Gibt es ihn, den richtigen Laufstil? Laut Expertenmeinung nicht, denn jeder hat ja individuelle körperliche Voraussetzungen, die ihn beispielsweise nicht so leichtfüßig wie einen Haile Gebrselassie laufen lassen. Aber du kannst deinen Laufstil optimieren und dir eine kraftsparendere Lauftechnik antrainieren, die Verletzungen vorbeugen und dich auch schneller machen kann. Hier ein paar Tipps für dich:

Laufstil Header

Wenn der Laufstil sauber ist, dann sieht das Laufen nicht nur dynamischer aus, sondern du bist auch einfach energieeffizienter unterwegs. Mit den folgenden Tipps, die du regelmäßig ins Lauftraining einbauen solltest, kannst du ohne viel Aufwand an deiner Lauftechnik arbeiten.

1. Die richtige „Handhabung“: Wenn die Arme beim Laufen einfach nur nach unten hängen, dort „rumschlabbern“ oder mit ausgestreckten – manchmal auch abgespreizten – Fingern die Luft beim Laufen „zerschnitten“ wird, dann ist das keine ideale Arm- und Handhaltung. Besser ist es, die Hände leicht geöffnet zu halten und den Daumen locker auf dem Zeigefinger ruhen zu lassen, denn dann fühlt sich das Laufen meistens etwas entspannter an. Versuche das Handgelenk gerade (in Verlängerung des Armes) zu lassen und die Hand nicht zur Faust zu ballen.

  • Übung: Nimm ein Taschentuch und falte es auseinander. Nun nimm es in die Hand – und verliere oder zerdrücke es nicht beim Laufen.

Laufstil Taschentuch

2. Immer schön aufrecht, bitte: Dein Oberkörper sollte beim Laufen stets gestreckt sein. Um eine aufrechte und gestreckte Laufhaltung zu erreichen, sollte deine Hüfte nach vorne arbeiten. Dadurch wird die Rückenmuskulatur entspannt und du kannst tiefer atmen. Durch wöchentliches Training der Bauch- und Rückenmuskulatur kannst du hier für Stabilität sorgen. Und das ist wichtig, denn wenn die Hüfte nach hinten absackt, bist du in einer „sitzenden“ Laufhaltung unterwegs – und das ist echt kraftraubend!

  • Übung: Schau immer in die Richtung, in die du Laufen möchtest – und dabei am besten mit geradem Kopf 5-10 Meter vor dir auf die Strecke. Somit weißt du, was dich erwartet und unterstützt zudem die aufrechte Haltung des Oberkörpers. Aber natürlich darfst du auch ab und zu nach links oder rechts blicken, wenn’s was Interessantes zu sehen gibt.
  • Übung: Mach doch mal 20 Ausfallschritte pro Seite. Achte darauf, dass dein Rücken dabei gerade und gestreckt ist. Das Knie darfst du ruhig nah bis an den Boden kommen lassen. So wird die Übung intensiver und somit noch effektiver für deine Rumpfstabilisation.

3. Finde deine Schrittlänge: Beim Laufen sollten deine Schritte nicht zu lang sein, denn das kostet Kraft, bremst dich und du setzt gegebenenfalls stärker über die Ferse auf. Sie sollten aber auch nicht zu kurz sein, weil dann die Gefahr besteht, dass du auf dem Vorfuß trippelst und dann Probleme mit der Wadenmuskulatur bekommst.

  • Übung: „Vorne kurz, hinten lang“, so heißt ein Tipp: Setze den Fuß so nah wie möglich unter dem Körperschwerpunkt auf und strecke dein Bein lang nach hinten zum Abdruck. Und um nicht in den „Schlürfschritt“ zu verfallen, hebe deine Knie. Füge also deinem Training das Lauf-ABC hinzu. Mit Übungen aus dem Lauf-ABC kannst du weiter an deinem Laufstil feilen!

4. Immer schön im Takt bleiben: Deine Arme geben deinen Beinen das Tempo vor! Ein zusätzlicher, aktiver Armeinsatz beschleunigt dich also. Je ruhiger und harmonischer du die Arme beim Laufen mitnimmst, umso kraftsparender bist du unterwegs. Dafür sollten die Arme seitlich nah am Körper schwingen und die Unterarme rechtwinklig zum Oberarm sein.

  • Übung: Organisiere dir ein Stöckchen von der Dicke eines Bleistifts und klemme es dir in die Armbeuge. Hier gilt dasselbe wie beim Taschentuch – nicht verlieren!

laufstil Stock

Probiere doch mal den einen oder anderen Tipp aus und teste, wie du dich damit beim Laufen fühlst. Finde deinen neuen Laufstil und habe Spaß! Wir sehen uns!

 


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Kategorien : Trainingstipps


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