Motiviert und neugierig ist unser Expertenteam für den Laufschuhvergleich Herbst/Winter 2017 wieder viele Kilometer in aktuellen Running-Modellen verschiedenster Brands gelaufen. In diesem Laufschuhvergleich geht es um Neutralschuhe für Training und Wettkampf. Bestimmt was für dich, oder?

Laufschuhvergleich Herbst/Winter 2017: Neutralschuhe

1. adidas adizero Primeknit

Kategorie: neutral

Produkt-Highlights: passgenaues Primeknit-Upper, variables Schnürsystem, Boost – Zwischensohle

Einsatzgebiet: Trainingsläufe und Wettkämpfe auf festeren Untergründen

Gewicht: 228 g Sprengung: 10 mm Preis: 199,90 €

0 = weniger geeignet, + = geeignet, ++ = sehr gut geeignet:

Körpergewicht leicht mittel schwer
Supinierer ++ + 0
Neutralläufer ++ ++ +
Überpronierer + 0 0
Laufuntergrund  
Straße ++
Schotter- und Parkwege +
Waldwege 0

0 = gut, + = sehr gut, ++ = top:

Passform & Tragekomfort ++
Torsionsfähigkeit +
Abrollverhalten ++

Geeignet für:

Der adidas adizero Primeknit ist ein reaktionsfreudiger Trainings- und Wettkampfschuh für schnelle Läufer. Er vermittelt ein direktes Laufgefühl. Sein Obermaterial ist nicht nur sehr passgenau, es sieht auch richtig klasse aus.

Schuhbeschreibung:

Schon beim Anblick des adidas adizero Primeknit gibt es den ersten Wow-Effekt. Das Primeknit-Material mit seinen verschiedenen Strickzonen sieht richtig super aus. Angezogen fühlt es sich sehr elastisch und fußnah an. Mit seiner Polsterung im Fersenbereich, sorgt der Adizero für einen guten Halt und einen ultraleichten Komfort. Der Schuhkragen sieht aus wie ein Ärmelbündchen und sitzt sehr angenehm am Fußgelenk. Unterschiedliche Schnüroptionen auf der Außen- und Innenseite ermöglichen eine individuelle Anpassung.

Auf der Laufstrecke merkt man schnell, dass der Schuh auf Geschwindigkeit getrimmt ist. Das Laufgefühl ist sehr direkt, ohne dabei zu hart zu sein. Für  Komfort sorgt das Boost-Material in der Zwischensohle. Man spürt einen leichten Energiereturn, denn das Material ist sehr reaktionsfreudig. Da der Schuh über keine großen Stabilisatoren verfügt, greift er kaum in deine natürliche Abrollbewegung ein und lässt dich so laufen, wie du es magst. Die Adiwear-Außensohle läuft sich am besten auf festen oder harten Untergründen.

Fazit:

Der adidas adizero Primeknit hat das Zeug zum Lieblingswettkampfschuh: sehr leicht und direkt, eine super Passform und ein cooles Aussehen. Mit ihm kannst du richtig Tempo auf die Laufpiste bringen und im Alltag mit seiner coolen Optik glänzen.

 

2. Hoka One One Clayton 2

Kategorie: neutral

Produkt-Highlights: PRO2Lite-Zwischensohle, nahtfreies Obermaterial, RMAT®-Laufsohle

Einsatzgebiet: Trainingsläufe und Wettkämpfe auf Asphalt, Schotter-, Park- und festgetretenen, trockenen Waldwegen

Gewicht: 235 g Sprengung: 4 mm Preis: 149,90 €

 

0 = weniger geeignet, + = geeignet, ++ = sehr gut geeignet:

Körpergewicht leicht mittel schwer
Supinierer 0 + +
Neutralläufer + ++ ++
Überpronierer + + 0
Laufuntergrund  
Straße ++
Schotter- und Parkwege +
Waldwege +

0 = gut, + = sehr gut, ++ = top:

Passform & Tragekomfort ++
Torsionsfähigkeit +
Abrollverhalten +

Geeignet für:

Der Hoka One One Clayton 2 ist ein reaktiver und flexibler Schuh, der mit seinen Eigenschaften besonders bei flotterem Tempo und bei intensiven Trainingsläufen oder bei Wettkämpfen punktet. Aufgrund seiner komfortablen Dämpfung und seinem angenehmen Tragekomfort fühlt er sich aber auch bei lockeren und längeren Laufeinheiten wohl.

