Homeoffice – momentan nicht nur der Arbeitsplatz füviele von uns. Auch für diejenigen, die normalerweise als Profisportler in ausverkauften StadienHallenauf Laufstrecken, Radparcour oder Schwimmbädern zu Hause sind. Doch gerade für sie hat das regelmäßige und getaktete Training einen enormen Stellenwert, um am Wettkampf- oder Spieltag die bestmögliche Leistung zu zeigen. Alleine und selbstständig die Wettkampfform zu halten, das ist vor allem für Mannschaftssportler ein Novum. Denn hier spielt neben Fitness, Technik, Taktik und Ernährung auch die Teamchemie und das Zusammenspiel eine zentrale Rolle.

Welche Profisportler sich momentan wie fit halten, beschäftigen und zusammen Spaß haben, erfahrt ihr jetzt!  

Fußballer messen sich bei der „Toiletpaper-Challenge“

Fußballer haben von ihren Vereinen derzeit strikte und bindende Anweisungen und Pläne für Fitness und Ernährung. Meistens sind sie perfekt auf den einzelnen Athleten abgestimmt. So sorgen ssie dafür, dass die Spieler in Bestform bleiben. Haben sie ihr Training im Fitnessraum, auf der Laufstrecke oder im Pool erledigt, widmen sie sich anderen Aktivitäten. Beispielsweise ersetzen sie das runde Leder durch eine Rolle Toilettenpapier, um an einer virtuellen Challenge teilzunehmen. 

Dabei handelt es sich um die „Toiletpaper-Challenge“, bei der eine Rolle Toillettenpapier wie ein Ball hochgehalten wird. Man kann drei Freunde über die sozialen Medien dazu herausfordern, nachzuziehen, sprich: die eigenen technischen Künste an der Rolle zu präsentieren. Darüber hinaus verbringen die Profifußballer momentan viel Zeit mit ihren Familien und Haustieren. Einige lesen auch fleißig Bücher, andere verbessern ihre Kochkünste – und wiederum andere machen Videotelefonate mit ihren Verwandten und Familien in der oft fernen Heimat.  

Tennisprofi Roger Federer fordert seine Fans heraus 

Tennisspieler haben es im Vergleich zu den Fußballern einfacher zu trainieren, denn sie sind nicht so sehr auf Teamkollegen angewiesen. Jetzt heißt es für viele Spieler „Back To The Roots“ – an die Ballwand! Gefühlt jeder von uns hat schon mal einen Tennisschläger in der Hand gehabt und Bälle gegen eine Wand gespielt. Die Tennisspieler trainieren jetzt auf ähnliche Weise im eigenen Garten oder auf der Straße. Beispielsweise mit einem Ball, der an einer Gummischnur befestigt ist und nach dem Schlag wieder zurückkommt. Nicht selten findet das Training auch in den eigenen vier Wänden statt. 

Dort packen die Profisportler den Schläger aus und nehmen an einer Tennis-Challenge teil. Die besteht darin, möglichst spektakulär mit dem Schläger eine Toillettenpapierrolle zu jonglieren. Wie die Fußballer können sie weitere Freunde zu dieser Challenge einladen. Auch Roger Federer hat eine Challenge ins Leben gerufen: Er spielt den Ball aus einer sehr kurzen Entfernung von ca. 25 Zentimetern so oft es geht hintereinander mit dem Schläger gegen die Wand und fordert seine Fans auf, das auch zu tun.  

Läufer haben ihre Laufstrecke – oder einen Balkon mit Marathondistanz 

Wir Läufer haben in der momentanen Situation die verhältnismäßig besten Karten in Bezug auf unser Trainingspensum und unsere Trainingspläne. Alles, was wir fürs Training benötigen, steht uns zur Verfügung: unsere Laufstrecke. Grenzen werden uns nur gesetzt, wenn es um unsere Laufgruppen geht, denn auch wir halten uns strikt ans Social Distancing. Wo wir laufen ist uns komplett selbst überlassen, denn Laufstrecken gibt es überall, manchmal sogar da, wo man sie bisher gar nicht vermutet hat. 

Elisha Nochomovitz hat beispielsweise seinen eigenen, sieben Meter langen Balkon zu seiner Marathonstrecke gemacht. Nachdem er diese sieben Meter 6027-mal gelaufen ist, hatte er in 6:48 Stunden die Marathondistanz von 42,195 Kilometern absolviert. Das muss ihm erst einmal jemand nachmachen! Für die Profis unter uns ist es natürlich schwierig zu planen und die Trainingspläne zu optimieren, denn viele Wettkämpfe wurden gestrichen. Welche überhaupt stattfinden, ist leider zurzeit auch noch unklar…   

Triathlet Jan Frodeno absolviert Triathlon im eigenen Garten 

Bei den Triathleten hat Jan Frodeno am Osterwochenende eine Meisterleistung vollbracht – und das zudem noch für einen guten Zweck. Profisportler Frodeno hat auf seinem eigenen Grundstück in Spanien einen Triathlon über die volle Distanz absolviert! Und der war vielleicht härter als alles, was Frodeno bis dato an Wettkämpfen bestritten hat – ein echter Mentalitätskampf. Die volle Triathlon-Distanz zu gehen, ohne sich dabei wirklich vom Fleck zu bewegen und wechselnde Landschaften zu haben, ist ein Abnutzungskampf gegen sich selbst, der nur über einen unerschütterlichen Willen zu absolvieren ist. 

Frodeno hat sich in seinem Pool eine Gegenstromanlage einbauen und auf seine Pace einstellen lassen. Nach 3,86 Kilometern Schwimmen ist er dann auf den Rollentrainer gesprungen, um die 180 Kilometer Radstrecke hinter sich zu bringen, bevor die letzte Herausforderung auf ihn wartete: der Marathon auf dem Laufband! Nach 8:33 Stunden stieg Frodeno erschöpft von seinem Laufband – voller Stolz diese Prüfung gemeistert zu haben. Seine Motivation lag darin, andere Menschen in dieser schwierigen Zeit zu unterhalten und Spenden für den guten Zweck zu sammeln. Und beides hat er erreicht! Es kamen 200.000 Euro an Spenden zusammen, die jetzt für Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona Virus in Girona gesteckt werden. Ein Teil des Geldes geht außerdem an die Laureus Good For Sport Organization. 

Eine gute Sache, oder! 


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