von Tabitha Bühne

Ich will ganz ehrlich sein: Ohne Schokolade kann ich nicht leben. Naja, ich könnte schon, aber ich will nicht. Nicht nur, dass ich bösartig werde, wenn ich meine tägliche Ration nicht kriege – ich schaffe es auch nicht, Süßigkeiten in kleinen Portionen zu genießen. „Ganz oder gar nicht“ lautet die Devise, auch bei einer XL-Schokoladentafel.

Nun will ich genießen, aber nicht dick werden. Mein Körper soll die Kalorienbomben gar nicht erst an sich ran lassen, sie nicht persönlich nehmen. Was tun?

Ich könnte abnehmen – mit Hypnose, Mengen von Ananas oder Kohlsuppe, im Schlaf, mit Brigitte oder Hollywood.  Es gibt Blutgruppendiäten, FdH, Atkins, Gendiät, Rotationsdiät, Steinzeiternährung oder intermittierendes Fasten. Ich könnte noch eine Abnehmkur ins Leben rufen, um die Auswahl zu komplettieren. Aber außer dem Jo-Jo-Effekt, einem schlechten Gewissen und Versagensgefühlen nach der ersten Heißhungerattacke bliebe wohl nicht viel übrig.

Es mag ja sein, dass manche Diät langfristig hilft – auch unter Läufern ist sie nie ausgestorben. Schon der gute alte Hippokrates nannte sie eine spezielle Nahrungsauswahl des Menschen. Ursprünglich wurde Diät (griech.: díaita) im Sinne von „Lebensweise“ oder auch „Lebensführung“ benutzt. Das riecht nach Lebensqualität und einer Überzeugung. In unserer Wohlstandsgesellschaft meint Diät eher eine Reduktionskost für kranke Menschen oder dient als Schlagwort für Schlankheitskuren. Für mich als Läufer ist das Laufen eine Waage – ich merke jedes überflüssige Gramm. Es bremst mich.

Wenn ich nun mal nicht auf „anabole Diäten“ oder die „Logi-Methode“ stehe – wie soll ich es dann schaffen, ein paar Kilos zu verlieren und dabei auch noch Spaß zu haben?

RP-SCHILDER-WALD

Mit viel Bewegung und gesunder Ernährung sagst du den Kilos den Kampf an! Aber: Kleine Sünden sind erlaubt 🙂

Ich könnte mehr laufen, das macht mir Spaß. Morgens auf nüchternen Magen – dann wird doch richtig viel Fett verbrannt. In der Mittagspause – dann esse ich nicht so viel, weil nicht viel Zeit bleibt – und abends, dann passiert das TV-Fress-Unglück nicht so schnell. Aber dann kommt der Stresspegel und der stürzt mich wieder in einen „Fett-Speicher-Modus“. Ich könnte mit Ingwer, Chili und Pfeffer meine Nutella-Brote aufpimpen. Oder ab 17 Uhr nur noch lauwarmes Wasser mit Zitrone und Minze trinken.

Man könnte, müsste, sollte… Aber was wollen wir und was sind wir bereit dafür zu tun?
Also ich will fit, schnell und gesund sein – und mich in meinem Körper wohl fühlen.
Wie wir uns fit futtern, wissen wir doch eigentlich – in der Theorie ist das einfach: Viel Obst und Gemüse, frische Kräuter, Abwechslung und Vollwertkost. Frischkornmüsli, Nüsse, Fisch und Hirse sind tolle Fitmacher. Aber den Spaß am Essen bitte nicht verlieren – Genuss wirkt ja schließlich gegen Verdruss. Vielleicht lernen wir ja, der Schlemmerei ab und zu eine Auszeit zu geben, um sie dann in Maßen noch mehr zu schätzen! Es geht doch nichts über Eis, Burger und Co am Ende eines Wettkampftages 🙂

Tabithas Abnehm-Favoriten

  1. Weg mit der Waage – statt dessen Maß anlegen: Brust/Taille/Hüfte ausmessen und wöchentlich dokumentieren
  2. Vor jeder Mahlzeit und jedem Snack erst eine kleine halbe Chili runterschlucken, ein Stück Ingwer (roh) essen, ein Glas Rote Beete-Saft trinken oder die Zähne putzen – man überlegt schnell, ob man wirklich Hunger hat 🙂
  3. Ziel mit Pausen: Um den Schokokonsum vier Wochen lang zu begrenzen, wird nur an Sonntagen Süßes verzehrt.
  4. Verdauungspause: Drei Stunden vorm Schlafen wird nichts mehr gegessen.
  5. „Quark“ dich fit: An zwei Abenden in der Woche trinke ich Level X nach dem Training und esse eine kleine Portion Quark mit Leinöl und Zitrone, Zimt und Apfel – perfekte Eiweißmahlzeit.
  6. Good Morning: Nur morgens Kohlenhydrate.
  7. Funny Friday: Ein Obst/Gemüse/Joghurt-Freitag, Nüsse und Milch sind auch erlaubt.
  8. 5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten – das bringt Ordnung und Aktivität in den Körper.
  9. Eine Woche lang ohne Nebenbeschäftigung essen und vor jeder Mahlzeit sind 10 Kniebeugen, Liegestützen oder Sit-ups zu leisten.
  10. Weißmehl, Zucker und Fertiggerichte für eine Woche vom Speiseplan streichen.

P.S. Für alle, die sich mit dem Thema „Abnehmen und Laufen“ auseinandersetzen wollen und Tipps für leckere Rezepte suchen, lohnt sich „Die Laufdiät“ von Dr. Feil.


Kategorien : Ernährung Gesundheit


Ich finde es immer wieder witzig was sich Leute für Diätkonzepte einfallen lassen. Aber bei der Blutgruppendiät scheint ja etwas dahinter zu stecken, da stehen ja sogar Mediziner dahinter und meinen das stimmt. Quark finde ich laut meinen Erfahrungen auch eine sehr gute Ergänzung in der Diät!

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