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Worauf kommt’s an beim Laufschuh? Nach den Funktionstextilien gehen wir eine Etage tiefer und werfen einen genauen Blick auf des Läufers unverzichtbaren Begleiter.

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Hast du dir deinen Laufschuh schon einmal genauer angeschaut? So ein funktioneller Schlappen hat einiges drauf. Dabei ist Schuh auch nicht gleich Schuh. Wenn ich draußen renne, wenn ich in meiner Freizeit durch die City flaniere, wenn ich bei der Familie zu Besuch bin oder wenn ich im Urlaub durch die Pampa latsche – für alles habe ich meine Lieblingsschuhe. Oder auch zwei oder drei Paar. Doch was ist denn da so alles dran und drin? Und was ist es, das einen Funktionslaufschuh zu einem solchen macht? Hier gibts die Antworten.

Der erste Eindruck: das Obermaterial

Laufschuh: Mesh ObermaterialEin Teil, mit dem dein Fuß ständig in Kontakt ist, ist das Obermaterial – es wird auch Schaftmaterial oder Upper genannt. Oftmals besteht es aus einem offenporigem Mesh, welches für ein gutes Fußklima sorgt. Sind diese Poren allerdings zu groß, dann kann es auch mal ganz schön frisch im Schuh werden und Regen kann schnell eindringen. Deshalb besitzen viele Schuhe ein mehrschichtiges Upper, bei dem sich die Lagen so übereinanderlegen, dass Feuchtigkeit zwar gut nach außen, aber nicht so schnell nach innen gelangen kann. Das hat den Vorteil, dass deine Füße immer eine angenehme Temperatur haben und nicht so stark schwitzen.

Und wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, der legt sich einen Schuh mit einer wasserresistenten Ausrüstung des Obermaterials oder einer GoreTex-Membrane zu. Denn diese versprechen trockene und warme Füße. Allerdings sollte man in diesen Fällen immer eine reduzierte Atmungsaktivität bedenken, die bei warmen Temperaturen schon mal zu Dampfkrallen führen kann.

Auflaminierte Überzüge, Zehenprotektoren, externe Fersenkappen, Reflektoren und Stabilitätselemente im Mittelfußbereich runden die Ausstattung je nach Einsatzbereich des Laufschuhs ab.

Hier schlägt das Herz des Laufschuhs: die Zwischensohle

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Der zweite Teil, mit dem deine Füße ständig in Berührung sind, ist die Zwischensohle – hierzu zähle ich die Einlegesohle mit. Mit einer individuell angepassten Einlage verbessert sich nicht nur der Komfort im Schuh, sondern auch der Kraftschluss zwischen Fuß und Schuh. Dies kann zu einem besseren Laufverhalten, einer geringeren Verletzungsanfälligkeit und zu mehr Spaß beim Laufen führen.

In den meisten Fällen kommt in der Zwischensohle – sie wird auch Mittelsohle genannt – ein EVA zum Einsatz, ein sehr leichter Kunststoff, welcher ähnlich einem Schwamm aufgeschäumt ist, um den Trage- und Dämpfungskomfort zu gewährleisten. Winzige Lufteinschlüsse „polstern“ oder „federn“ und so ist die Zwischensohle in der Lage, sich an den Laufuntergrund, das Lauftempo und an das Läufergewicht anzupassen.

Boost BlogTechnologien: Boost, Freshfoam, Zoom Air

Außer EVA gibt es aber mittlerweile noch andere Technologien, die sich in der Zwischensohle deiner Laufschuhe wiederfinden. Adidas setzt hier z.B. auf seine Boost-Sohle, Sie wird aus tausenden TPU- Kügelchen geformt und hat bessere Dämpfungseigenschaften als EVA. Sie ist sehr formstabil, auch unter hohen Belastungen und zeichnet sich durch einen gute Energierückgabe aus.

New Balance hat per Computer das Laufverhalten vieler Läufer analysiert und einen neuen Sohlenaufbau errechnet. Die Freshfoam Mittelsohle von weist sechseckige Strukturen auf. Während die nach innen gewölbten Strukturen für die Dämpfung zuständig sind, wirken die nach außen gewölbten Hexagons stabilisierend. Kleinere Elemente sorgen in der Außensohle für höhere Flexibilität und die größeren für eine gleichmäßige Druckverteilung.

Nikes Zoom Air Elemente beinhalten leichte, schnell reagierende und sehr dünne Luftkammern. Damit steht dein Fuß sehr bodennah und verfügt über eine hohe Beweglichkeit. Das System besteht aus zwei Gewebeschichten, die mit Tausenden von vertikalen Fasern verbunden sind. Diese Fasern werden von einem gepressten Gas innerhalb eines Nike Air Systems umgeben. Der Vorteil liegt in der Leichtigkeit, die aber trotzdem eine hervorragende Dämpfung verspricht. 

Generell gilt bei den verschiedenen Technologien: einfach ausprobieren, womit ihr euch am wohlsten fühlt. Es ist extrem spannend, die unterschiedlichen Hersteller miteinander zu vergleichen. Doch irgendwann ist jede Dämpfung im wahrsten Sinne des Wortes platt gelaufen und der Laufschuh sollte getauscht werden. Das ist in der Regel nach 600 bis 800 km der Fall.

Maximale Dämpfung durch maximale Schäumung

Immer öfter sind Schuhe von Hoka One One, Altra oder anderen Marken auf der Laufstrecke anzutreffen, die eine deutlich voluminösere Zwischensohle haben.

Auf den ersten Blick mögen diese Schuhe nicht wie die typischen Laufschuhe aussehen, aber diese „Laufbewegung“ kombiniert eine sehr komfortable Dämpfung mit einer relativ geringen Sprengung. Hier findet sich der Trend des „Natural Running“ im „Maximize“-Run wieder. Wenn ihr noch mehr Details über den Trend erfahren wollt, empfehlen wir euch den folgenden Artikel: Neutral oder maximal – aktuelle Running-Trends im Überblick.

Carbon wie in der Formel 1 – Haltbarkeit für die Außensohle

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Sie sorgt für den Grip und die Traktion, Langlebigkeit und Haltbarkeit – die Außen- oder Laufsohle deines Laufschuhs. Abhängig vom Einsatzbereich unterscheiden sich die Profile natürlich.

Denn während ein Trailschuh für deine Geländeabenteuer ein tieferes und offeneres Profil aufweist, kommen die leichten und flotten Wettkampfschuhe mit einer flachen und nur sehr minimalistisch profilierten Außensohle daher. Und bei den Leichtathletikspikes – ob für den Cross oder die Tartanbahn – sind im Vorfuß sogar Spikenägel eingeschraubt, um einen explosiven und dynamischen Abdruck zu garantieren. Wenn du es genauer wissen möchtest, welcher Schuh sich für welchen Untergrund eignet, findest du in diesem Artikel alle Infos.


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Kategorien : Equipment Schuhe


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