Mit einem Activity-Tracker hast du deinen Alltag im Blick: Wie man die Geräte fürs Handgelenk auch nennen mag – Activity-Tracker, Fitnessbänder oder Wearables – das Interesse ist in den letzten Wochen und Monaten sprunghaft gestiegen. Auch wir haben 2 Exemplare dieser Spezies mal genauer unter die Lupe genommen und lassen euch gerne an unseren Erfahrungen teilhaben.

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Was trägst du denn da für eine schicke Uhr? Oder ist das nur ein Armband?

Wie ich nun einmal bin, öffne ich schnell beide Verpackungen und sofort kommt ein Fitnessband ums linke und das andere ums rechte Handgelenk. Halt, den Polar Loop muss ich erst auf meinen Handgelenksumfang anpassen – mittels Schablone, Werkzeug und Schere gelingt das recht schnell. Dann jetzt flott loslegen. Da werde ich doch tatsächlich schon wieder ausgebremst. Um die Geräte auf mich einzustellen, muss ich zuerst ein Profil bei Garmin Connect und bei Polar Flow erstellen. Die Daten werden dann bei Garmin per ANT+ übertragen und bei Polar über das mitgelieferte USB-Kabel, welches gleichzeitig auch den Akku auflädt. Garmin punktet hier mit zwei Knopfzellen, die eine Laufzeit von etwa einem Jahr bieten.

Auf die Plätze, fertig, los – das Tracking startet

Beide Activity-Tracker tragen sich gut am Handgelenk – für mich macht der Polar Loop mit seinen silbernen Akzenten optisch etwas mehr her. Dafür bietet das Garmin vivofit eine dauerhafte Displayanzeige, die Dank E-Ink-Display stromsparend ist. Beim Polar Loop muss ich das LED-Display mit einer Berührung auf den Touchknopf „aufwecken“. Beide Fitnessbänder zeigen mir die Uhrzeit, die verbrannten Kalorien und die gemachten Schritte an. Zudem zeigt mir das Garmin vivofit das Datum und die zurückgelegten Meter/Kilometer an.

Wie aktiv bin ich denn heute?

Garmin und Loop am HandgelenkIn der Anzeige der Aktivität unterscheiden sich beide. Der Polar Loop bietet ein animiertes Kästchen mit Punkten. Je aktiver ich bin, um so mehr füllt sich die Anzeige mit Punkten. Das Garmin vivofit gibt ein angepasstes Ziel vor – natürlich kann ich mir auch selber ein Ziel setzen, das z.B. auf der Anzahl der zurückgelegten Schritte basiert. Von diesem Ziel (Goal) zählt das vivofit rückwärts. Sobald ich mein Ziel erreicht habe, zählt es meine Schritte vorwärts und zeigt in der Goal-Ansicht ein „+“ an. Ein Aktivitätsbalken im Display zeigt mir an, wenn ich länger inaktiv war. Und dieser Balken wächst, wenn ich mich nicht bewege. Polar bietet beim Loop einen Inaktivitätsalarm, wenn ich länger als eine Stunde sitze – dazu muss der Loop aber mit der Smartphone-App kommunizieren.

Immer Up-to-date bleiben – Auswertungen auf dem Smartphone

Ich kann beide Fitnessbänder über Bluetooth Smart mit dem Smartphone koppeln und dank Polar Flow App oder Garmin Connect Mobile App synchronisieren. Hier bekomme ich einen detaillierten Überblick über meine Aktivitäten und kann auch Einstellungen vornehmen. Das Herstellen der Verbindungen klappt einwandfrei. Da beide Geräte auch meinen Schlaf tracken – dem Garmin vivofit „sage“ ich, wenn ich schlafen gehe und „wecke“ es morgens wieder auf – kann ich beurteilen, ob ich geruhsam oder unruhig geschlafen habe. Insgesamt finde ich die Garmin-Auswertungen detailreicher.

Es lebe der Sport – Laufen, Rad fahren, Schwimmen, Fitness – alles drin?

