Der Rennsteig-Lauf ist sicherlich einer der schönsten Landschaftsläufe Europas – und auch einer der kultigsten! Selbst nach etlichen gelaufenen Kilometern lassen es sich die Teilnehmer nicht nehmen, danach noch ausgiebig zu feiern. Auch Laufexpertin Tabitha war am Start und teilt in ihrem Foto-Bericht ihre Eindrücke mit euch.

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Laufspaß im Thüringer Wald

Ich muss meine Heimat Deutschland besser kennenlernen – das hatte ich mir für dieses Jahr besonders auf die Fahne geschrieben. Und das geht durch Läufe mit längeren Strecken besonders gut. Da gehört der Rennsteig Marathon natürlich auch ins Programm. Schon die Fahrt lohnt sich, denn man bekommt auf dem Weg viel von unserem waldreichen Land zu sehen und der Osten Deutschlands hat ganz tolle Bilder zu bieten!

Ich habe schon viel vom traditionsreichen Rennsteiglauf gehört. Er wurde übrigens kürzlich zum schönsten Crosslauf Europas gewählt! Deutschlands berühmtester Weiwanderweg ist eine grüne Oase – mit vielen Bergen und Tälern, wie dem Vessertal (Unesco-Biosphärenreservat) und einigen schnuckeligen kleinen Orten. Man sollte auf jeden Fall ein paar Tage länger bleiben und sich Thüringen mal genauer anschauen. Bei der Pastaparty am Vorabend gibt es übrigens eine lokale Spezialität, Thüringer Klöße mit Gulasch.

 Der Lauf

Beim Rennsteig-Lauf können verschiedenste Distanzen gelaufen oder gewalkt werden. Es gibt Crossläufe für Kinder und Jugendliche, einen sehr gefragten Halbmarathon, einen ungewöhnlichen Marathon mit 43,5 Kilometern oder einen Supermarathon mit 72,7 Kilometern. Das Rennen hat mittlerweile eine lange Tradition. Seit 44 Jahren Jahren zieht er tausende Läufer aus aller Welt an. Dabei hat alles mal ganz klein angefangen – als Abenteuer von vier Studenten aus Jena.

Samstagmorgen treffen sich viele fröhliche Menschen zum Start in verschiedenen Standorten. Vor dem Start wird geschunkelt und gesungen und dann geht es endlich los. Ich treffe dort auch noch einige RUNNERS POINT Kollegen, die sich schon genauso auf den Lauf freuen, wie ich!

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Die Luft ist unheimlich frisch und die Landschaft ist der Hammer. Der legendäre Haferschleim an den reichhaltigen Verpflegungsstellen haut mich nicht so vom Hocker, aber das Obst, Brot und den Tee nehme ich gerne! Die Strecke führt durch wunderschöne Landschaften, es geht rauf und runter und es gibt zwischendurch sogar eine schöne kleine „Schlucht“! Unterwegs genießen wir die Aussicht, die tollen Wiesen und Wälder. Es ist herrlich mitten durch die Natur zu laufen – dabei wechseln sich die Untergründe und Impressionen ab! Auch für „Entertainment“ auf der Strecke ist gesorgt und ich lass es mir nicht nehmen eine Schaukelpause einzulegen!

Am Ende laufen wir durch den Regen, die Luft ist extrem rein und erfrischend. Schon vor dem Ziel gönnt sich mancher Marathoni ein Schmalzbrot und ein Schwarzbier an einer der letzten Verpflegungsstellen. Am Ende der 43,5 Kilometer wartet noch ein letzter „Berg“, aber es ist ja nicht mehr weit. Im Ziel werden wir sehr freundlich von vielen Menschen empfangen und genießen Obst, Suppe, Bier und natürlich die Thüringer Bratwurst.

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Für viele ist die Party nach dem Lauf das absolute Highlight. Ich habe schon einiges erlebt, aber so etwas echt noch nie: Feiernde Läufer ohne Ende, die tanzen, Unmengen an Bier trinken, auf die Bänke springen um mit der Band das Rennsteig-Lied zu singen – eine unglaubliche Stimmung. Man merkte den Leuten die Kilometer in den Beinen überhaupt nicht an! Sie tanzten, sangen und schunkelten bis in die Morgenstunden. Und ich habe seitdem ständig einen Ohrwurm: „Diesen Weg auf den Höhn bin ich oft gegangen, Vöglein sangen Lieder… bin ich weit in der Welt habe ich Verlangen, Thüringer Wald nur nach dir… Heiheiheihooo, im nächsten Jahr sind wir alle wieder da!“


Kategorien : Erlebnisberichte & Events


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