Jede Läuferin und jeder Läufer kennt es: fragst du unter deinen Lauffreunden nach dem besten Laufuntergrund, dem sinnvollsten Trainingsplan oder der wirkungsvollsten Verpflegung, dann bekommst du die verschiedensten Antworten. Und alle sind mal mehr, mal weniger fundiert. Wir nehmen uns einiger dieser Laufmythen an und sagen dir, was Fakt ist und was eher ins Reich der Legenden gehört. Viel Spaß beim Lesen.

– Tempoläufe und Intervalle über kurze Distanzen brauchen Langstreckenläufer nicht:

Dieser Mythos stimmt eindeutig nicht. Denn seit langer Zeit weiß man um die Wichtigkeit von Tempo im Training, um auch längere Distanzen in relativ geringer Geschwindigkeit laufen zu können. Deshalb macht es Sinn, auch mal Fartleks, Steigerungen und Intervalle ins Trainingsprogramm mit aufzunehmen.

– Immer im gleichen (langsamen) Tempo zu laufen bringt deinen Trainingszustand irgendwann nicht voran:

Einer der Laufmythen, der stimmt. In den ersten Monaten des Trainings legst du mit diesem Training deine Grundlagenausdauer. So legst du deine Basis, um dich weiterzuentwickeln. Aber baust du dann keine Abwechslung ins Training ein, dann stagniert deine Leistung oder verschlechtert sich möglicherweise wieder.

– Krafttraining ist nichts für Läufer, da zu viele und zu große Muskeln zu schwer sind:

Hier wird es etwas schwieriger. Denn es ist wichtig zu wissen, dass es beim Krafttraining für Läufer nicht darum geht, Muskelberge aufzubauen. Das Augenmerk liegt hier auf der Kräftigung der Rumpfmuskulatur. Denn nur ein stabiler Oberkörper ist in der Lage, die Beine bei der zu verrichtenden Arbeit zu unterstützen.

– Laufe nur auf weichem Boden. Sonst schadet es deinen Knien:

Ein Mythos, der durch die Laufschuhentwicklungen und -technologien der letzten Jahre definitiv ins Reich der Legenden gehört. Und wenn du nicht unbedingt an einem Crosslauf teilnimmst, dann kommst du beim Training nicht um Asphalt, Beton oder Schotter- und Parkwege herum. Sei dir aber sicher, dass du den für dich passenden Laufschuh an den Füßen hast.

– Wer Sport treibt, der sollte mehr trinken:

Eigentlich ist das klar, oder? Denn während du trainierst, schwitzt du. Deinem Körper geht so Flüssigkeit verloren. Und auch Mineralien,… Der durchschnittliche Flüssigkeitsverlust pro Tag beträgt 2,5 Liter. Über dein Essen nimmst du etwa 1 Liter zu dir, so dass du noch 1,5 Liter trinken solltest. Kommt dann noch Sport hinzu, dann passe deine Flüssigkeitszufuhr entsprechend an. Trinke rechtzeitig, um leistungsfähig zu bleiben, aber bedenke, dass du auch zu viel trinken kannst. Dann kann es zu einer gefährlichen Wasservergiftung kommen, die zu Kopfschmerzen, Krämpfen oder sogar dem Tod führen kann.

Ob Fakt oder Fiktion – angeregte Diskussion aufgrund eigener Erfahrungen gibt es unter Lauffreunden immer. Manche Dinge musst du einfach ausprobieren, damit weißt, ob sie für dich funktionieren oder nicht. Aber welcher Laufmythos fällt dir als Erstes ein? Lass es uns wissen.


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Kategorien : Gesundheit Rund um Sport, Fitness und Lifestyle Trainingstipps


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