Wie im „richtigen Leben“ gibt es auch beim Laufen solche und solche! Was ich damit meine? Die einen laufen lieber für sich und genießen die Ruhe, die Natur und die Entschleunigung. Die anderen brauchen den Wettkampf mit sich selbst oder mit anderen und fühlen sich nur gefordert, wenn sie in einer Laufgruppe oder zwischen zehntausenden Menschen bei einem Halb- oder Marathon unterwegs sind. Hier lest ihr, was unser Experte Martin darüber denkt.

Läufer

Ich selber bin da so ein Zwischending, denn selbst wenn ich bei einem Wettkampf – egal, ob 5km oder Marathon – unterwegs bin, finde ich mich über kurz oder lang oft alleine auf der Laufstrecke wieder. Das hört sich für den Berlin Marathon, den Frankfurt Marathon, aber noch mehr für einen 5km Lauf, der über 2 Runden à 2,5km geht, komisch an. In den Startblöcken stehen alle dichtgedrängt zusammen und ich habe mich auch schonmal mit anderen Startern gut 20 Minuten über Trainingscomputer unterhalten. Andere tauschen sich noch über den kommenden Lauf aus. Hier finden sich manchmal auch spontan Athleten mit demselben Ziel und planen, zusammen zu laufen! Meistens sehe ich unterwegs einige Meter vor mir Läuferinnen und Läufer und höre ihre Schritte auch hinter mir, aber in den seltensten Fällen habe ich jemanden gefunden, der ein ähnliches Wohlfühltempo während des Wettkampfs hat wie ich. Ist das schlimm? Nein, auf keinen Fall. Aber manchmal kann ein „Mitläufer“ Motivation, Support und einen Extra-Kick Power bieten und zu einer besseren Leistung pushen. Komischerweise bin ich 500m vor dem Ziel wieder in illustrer Begleitung, denn hier knubbelt sich immer alles, oder? War die Strecke vorher breiter? Gab es alternative Wege zum Ziel? Bin ich falsch gelaufen? Es ist schon ein interessantes Phänomen, dass die Zieleinläufe neben dem Start immer die größten Läuferansammlungen auf der Strecke bieten. Vielleicht sorgt ja gerade dieser Aspekt für mehr Schub zu Beginn und zum Ende!?!?

„Mitläufer“ oder Solo?

Wenn mich jetzt jemand fragt, ob ich traurig darüber bin, dass ich Teile der Laufveranstaltung alleine unterwegs bin, oder ob es mir sogar gefällt, dem kann ich keine eindeutige Antwort geben. Da ist es beim Wettkampf genauso wie im Training. Gerne bin ich mal alleine unterwegs, um auch mal in mich reinzuhorchen und zu spüren, was der Körper gerade fühlt. Gerade wenn ich ein Intervalltraining mache, habe ich das Empfinden, mich sehr auf mich selbst konzentrieren zu müssen.

B2RunDUS-03053Bei lockeren Läufen unterschiedlicher Länge freue ich mich über Begleitung, da alles dann kurzweiliger wird und eine nette Unterhaltung zwischendurch die müden Beine und den leeren Kopf vergessen lässt. Besonders, wenn ich mich mit Freunden und Kollegen zum Laufen verabrede oder an Veranstaltungen wie Lauftreffs oder Firmenläufen teilnehme, bin ich deutlich kommunikativer – mit meinem Geplapper haben einige Laufpartner möglicherweise schon nervige Erfahrungen gesammelt. Aber dann geht es mir um das „gemeinsame“ Laufen! Ich möchte zusammen mit den anderen Spaß haben, sie fordern und ggf auch zu einer guten Leitung pushen. Dann ist mein Motto: „Wir laufen gemeinsam los, und kommen auch gemeinsam an!“

Für mich hat sowohl das Laufen in der Gruppe wie auch ein Alleingang seinen Reiz! Jeder Lauf ist etwas Besonderes und hat seine Eigenheiten, die mich auf die unterschiedlichste Art und Weise voranbringen! Wie ist es bei euch – seid ihr eher der einsame Wolf oder der Freund des „Rudelrennen“? Wenn ihr Bock auf „Rudelrennen“ habt, dann schließ dich doch unserem Run Club an. Der ist in 6 Städten am Start und bietet dir mehr als nur gemeinsame Läufe. Besuch uns einfach im Netz https://runclub.runnerspoint.com/ oder auf Facebook https://runclub.runnerspoint.com/.


Tags :

Kategorien : Erlebnisberichte & Events Trainingstipps


Ich laufe am liebsten alleine mit meinem Hund. Ich wohne am Stadtrand und kann daher mit dem Hund schnell raus in den Wienerwald. Mein Hund ist mein Schrittmacher – oft laufe ich lieber als ich „nur“ mit dem Hund Gassi gehe – beim Laufen kann ich in kürzerer Zeit eine weitere Strecke bewältigen, was dem Hund auch Freude macht – er kann mehr herumschnüffeln. Andere Läufer lachen immer, wenn ich behaupte, dass ich nur für den Hund laufe – ehrlich: ich bin gar nicht so eine fanatische Läuferin, aber ich liebe es, die Freude bei meinem Hund zu sehen, wenn wir gemeinsam laufen.
Leider ist mein Hund vor einem Monat gestorben. Jetzt freut mich das Laufen viel weniger – in der Früh bleibe ich daher lieber im Bett liegen – mit dem Hund musste ich einfach raus. Es ist klar: ich brauche wieder einen hündischen Laufpartner.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

* *

Angemeldet als . Abmelden »