Schuhbeschreibung:

Nachdem ich schon diverse Schuhmodelle von Hoka One One gelaufen bin – darunter zum Beispiel den Tracer, den Huaka und den Speedgoat – war ich gespannt, was der Clayton 2 für mich bereithält. Aufgrund meines eher breiteren Fußes brauchte ich beim Tracer etwas Eingewöhnungszeit und beim ersten Reinschlüpfen in den Clayton hatte ich ein ähnliches Gefühl im Mittelfußbereich. Der Sitz in der Ferse, der Halt im Obermaterial und die ersten Schritte stimmten mich durchweg positiv, so dass es nachmittags direkt los zum ersten Testlauf ging. Von Beginn an hatte ich ein gutes Laufgefühl. Der Clayton unterstützt die Abrollbewegung sehr angenehm und das vollkommen unabhängig vom Lauftempo und Fußaufsatz. Tatsächlich brauchte ich auch im Clayton 2 einige Kilometer, bis Schuh und Fuß zusammenpassen. Aber ein zusätzliches Schuhtuning durch eine individuelle Einlage ist dank der herausnehmbaren Einlegesohle möglich. Begeistert hat mich die Dämpfung – klar war ich von manchen anderen Hoka-Modellen schon den Anblick der voluminösen Sohle gewohnt. Aber ich bin bei jedem Lauf überrascht, wie reaktiv und responsiv die Dämpfung ist, ohne dabei schwammig zu wirken.

Fazit:

Der Hoka One One Clayton 2 glänzt bei jedem Tempo mit seinen dynamischen und harmonischen Laufeigenschaften. Dabei bietet er gleichzeitig einen Dämpfungskomfort, der auf den unterschiedlichsten Untergründen sowohl auf der Runde um den Block wie auch bei Ultraläufen punktet. Vor allem neutrale Läuferinnen und Läufer, aber auch leichte Supinierer und Überpronierer freuen sich im Training und bei Wettkämpfen über das natürliche und reaktive Abrollverhalten, das der Clayton 2 dank seiner Zwischensohlenkonstruktion noch unterstützt.

3. New Balance Boracay V3

Kategorie: neutral

Produkt-Highlights: Fresh Foam Zwischensohlentechnologie, nahtfreies Obermaterial, stabilisierende 3D Screen Print Materialstruktur

Einsatzgebiet: Trainingsläufe und Wettkämpfe auf festeren Untergründen

Gewicht: 273 Sprengung: 4 mm Preis: 129,90 €

0 = weniger geeignet, + = geeignet, ++ = sehr gut geeignet:

Körpergewicht leicht mittel schwer
Supinierer + + 0
Neutralläufer ++ ++ ++
Überpronierer + + 0
Laufuntergrund  
Straße ++
Schotter- und Parkwege ++
Waldwege 0

0 = gut, + = sehr gut, ++ = top:

Passform & Tragekomfort ++
Torsionsfähigkeit +
Abrollverhalten ++

Geeignet für:

Der New Balance Fresh Foam Boracay spricht auch in seiner dritten Version Läuferinnen und Läufer an, die beim Training oder Wettkampf gerne gut gedämpft ihre Kilometer abspulen. Dafür verantwortlich ist vor allem das Fresh Foam Zwischensohlenmaterial.

Schuhbeschreibung:

Was ist neu? Das überarbeitete Synthetik/Mesh Upper umschließt den Fuß sehr angenehm. Verschiedene Materialstrukturen fördern nicht nur eine sichere, sondern auch eine sehr flexible Passform. Das Obermaterial sieht zudem sehr wertig aus und verfügt über stabilisierende Overlays. Der Schaftkragen des Boracay ist wie gewohnt sehr gut gepolstert und verhindert gemeinsam mit dem gut verarbeiteten Fersenbereich unangenehme Hautirritationen.

Die Fresh Foam Dämpfung, die ich schon beim ersten Boracay als sehr komfortabel empfand, absorbiert auftretende Stöße und sorgt für ein softes, geschmeidiges Laufgefühl. Das Gute ist, dass die Sohle aus einem Stück gefertigt ist und über die gesamte Fußfläche sehr ausgeglichen dämpft. Mit einer Sprengung von nur 4 mm und einem guten Abrollverhalten, lässt sich der Schuh auch auf langen Strecken sehr gut laufen. Der Boracay fühlt sich auf der Straße und auf festen Laufuntergründen am wohlsten. Unbefestigte Pfade und Waldwege sind nicht sein Ding.

Fazit:

Kann man einen guten Laufschuh noch besser machen? Ja, man kann! New Balance ist es gelungen an den richtigen Stellschrauben (Obermaterial) zu drehen. Der Boracay V3 gehört weiterhin zu meinen Lieblingsschuhen. Man kann ihn fast für jedes Training anziehen, Tempotraining vielleicht ausgenommen. Bei Wettkämpfen zwischen 10 Kilometern und Marathon ist er für mich jederzeit einsetzbar.

