Über die Wirkung von Sonne, Cremes und UV-Unterhosen
(von Tabitha)

UV-SchutzWir haben die Nase voll vom Regen, wir brauchen endlich mal 30° im Schatten und einen strahlend blauen Himmel. Sonst gehen wir ein. Die Leute sind unzufriedener, schlechter gelaunt und weniger hilfsbereit, wenn es dauerhaft regnet. „Mit den Menschen ist es wie mit den Blumen: Sie brauchen nicht nur Wasser, sondern auch Sonne“ (Julius Langbehn). Sie ist ein genialer Stern, der von unserer Erde umkreist wird  – und ohne deren Strahlung wir nicht leben könnten. Wie die Sonne wirkt, was sie Gutes für uns tut und wo wir uns vor ihr in Acht nehmen sollten – das beschreiben Martin, Peter und Timo.

Wenn die Sonne brennt und den Pelz versenkt…
(kleine Erläuterung von Martin)

Endlich – die Sonne ist da! Lange ließ sie auf sich warten. Also ab an die frische Luft. Jeder weiß, dass zu viele UV-Strahlen schaden, aber gebräunte Haut gilt bei vielen als Schönheitsideal. Außerdem wirkt sie positiv auf uns und unseren Körper: Unsere Abwehrkräfte und unser Wohlbefinden werden gesteigert, Kreislauf, Stoffwechsel und Durchblutung angeregt. Zu viel Sonne bedeutet allerdings schnelle Hautalterung und schlimmstenfalls Hautkrebs. Dies liegt an der ultravioletten (UV-)Strahlung der Sonne, die in UV-A (langwellig), UV-B (kurzwellig) und UV-C unterschieden wird. Unsere Ozonschicht filtert alle UV-C-Strahlen heraus, so dass diese energiereiche Strahlung nicht bei uns ankommt. Die UV-A-Strahlung verursacht nicht den Sonnenbrand, aber schädigt die kollagenen Fasern in den tieferen Hautschichten. Dies führt zu Faltenbildung durch Elastizitätsverlust. Nur bis in die Oberhaut dringt die UV-B-Strahlung – sie ist für den Sonnenbrand in seinen unterschiedlichsten Intensitäten verantwortlich, aber auch für die Bildung des Pigments Melanin. Durch dieses Pigment erhalten wir unsere Hautbräunung. Unser eigener UV-Schutz ist die Lichtschwiele. Sie entsteht durch Zellteilung der Hornhaut bei einer stetigen Sonneneinstrahlung von über 6 Tagen. Die Lichtschwiele wirkt wie eine Sonnencreme mit LSF 3. Unser Körper braucht die UV-B-Strahlung zur Vitamin D Herstellung und dieses ist wiederum wichtig für die Gesundheit.

Sonnenschutz für die „dritte Kniescheibe“
(ein Erlebnisbericht von Peter)

Samstagmittag  13:00h, die Wochenendeinkäufe sind getätigt, der Wagen erstrahlt im Glanze der neuen Waschstrassenpolitur, die Sonne lacht und treibt den Wärmemesser auf 27 Grad. Ich will trotzdem laufen! Da ich als Bleichgesicht eher von den Süd-Iren abstamme, wird noch schnell die Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 aufgetragen. Als textile Verkleidung trage ich Laufshirt, Laufhose und sogar einen Laufslip mit UV-Schutz – wie cool ist das denn?

Notlösung :)

Notlösung 🙂

Nach ca. dreißig Minuten Laufzeit auf der sonnenüberfluteten Bahntrasse von Essen in Richtung Bochum, überkommt mich ein komisches Gefühl. Mir ist doch recht warm ums Haupt und die Schmerzrezeptoren auf der haarfreien Oberfläche funken SOS. Da habe ich Trottel doch tatsächlich den Brandschutz für meine durch Haarausfall freigelegte “dritte Kniescheibe“ vergessen. Wie kann man nur so blöd sein?  Nicht nur die Laufkappe liegt unbenutzt daheim, schlimmer noch, ich vergesse die kahle Kopfstelle mit Sonnencreme zu salben.  Jetzt muss schnell ein Notfallplan her! Ich nehme mein Laufshirt, forme es zu einem Turban und setze diesen auf meinen dampfenden Schädel.

Selbst ist der Mann mit dem lichten Haar! Wäre doch gelacht, wenn ich dem grinsenden Heizstrahler am Himmel nicht trotzen könnte. Apropos gelacht, wie immer tummeln sich auf dieser Laufstrecke viele Sportler. Und heute scheint sich die entgegenkommende Spezies besonders darüber zu freuen, mich zu sehen. Zuhause angekommen schaut mich meine Frau mit ihrem typischen  „Ihm ist nicht mehr zu helfen“- Gesicht an. Ich beschließe, bei meinem nächsten sommerlichen Auslauf die Laufkappe wieder mitzunehmen. Vielleicht lächeln die Leute dann trotzdem – und zwar nur weil das Wetter so schön ist…

Sonnencreme für Laufklamotte?
(Tipps von Timo)

Wie gut Kleidung uns vor UV-Strahlung schützt hängt von der Dichte, dem Fasermaterial und dem Farbstoff sowie der Farbtiefe ab. So lässt ein weißes Baumwollshirt ca. 10% UV-Strahlung durch – dies liest sich zwar schon ganz gut, ist aber immer noch ein recht hoher Wert. Im nassen Zustand oder bei eng anliegender Kleidung ist der UV-Schutz noch geringer! Baumwolle, Leinen oder Viskosestoffe bieten eher einen kleinen Schutz. Auf Platz 2 beim UV-Schutz liegen die Materialien Nylon, Wolle oder Seide. Die Nummer 1 im UV-Schutz der Fasern ist aber Polyester.

Die Angabe UPF (UltravioletProtectionFactor) findet sich bei vielen Textilien und gibt den Schutzfaktor an. Ein Stoff der zum Beispiel mit UPF 20 ausgezeichnet ist, lässt nur ein Zwanzigstel der UV-Strahlung durch – also 5 Prozent. Experten empfehlen vor allem für sensible Hauttypen einen UV-Schutzfaktor von UPF 40 oder höher.

Die perfekte Vollausstattung mit integriertem UV-Schutz:

Fazit
(von Tabitha)

Wenn die Sonne „die Universalarznei aus der Himmelsapotheke“ (August von Kotzebue) ist, dann liegt wie bei vielen Mitteln erst in der Dosis das Gift. Und die richtige Dosis zu finden – das ist die Herausforderung für uns Läufer. Lasst uns die Sonne also nicht verteufeln, nicht anbeten, sondern als großartige Kraftquelle in Maßen nutzen. Und da sie bei uns nicht so oft „auftaucht“, gilt es sie jetzt zu genießen. Ihre Strahlen sind ja schließlich nicht nur der Motor für das Klima – sondern auch für unsere gute Laune. In diesem Sinne: raus in die Sonne, fröhlich werden und gesund bleiben!


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Kategorien : Bekleidung Equipment Gesundheit


Sonnencreme für 1000 Euro das Kilo. Ist das euer ernst?

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