Dieses Zitat von Dr. med. F. Batmanghelidj haben wir zum Anlass genommen, uns mal näher mit dem Thema „Wasser“ auseinanderzusetzen. Am Dienstag, den 08.10.13, referierte Marco Heil, Heilpraktiker und Mitinhaber des Instituts für Metabolic Typing in Köln, in der Dortmunder RUNNERS POINT Filiale World of Running vor einem sehr interessierten Publikum zu vielen Fragen rund um das Thema Wasser.

Im Anschluss sprach unser Running-Experte Frank Eickmann mit ihm.

Frank: Hallo Marco. Normalerweise macht man sich ja nicht so viele Gedanken zum Thema Wasser und kauft einfach eines, das günstig ist und schmeckt. Was hat dich dazu bewegt, dich so intensiv mit dem Thema zu befassen?

Wasser 1Marco: Wasser ist für mich das wichtigste Grundnahrungsmittel. Und in meiner täglichen Arbeit als Therapeut muss ich immer wieder erkennen, dass die Menschen zu wenig und minderwertiges Wasser trinken. Unser Körper besteht zum großen Teil aus Wasser. Wasserverlust führt unmittelbar zu Leistungsabfall, Müdigkeit und nachlassender Konzentrationsfähigkeit, langfristig zu schweren Erkrankungen des Stoffwechsels oder des Gewebes. Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Symptome des Alterns in der einen oder anderen Form immer mit einer Verschlackung und Entwässerung des lebenden Gewebes verbunden sind, begleitet von einer oxydativen Schädigung durch so genannte „Freie Radikale“ – wir rosten quasi. Medikamenten- und andere Rückstände im Grundwasser, Umweltgifte, Nährstoffarmut und Chemie in unserer Nahrung sowie negativer Stress belasten unseren Organismus täglich. Die Folge: eine drastische Zunahme von Herz-Kreislauf-, Krebs- und Diabetes-Erkrankungen in unserer Bevölkerung. Genügend Wasser in guter Qualität ist aber die wichtigste Voraussetzung aller gesunden Prozesse in unseren Körper!

Frank: Ok, Wasser ist also nicht gleich Wasser. Kannst du das näher erläutern?

Marco: In der Natur gibt es z.B. so genanntes „kleinclustriges“ Gletscherwasser, „antioxidatives“ Wasser aus Quellen, die einem Schieferstollen entspringen oder „alkalisches“ Wasser aus Heilquellen. Sie unterscheiden sich messbar von Leitungs- und Mineralwasser und unterstützen eindeutig stärker einen Prozess, der maßgeblich unsere Lebensqualität bestimmt: das „Gesundbleiben“. Dieses hochwertige Wasser wird aber in der Regel nicht zur Herstellung von Mineralwasser verwendet und ist im Supermarkt nicht zu finden. Stattdessen steht dort Wasser, dass dem Grundwasser entnommen wird und mit Filterung, anderer Behandlungen und teilweise mit Versetzung von Kohlensäure in einen „verkaufsfähigen“ Zustand gebracht wird. Es gibt Ausnahmen, aber normalerweise ist jedes Leitungswasser in Deutschland hochwertiger als die meisten gekauften Mineralwässer. Und was kaum jemand weiß: es hat strengere Richt- und Grenzwerte als Mineralwasser.

Frank: Was kann ich als Läufer bzw. Ausdauersportler in Bezug auf Wasser besser machen?

SportgetränkeMarco: Auch der Spitzensport befasst sich zunehmend mit dem Thema Wasser. Die ständig steigenden Anforderungen von Spitzenleistungen führen zu „oxidativem Stress“ für die Zellstrukturen und damit zu vorzeitigen Alterserscheinungen. Untersuchte Bundesligaspieler mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren wiesen teilweise ein deutlich erhöhtes biologisches Alter auf. Auch im Hochleistungs-Laufsport finden viele Belastungen im anaeroben Sauerstoffmilieu mit einer hohen Sauerstoffverwertung statt, was allerdings die Bildung von Freien Radikalen begünstigt, die, wenn sie Überhand nehmen, zerstörend auf gesunde Zellstrukturen wirken. Deshalb wird im Sport immer mehr mit so genanntem „aktivierten Wasser“ gearbeitet. Deutsche, russische und japanische Forscher fanden heraus, dass es möglich ist, die Eigenschaften von Wasser durch die Behandlung z.B. mit galvanischen Strömen positiv zu beeinflussen. Aus gewöhnlichem Leitungswasser wird so antioxidatives Wasser (= Freie Radikale neutralisierend), das basisch ist und durch kleinere Wasserstrukturen („kleinclustriges“ Wasser) eine bessere Zellgängigkeit aufweist. Es nennt sich Aktiv-Wasser, ist extrem gesund und schmeckt sogar richtig gut!