Polar Loop Activity  Tracker WalkZu beiden Activity-Trackern gibt es kompatible Herzfrequenzsensoren. Polar hat den H6- und den H7-Brustgurt im Sortiment. Mit dem H7 kann ich sogar weiterhin meinen Polar-Trainingscomputer nutzen. Für das vivofit ist der Premiumbrustgurt optional erhältlich. Dieser kann per ANT+ Technologie mit den Trainingscomputern von Garmin kommunizieren. So kann ich auch meine sportlichen Aktivitäten tracken. Da beide Fitnessbänder wasserdicht sind, ist sogar schwimmen kein Problem. Beide Tracker reagieren auf Erschütterungen und Bewegungen, daher werden auch beim Radfahren und beim Fitnesstraining Schritte aufgenommen, die gar nicht gemacht worden sind.
Sowohl das Garmin vivofit als auch der Polar Loop bieten eine Möglichkeit, meine Bewegungen zu verfolgen und mich zu mehr aufzufordern. Sie sind für Sportler Ergänzungen zu ihren Trainingscomputern. Gerade für Menschen, die einen Überblick über ihre Aktivitäten im Alltag haben wollen und vielleicht auch mal einen kleinen Schubser brauchen, um aktiver zu sein, ist solch ein Activity-Tracker eine tolle Motivation.


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Kategorien : Equipment Zubehör


hallo.
sehr interessanter Bericht.
für welches gerät hast du dich am ende entschieden? interessant wäre auch wer genauer zählt? falls man das so sagen kann

welche der apps war am ende besser?

Hallo David!

Ich persönlich habe mich für den Polar Loop entschieden – aber das liegt an meiner Polar-Vergangenheit. Ich nutze im Training den Polar RCX5 Trainingscomputer. Hätte ich einen Forerunner von Garmin in Nutzung, dann wäre es vielleicht das vivofit Fitnessband geworden.
Beide messen sehr ähnlich. Tatsächlich war ich überrascht, wie nahe die gezählten Steps beieinander waren.
Auch bezüglich der Apps ist hier sicher der persönliche Geschmack ausschlaggebend. Wer Garmin Connect bereits nutzt, der kann einen Account benutzen.

Laufende Grüße, Martin

Hallo,
Guter Bericht. Leider ohne richtigen Schluss.
Was hat dich überzeugt, welcher war Besser usw.

ich Benutze eine Forerunner 220 zum Laufen.
Aber der Garmin Vivofit gefällt mir vom aussehen
eher nicht.
Das Polar Loop sieht aus wie ein Armband.
Daraufhin werde ich mir wahrscheinlich dieses zulegen.
Aber etwas Breit ist es schon.
Was man aber bei einem Activity Tracker eigentlich einbauen sollte unten
ein Herzfrequensmesser.
Natürlich als Sportler/Läufer wäre GPS noch richtig gut.
Dann hätte man alles in einem und das in einem noch schönen Armband,
Was meinen Sie?

Hallo!
Ich persönlich habe mich für den Polar Loop entschieden, da ich bereits Polar-Herzfrequenzmessgeräte zum Training nutze. Wenn dank der V800 eine Verknüpfung von Polar Personal Trainer und Polar Flow kommt, dann kann ich beides – Loop und meine alte Uhr – zusammen auswerten. Garmin hat jetzt mit der FR15 eine Uhr mit integriertem Activity Tracker im Sortiment. Ein Activity Tracker mit Herzfrequenzmessung und GPS ist für mich schon ein Trainingscomputer und zielt nicht auf die Zielgruppe ab, die von Activity Trackern erreicht werden soll. Aber ich denke auch, dass es in Zukunft solche Geräte geben wird. Adidas hat mit dem Smart Fit da ja schon was in der Pipeline.
Laufende Grüße, Martin

Hi,
Eine vielleicht ganz stupide frage aber: beim schwimmen brauche ich keinerlei Ergänzung zum polar loop oder? Also reicht da nur das Armband / die uhr zum Messen?

Hallo Maja!

Das ist richtig – denn das Polar Loop Armband misst deine tägliche Aktivität – Laufen, Schwimmen, Rad fahren – durch die integrierten Sensoren. Somit brauchst du kein weiteres Zubehör. Wenn du beim Laufen auch deine Herzfrequenz messen möchtest, dann kannst du das Loop sogar mit dem H7-Brustgurt von Polar koppeln.

Laufende Grüße, Martin

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