortrieb im Gelände, Schutzplatten gegen das Durchdrücken von Steinen und Wurzeln oder auch Drainagen und abriebfestes Carbongummi – gerade für besondere Ansprüche hat die Außensohle einiges zu bieten.


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Kategorien : Equipment Rund um Sport, Fitness und Lifestyle Schuhe


Danke für diesen tollen Blog. Ich höre und lese immer öfter, dass Barfuss Joggen am Besten für den Körper und den Fuss sein soll….ich kann mir das nicht wirklich vorstellen. Wie ist hier eure Meinung dazu?

Hallo,

unser gesamter Körper und somit auch unsere Fuße haben sich im Zuge der Evolution so entwickelt, dass sie hervorragend darauf spezialisiert sind, uns barfuß auf den verschiedensten natürlichen Untergründen von A nach B zu bringen. Aber heutzutage finden wir diese natürlichen Untergründe selten, denn Gehwege bestehen aus Pflaster oder Steinplatten, die Straßen aus Asphalt und die Böden in den Wohnungen aus Beton. Und dieser feste Untergrund stellt sowohl beim Gehen und erst recht beim Laufen eine größere Belastung dar. Theoretisch ist das Joggen barfuß eine sinnvolle Sache, aber unser Fuß, Sehnen, Bänder und Muskulatur, sowie der Körper als Ganzes sind daran nicht mehr gewohnt und somit muss eine Eingewöhnungsphase stattfinden. Jeder muss sich selbst daran herantasten und auf seinen Körper hören, um zu hohe Belastungen und gar Verletzungen zu vermeiden.

Mit sportlichen Grüßen Martin

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