Die einen schnuppern gerne Höhenluft, die anderen bleiben lieber auf dem Boden. Wir haben uns heute mal ein Thema vorgenommen, zu dem wir verschiedene Meinungen haben: das Laufen im hügeligen Gelände. 

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Was unsere Meinung zum Thema „Laufen“ angeht, sind wir uns meistens relativ einig… OK, manchmal… Denn es gibt durchaus auch Themen, die bei uns für Diskussionsstoff sorgen. Unterschiedliche Menschen – unterschiedliche Ansichten eben. Gerne diskutieren wir dann auch mal und versuchen, dem jeweils anderen unseren Standpunkt schmackhaft zu machen. Das Laufen im hügeligen Gelände z.B. ist so ein Thema. Hier beziehen wir beide mal Stellung!

So flach wie möglich, so viele Kuppen wie nötig – Laufen auf dem platten Land

von Martin

Ich komme vom Niederrhein. Hier kann ich über große Strecken über das platte Land und die Felder gucken. Gut, momentan ist es aufgrund des Getreides und des Mais‘ etwas schwieriger, aber ähnlich wie in Friesland heißt es auch bei uns, dass man mittags schon sieht, wer zum Kaffee zu Besuch kommt. Ich finde das toll, denn beim Lauftraining weiß ich gerne, wo es für mich hingeht. Und da kann mir eine Kuppe, ein Hügel oder gar ein Berg – oh ja, die gibt es bei uns auch – schonmal den Blick versperren. Was noch schlimmer ist: ich muss da hoch, um weiter zu laufen und voranzukommen. Und das kostet Kraft, ist anstrengend und macht die Muskeln sauer – im wahrsten Sinne des Wortes.

Rauf auf den Hügel – das gibt Power

Ich höre schon die ersten Aufschreie: Mensch, lauf da hoch! Bergläufe geben Power in den Beinen. Und das bringt dich im Flachen voran und macht dich flotter. Okay, das lasse ich gerne gelten. Aber das bedeutet nicht, dass ich das mag. Und vor allem heißt es nicht, dass ich Berge und Kuppen extra in mein Training einbauen muss. Mir reicht da schon eine Fluß- oder Autobahnüberquerung. Und da ist es egal, ob ich laufe oder auf dem Rad sitze. Ich freue mich dann immer, wenn ich oben angekommen bin und mich dann ausrollen lassen kann, bevor es unten wieder schön flach weiter geht.

Hügelläufe auf „tauben Gestein“*

von Peter

Bei uns im Ruhrgebiet gibt es keine Berge, nur Hügel oder ehemalige Abraumhalden aus der Zeit, in der noch Kohle gefördert wurde. Diese sind mittlerweile begrünt und werden heute als Naherholungsgebiete genutzt. Hier kann sich der Läufer an unterschiedlichen Steigungswinkeln oder an verschieden langen Anstiegen austoben.

Mit Begeisterung an meine Grenzen – der Trainingseffekt ist enorm

IMG_2393An den Trainingstagen, an denen Hügelläufe geplant sind, ziehe ich mit großer Begeisterung meine Laufschuhe an, denn diese Form des Trainings gehört zu meinen Favoriten und ich stelle ich mich regelmäßig dieser Herausforderung. Erstens, weil ich gerne Trailläufe mache – diese sind  fast immer mit knackigen Auf-und Abstiegen durchzogen – und zweitens, weil besonders diese Trainingsart sehr wirkungsvoll ist.
Beim Bergauflaufen wird der gesamten Stütz- und Bewegungsapparat geschont, weil die Aufprallkräfte in der Steigung stark reduziert werden. Die Belastung für Muskulatur und Herzkreislauf ist gleichermaßen intensiv. Durch die etwas andere Körperhaltung werden Muskelgruppen, wie z. B. die Gesäßmuskulatur, vordere Oberschenkelmuskulatur und Rückenmuskulatur geschult, welche beim Laufen in der Ebene eher vernachlässigt werden.

Hinterher dürfen die Beine meckern

Je öfter ich den Hügel hoch gelaufen bin, desto besser wird meine Laune beim Abwärtslaufen. Nach meist 10-12 Wiederholungen bin ich stolz darauf, dieses fordernde Training wieder durchgezogen zu haben. Dann auf dem Heimweg während des Auslaufens habe ich oft das Gefühl, widerstandslos daher zu schweben. Erst zuhause angekommen melden sich dann meine Beine und reklamieren eine Ruhepause für sich.

*wertloses Gestein aus dem Bergbau

Wo tobt ihr euch aus bis die Oberschenkel brennen? Oder ist euer Motto: Wo ein Berg ist, kann gegangen werden?

 


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Kategorien : Rund um Sport, Fitness und Lifestyle


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