„Iss weniger Kohlenhydrate, dann nimmst du ab“ lautet ein häufiger Ratschlag für Diätwillige. Aber wie wirkt sich eine Reduzierung der Kohlenhydrate auf unseren Körper aus? Wie kann ich Low Carb erfolgreich im Alltag umsetzen und was sollte ich dann überhaupt essen? Lauf- und Ernährungsexpertin Tabitha gibt wertvolle Tipps und Anregungen.

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Low Carb

Das Konzept „Low Carb“ wurde im 19. Jahrhundert geboren und ist seit einigen Jahren eine angesagte Ernährungsweise – vor allem wegen der abnehmenden körperlichen Aktivität bei der Arbeit und des steigenden Übergewichts in vielen Ländern. Die Kohlenhydrate in der täglichen Ernährung zu reduzieren, kann bei der Gewichtsreduktion helfen, soll Stoffwechselerkrankungen therapieren, sportliche Leistungen verbessern und einfach zu mehr Gesundheit und Fitness führen. Es gibt ganz verschiedene Low Carb Ansätze, bei der ketogenen Diät beispielsweise wird versucht, ganz auf Kohlenhydrate zu verzichten – bei anderen Formen werden sie nur eingeschränkt. Letztendlich muss jeder selber herausfinden, was dem eigenen Körper kurzfristig und langfristig gut tut. Ich empfehle, die Ernährung auf den eigenen Lebensstil anzupassen und eine Mahlzeit am Tag zur Eiweißbombe zu krönen. Denn Eiweiße helfen uns, schlank, stark und schön zu werden.

Abnehmen – aber richtig

Dass Diäten nur Jojo-Effekte erzeugen und schlussendlich die Frustration steigern, ist den meisten Menschen bewusst. Trotzdem sind gerade zu dieser Jahreszeit die Zeitschriften wieder voll davon und im Internet gibt es unzählige Mittelchen und Pülverchen zu hohen Preisen – meist mit einem unbefriedigenden Ergebnis. Am leichtesten scheint das Abnehmen in Hauruckaktionen. Interessanterweise können viele Frauen gut abnehmen, wenn ein wichtiges Ziel vor Augen steht: die eigene Hochzeit zum Beispiel ist ein enormer Motivator. Doch langfristig ein gutes Gewicht und im Wohlfühlbereich zu bleiben funktioniert nur mit einer gesunden Ernährungseinstellung und einer Änderung unserer Gewohnheiten. Man kann den Menschen ihre Gewohnheiten „ansehen“. Langfristig beeinflussen diese Dinge unsere Lebensqualität und Gesundheit:

  • viel Stress und keine Einhaltung von Pausen
  • zu viele Snacks
  • zu wenig Schlaf
  • zu viel Medienkonsum in Verbindung mit Essen
  • schlechte Angewohnheiten
  • zu viel Weißmehl, Zucker und Frittiertes

Eiweiße – Fatburner, Stoffwechselhelfer und Regenerationshelfer

Kohlenhydrate und Fette werden vom Körper zur Herstellung lebenswichtiger Substanzen benötigt. Doch wenn wir mehr von ihnen zu uns nehmen als wir brauchen, werden sie in Fett verwandelt und gespeichert. Bei Eiweiß passiert das nicht. Mit Eiweiß erzielt man die am längsten anhaltende Sättigung. Der Körper nutzt es zum Beispiel für Muskelfasern, Knochen, Sehnen, Haut, Hormone und fürs Immunsystem. Wenn Aminosäuren fehlen, kommt es zu Stoffwechselstörungen. Sportler und Viel-Gestresste brauchen mehr Eiweiß. Die Aminosäuren helfen bei der Regeneration und dem Wiederaufbau des Körpers. Übrigens: viele Models und Sportler nehmen gerne ein Eiweiß-Betthupferl vorm Schlafen. Wenn wir Eiweiß zu uns nehmen, kann der Körper Glukagon („Gegenspieler“ vom Insulin, hilft bei der Fettverbrennung) und Carnitin (Transportiert Fett) entwickeln. Oft wird über die Wertigkeit von tierischen und pflanzlichen Eiweißen gestritten – die Aminosäurebausteine Lysin, Tryptophan und Menothionin fehlen in pflanzlichen Eiweißen. Eine Mischung aus beiden ist ideal. Gemüseeintopf mit Feta-Käse und Erdnüssen, Magerer roher Schinken mit Spargel oder Fisch mit Erbsen und Bohnen sind Beispiele hierfür.

Beispiele für Eiweißgehalt verschiedener Lebensmittel

Diese Liste gibt nur einen kleinen Überblick und kann zeigen, dass mit der richtigen Kombination tolle Eiweißkombinationen möglich sind – auch ohne viel Fleisch. Natürlich geht es hier nur um den Eiweißgehalt, nicht um allgemeine Gesundheitsaspekte der genannten Lebensmittel.

Lebenmitteltabelle Eiweißgehalt

Ich empfehle diese Punkte für mehr Gesundheit und weniger Kilos

  • Augen auf beim Nahrungsmittelkauf
  • Müsli selber machen z.B. mit Teff oder Hirse, Haferflocken, Quark, Nüssen, Kernen und Samen
  • Quark statt Joghurt
  • Beeren statt Bananen
  • „Eiweiß-Bombe“ ersetzt Abendbrot
  • Pfeffer, Chili und Zimt wo es geht zufügen
  • Übrigens: Zitronensaft soll die Eiweiß-Aufnahme ankurbeln.
  • Nüsse essen – Nussknacker statt Chipsaufreißer
  • Popkorn oder Erdnüsse statt Eis im Kino

Molke-Tuning – ersetze eine Mahlzeit mit einem Shake

Du brauchst dafür nur

  • Molke Tuning oder Level X von Ultra Sports
  • Einen Shaker oder ein Gefäß mit Handrührgerät
  • Frische Milch
  • Wer will, kann ein paar „Optimizer“ dazu tun – wie unten aufgeführt

Dunkle Schkolade Ingwer

  • 2 Messlöffel Molke Tuning Schoko
  • 1 EL Hanfnüsse
  • 1 EL Kakao
  • 20g Ingwer (frisch)
  • 125ml Milch (3,5%)
  • 125ml Wasser

Mango-Spinat

  • 2 Messlöffel Molke Tuning Natur
  • 100g Mango
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Hand voll frischer Spinat oder TK-Spinat
  • Stevia oder Honig zum Süßen
  • 125ml Milch (3,5%)
  • 125ml Wasser

Wenn du mehr Tipps zu einer gesunden Ernährung und einer erfolgreichen sportlichen Lebensweise brauchst, können dir auch Bücher von Dr. Feil helfen.


Kategorien : Ernährung Gesundheit


Grundsätzlich ein ganz netter Artikel, entpuppt sich dann aber doch als Werbung für ein Pulver. Ich hab mich schon beim Durchschauen der Lebensmittelliste gewundert, dass keine Buttermilch dabei steht. Bei den Rezepten wurde mir es dann klar. Buttermilch ist ja quasi das natürliche Konkurenzprodukt zum hier beworbenen Molkepulver….

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