Frank: Hast du ein paar allgemeine Tipps zum täglichen Umgang mit Wasser?

Marco: Ich persönlich wandle tatsächlich mein Leitungswasser in gefiltertes Aktivwasser um. Es gibt mittlerweile hochwertige und bezahlbare Geräte, die das können. Sie sind nicht größer als eine Kaffeemaschine und finden in jeder Küche Platz. Wer diesen Weg nicht gehen möchte, sollte beim Kauf von Mineralwasser beachten, dass das Wasser in Glas-, und nicht in Plastikflaschen abgefüllt ist, denn die Weichmacher im Kunststoff wirken sich negativ auf die Qualität des Wassers und damit auf unsere Gesundheit aus. Außerdem empfehle ich, grundsätzlich Kohlensäurefreies Wasser zu nehmen, da dies in der Regel basischer ist. Wichtig ist noch das ausgewogene Verhältnis der Mineralstoffe Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Warum manche Hersteller mit dem Hinweis „natriumarm“ oder „magnesiumreich“ arbeiten, erschließt sich mir nicht. Zu viele Minerale kann man eigentlich nicht zu sich nehmen, sie werden  auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden, vorausgesetzt, man trinkt wiederum ausreichend hochwertiges Wasser. Zu wenig allerdings schon.

Frank: Wie viel Wasser soll es denn nun täglich sein?

Wasser 2Marco: Betrachtet man die weltweite Trinkkultur, sind wir Deutschen sicher in der Spitzengruppe zu finden. Zumindest, wenn es um die Mengen von Bier, Wein und Kaffee geht, die wir täglich unserem Körper zuführen. Doch bei Wasser sieht die Sache anders aus. Dort können wir deutlich zulegen. Wer es richtig gut machen möchte, trinkt 1 Liter stilles Wasser pro 20 Kg Körpergewicht, 1 Liter pro 30 Kg sollte es auf jeden Fall sein. Nach der Laufeinheit ist natürlich eine Extraportion, gerne auch als Saftschorle, angesagt, bei hohem Schweißverlust mit einer ganz kleinen zusätzlichen Messerspitze gutes Meer- oder Steinsalz, ohne Jodzusatz, Trennmittel und Rieselhilfsstoffe, angereichert. Als Faustformel gilt hier 0,5 Liter pro Stunde Belastung, entweder direkt nach dem Lauf oder bei längeren Läufen auch währenddessen. Ein „Wasserrezept“ habe ich übrigens auch: 1,5 bis 2 Liter Aktivwasser mit einer Scheibe Ingwer in ein dunkelblaues Glasgefäß füllen und über den Tag verteilt trinken!

Frank: Marco, vielen Dank für das Gespräch! Wie kann man dich denn für weitere Fragen am besten erreichen?

Marco: Meine Praxis in Köln befindet sich in der Praxisgemeinschaft Antwerpenerstraße 35. Per Email bin ich unter marco.heil@meditype.de und telefonisch unter 0176- 632 907 23 zu erreichen.


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Kategorien : Ernährung Gesundheit


Wessen Leitungswasser enthält auch zu viele Chemikalien? Hier in Idstein (Hessen) haben wir sehr viel Fluor und Chlor im Wasser, es ist nicht mehr unbehandelt trinkbar, wird aber von der Stadtverwaltung als „beste Trinkwasserqualität“ angepriesen. Viele Leute glauben das leider.

Hier in Bickenbach Südhessen nähern sich die Nitrat werte dem Grenzwert von 50mg/l – es sind schon knapp 30!

Schade, dass hier „Aktivwasser“ als wissenschaftlicher Fakt ganz nebenbei und wie selbstverständlich eingeflochten wird. Eigentlich fast skandalös. Jeder kritische Leser, der interessiert ist, sollte zu dem Thema mal unabhängige Quellen überprüfen.

Kurz zu dem tollen Begriff „Cluster“: Die Bindungen der Dipolaren Wassermoleküle bildet tatsächlich Cluster (Häufungen), aber diese ändern sich in einer Sekunde so unglaublich oft, dass es unmöglich ist, die Anordnung dauerhaft in irgendeiner Form zu verändern.

Wenn man so wenig tatsächliche Informationen einfließen lässt, kann man sich natürlich auch schwerer der offenen Lüge schuldig machen – Hauptsache, die Adresse des „Experten“ ist angegeben 🙂

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