Ein Termin jagt den nächsten, die Mittagspause fällt mal wieder aus und eigentlich müsste der Tag 48 Stunden haben. Wenn man ständig auf der Überholspur unterwegs ist, freut man sich auf einen erholsamen Stopp an der Tanke, sprich auf der Couch! Aber ist das der richtige Weg, dem Stress Paroli zu bieten? Unsere Experten empfehlen Sport gegen Stress. Warum, erfahrt ihr hier.

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Was ist eigentlich Stress?

Stress ist eine natürliche und gesunde Reaktion des Körpers. Er ist ein Urinstinkt, der signalisiert, dass der Körper von äußeren oder inneren Faktoren bedroht wird und reagieren muss, um mit der Situation klarzukommen. In kurzer Zeit steigt der Puls, unser Herz-Kreislaufsystem schaltet den Turbo ein und unserer Muskeln spannen sich an. Binnen weniger Sekunden werden die Stresshormone Adrenalin, Insulin, Cortisol und Noradrenalin ausgeschüttet.

Als wir noch Jäger und Sammler waren, war dieses Verhalten überlebenswichtig, denn es bringt den Körper in Habachtstellung. In diesem Moment war man in der Lage, die drohenden Gefahren- und Kampfsituationen zu meistern.

Wie entspannt Sport?

stress couchIn der heutigen Zeit kommt es eher selten vor, dass wir in einen Kampf verwickelt werden oder schlagartig die Flucht antreten müssen und so unsere Anspannung in Energie entladen und für uns nutzen können. In der Regel ist es der Fall, dass wir unsere Anspannung, unsere aufgestaute Energie und die ausgeschütteten Stresshormone aufgrund mangelnder Bewegung nicht abbauen können. Suchen wir Entspannung nach einem turbulenten Arbeitstag auf der Couch und lassen uns vom Fernseher berieseln, empfindet das der Körper zwar als Entlastung, doch der große Unterschied liegt im Ausmaß und der Geschwindigkeit mit der die ausgeschütteten Stresshormone abgebaut werden. Auch auf der Couch fährt der Körper Atmung, Blutdruck und Herzschlag runter, doch die Muskulatur steht noch unter Spannung und die zuvor ausgeschütteten Stresshormone zirkulieren auch weiterhin im Körper. Die Folge sind körperliche und psychische Krankheitssymptomen wie Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen oder Verdauungsbeschwerden.

Erst durch Bewegung werden vermehrt Hormone produziert (Endorphine und Serotonin), die Stresshormone neutralisieren.

Darum solltest du Sport gegen Stress nutzen:

1. Laufen macht glücklich

stress_laueferGlückshormone gefällig? Studien belegen, dass Ausdauersportarten mit einer mäßigen Belastung von 30 bis 60 Minuten den stimmungsaufhellenden Botenstoff Endorphin und Serotonin freisetzen. Genau diese stressabbauenden Hormone sorgen für das entspannte Gefühl nach einem intensiven Workout oder einem entspannten Lauf. Endorphine machen zusätzlich glücklich und heben die Stimmung.

2. Fit im Kopf

Regelmäßiger Sport regt die Blut- und Sauerstoffversorgung des Gehirns an. Die “geistige Fitness” wird gestärkt und erfrischt die grauen Zellen. Also runter vom Bürostuhl, rein in die Laufschuhe und den Kopf für neue inspirierende Gedanken freipusten.

3. Lust statt Last

Egal, wie stressig der Tag oder die Woche war, während des Sports liegt die Konzentration allein auf der Übung. Korrekte Übungsausführungen sorgen für Ablenkung. Probleme, die zuvor als Last empfundenen wurden, werden nach intensiver Belastung in ein positiveres Licht gerückt. Du bekommst Lust auf mehr.

4. Gelassenheit statt Frust

Regelmäßige Bewegung reguliert den Stresspegel im Körper. Der durch Sport aktivierte Stoffwechsel trainiert die Regulierung der Stresshormone. Resultat ist eine gewisse Stressresistenz, die uns erneute Stressmomente etwas gelassener erleben lässt.

5. Sport im Team motviert

Lass dich von Freunden oder Kollegen motivieren. Sport im Team macht doppelt Spaß und pflegt soziale Kontakte. Egal, ob es für eine kleine Laufrunde ist, ihr mit mehreren Leuten irgendwelchen Bällen hinterher jagt oder euch zu einer Radtour trefft: in einer Gruppe fällt es dir schwerer, die Verabredung abzusagen, auch wenn du einmal keinen Bewegungsdrang verspürst.

Wie baust du Stress ab?  Welche Tipps hast du für uns?


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Kategorien : Gesundheit


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