4. Nike Zoom Fly

Kategorie: neutral

Produkt-Highlights: FlyMesh-Obermaterial mit Flywire, karbonverstärkte Nylonplatte, Lunarlon-Zwischensohle

Einsatzgebiet: Trainingsläufe und Wettkämpfe auf festeren Untergründen

Gewicht: 245 g Sprengung: 4 mm Preis: 149,90 €

0 = weniger geeignet, + = geeignet, ++ = sehr gut geeignet:

Körpergewicht leicht mittel schwer
Supinierer + + +
Neutralläufer ++ ++ +
Überpronierer + + 0
Laufuntergrund  
Straße ++
Schotter- und Parkwege 0
Waldwege 0

0 = gut, + = sehr gut, ++ = top:

Passform & Tragekomfort ++
Torsionsfähigkeit +
Abrollverhalten ++

Geeignet für:

Der Nike Zoom Fly ist ein reaktiver Trainings- und Wettkampfschuh, der mit seinem Aufbau im Obermaterial und in der Zwischensohle für ein ungewöhnliches Lauferlebnis sorgt. Er eignet sich für Neutralläuferinnen und -läufer, die beim Laufen auf eine gleichmäßige Abrollbewegung und direkte Dämpfung stehen.

Schuhbeschreibung:

Ich habe beim Breaking2-Event von Nike in Monza mitgefiebert, ob es die Athleten schaffen, die Marathondistanz unter zwei Stunden zu absolvieren. Von deren Schuh, dem Zoom Vaporfly Elite, war ich fasziniert. Mit dem Zoom Fly gibt es eine Version des Vaporfly, die anstatt einer Carbonplatte eine carbonverstärkte Nylonplatte nutzt und als Dämpfungselement auf Lunarlon statt auf das neue ZoomX setzt. Die Passform und der Tragekomfort begeistern mich beim ersten Reinschlüpfen: das FlyMesh-Obermaterial schmiegt sich geradezu um meine Füße und dank des Schnürsystems und der Flywire-Fasern ist der Halt im Schuh hervorragend. Lauftechnisch ist der Nike Zoom Fly eine Erfahrung wert. Vom ersten Schritt an pusht der Schuh zu flotterem Tempo und ich musste mich zurücknehmen, um langsamer zu laufen. Aber auch das kann ich mit dem Nike Zoom Fly. Die Laufeigenschaften der Nylonplatte kommen natürlich bei einem aktiven Laufstil und höherem Tempo besser und effektiver raus, da der Fuß beim langsamen Tempo Mühe hat, die Platte zu biegen. Die relativ hoch geschäumte Mittelsohle hat eine Sprengung von 10 mm. Recht hoch für einen schnellen Trainings- und Wettkampfschuh. Die Kombination aus Nylonplatte und Lunarlondämpfung zusammen mit der Sprengung sorgt dennoch für eine aktive, gleichmäßige Abrollbewegung. Definitiv am wohlsten fühlt sich der Nike Zoom Fly auf der Straße. Schotter- und Parkwege oder gar Waldwege liegen ihm nicht so.

Fazit:

Der Nike Zoom Fly ist ein leichter, reaktiver Trainings- und Wettkampfschuh, der mit seinem Aufbau und seinen Eigenschaften ordentlich Tempo in deine Laufeinheiten bringt. Spaß und Speed stehen mit ihm beim Training an erster Stelle.

5. On Cloudflash

Kategorie: neutral

Produkt-Highlights: Cloud-Elemente, Speedboard, leichtes, dünnes Nano-Gewebe im Obermaterial

Einsatzgebiet: schnelle Trainingsläufe und Wettkämpfe auf Asphalt

Gewicht: 220 g Sprengung: 5 mm Preis: 189,90 €

0 = weniger geeignet, + = geeignet, ++ = sehr gut geeignet:

Körpergewicht leicht mittel schwer
Supinierer + ++ 0
Neutralläufer ++ ++ ++
Überpronierer ++ + 0
Laufuntergrund  
Straße ++
Schotter- und Parkwege 0
Waldwege 0

0 = gut, + = sehr gut, ++ = top:

Passform & Tragekomfort ++
Torsionsfähigkeit +
Abrollverhalten ++

Geeignet für:

Willst du ganz oben auf`s Podium? Der On Cloudflash kann dir dabei behilflich sein. Denn mit seiner Leichtigkeit und Flexibilität eignet sich dieser direkte und reaktive Straßenlaufschuh für Neutralläufer, Supinierer und zum Teil auch für Überpronierer, bei denen Geschwindigkeit alles ist.

Schuhbeschreibung:

Als On den Cloudflash vorstellte, war ich im wahrsten Sinne des Wortes „geflasht“. Der Schuh sieht einfach stark und schnell aus. Zudem fällt er optisch durch seine Cloud-Elemente auf, die eine weiche Landung in eine energiegeladene Vorwärtsbewegung umwandeln. Ich bin bereits den Cloudsurfer, den Cloudflow und den Cloudracer gelaufen. Da wollte ich unbedingt wissen, wie der Cloudflash so abgeht. Denn er hat noch eine weitere Besonderheit: er kommt ohne die typische Zwischensohle aus, da die Cloudelemente direkt auf dem Speedboard aufgebracht sind. Das Speedboard nimmt die Aufprallenergie auf und setzt sie beim Abdruck über den Vorfuß wieder frei. Und bereits bei den ersten Schritten ist dem Schuh diese Energie anzumerken. Mit ihm ist es nicht einfach, locker oder gar langsam zu laufen. Er will einfach vorwärts und treibt zu flotterem Tempo. Dabei überzeugt der Schuh gleichzeitig mit einem tollen Trage- und Dämpfungskomfort. Aber weich ist der Cloudflash nicht – er ist direkt, responsiv und dynamisch. Das muss man mögen – ich fahre da voll drauf ab.

Fazit:

Der On Cloudflash wird sicher öfter den Weg an meine Füße finden; vor allem dann, wenn ich Intervalle und Pyramiden laufe, Fahrtspiele mache oder einen Wettkampf über 5 oder 10 Kilometer auf dem Plan habe. Für leichtere und mittelschwere Athleten ist der Schuh eine tolle Rennmaschine – sogar für die Halb- oder Marathondistanz.

6. Puma Speed Ignite Netfit

Kategorie: neutral

Produkt-Highlights: komfortables EvoKNIT-Upper, variable Schnürung durch NETFIT-Käfig, IGNITE – Zwischensohle

Einsatzgebiet: Trainingsläufe und Wettkämpfe auf festeren Untergründen

Gewicht: 280 g Sprengung: 6 mm Preis: 139,90 €

0 = weniger geeignet, + = geeignet, ++ = sehr gut geeignet:

Körpergewicht leicht mittel schwer
Supinierer + + 0
Neutralläufer ++ ++ +
Überpronierer 0 0 0
Laufuntergrund  
Straße ++
Schotter- und Parkwege +
Waldwege 0

0 = gut, + = sehr gut, ++ = top:

Passform & Tragekomfort +
Torsionsfähigkeit +
Abrollverhalten +

Geeignet für:

Der Puma Speed Ignite Netfit eignet sich vor allem für Läufer, die einen Laufschuh für ein flottes Tempo suchen, der sich durch sein innovatives Schnürsystem sehr variabel an die eigene Fußanatomie anpassen lässt.

Schuhbeschreibung:

Auf den ersten Blick wirkt der Puma Speed Ignite Netfit auf mich wie ein Lifestyle-Sneaker. Beim Anziehen wehrt er sich ein wenig, da der hochgezogene gestrickte Schuhkragen recht eng ist. Dafür sitzt er nach dem Reinschlüpfen wie eine Socke am Fuß. Da ich selbst einen sehr schmalen Fuß habe, kommt mir der Netfit-Käfig sehr entgegen. Er bietet mir viele Möglichkeiten, die Schnürung zu optimieren und den Schuh an meinen Fuß anzupassen. Unterstützung finde ich in Form einer Beschreibung, die Puma im Karton mitliefert und mir mitteilt, dass das elastische Obermaterial bis auf die Fersenspange ohne stabilisierende Bauteile auskommt. Im Fersenbereich wurde der Schuh mit weichem Material ausgepolstert.

Im Schuh steht man gefühlt sehr flach, das liegt an der Sprengung, die von Puma mit 6 mm angegeben wird. Beim Laufen fühlt sich der Ignite weich und flexibel an. Das Laufgefühl ist aufgrund der flachen Sohle sehr direkt und somit gut geeignet für ein flottes Tempo. Nachdem ich die Schnürung nochmals nachjustiert hatte, war ich von seiner Passform positiv überrascht.

Die Außensohle ist ein wenig profiliert, mit ihr kommt man auf allen befestigten Wegen gut klar. Das Design des Ignite ist aufgrund seines auffälligen Netzes gewöhnungsbedürftig. Puma bietet ihn in gesetzten und auch knalligen Farben an.

Fazit:

Wer den optisch „etwas anderen Laufschuh“ sucht, der findet ihn im Puma Speed Ignite Netfit. Aber nicht nur seine Optik zeichnet ihn aus. Hervorzuheben ist auf jeden Fall seine individuelle Anpassungsmöglichkeit an den Fuß und das direkte Laufgefühl, das zu zügigem Tempo und intensiven Intervallen einlädt.

Hier geht es zu Teil 2 unseres großen Laufschuhvergleichs.


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Kategorien : Equipment Schuhe


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