Eins ist klar – eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig, um den Körper dabei zu unterstützen, volle Power entwickeln zu können. Und während für manche Sportler Milchprodukte und Fleisch zum Essen dazugehören, haben sich andere dem Veganismus verschrieben. Der ein oder andere fragt sich allerdings, ob diese Ernährung auch leistungsfähig macht. Hier erfährst du wichtige Tipps zu einer ausgewogenen Sporternährung.

Veganismus ist weder außergewöhnlich noch ungewöhnlich. Aber ist man mit dieser Ernährung nicht doch protein- und nährstofftechnisch unterernährt? Einer, der sich 1990 für eine vegane Ernährung entschieden hat, ist Carl Lewis. Der Leichtathlet und neunmalige Goldmedaillengewinner konnte damit seine Karriere erfolgreich gestalten. Er hat für sich selber festgestellt, dass er keine Proteine aus Fleisch benötigt, um sehr gute Leistungen zu bringen. Mit seiner veganen Ernährung ist er nicht alleine: Novak Djokovic, die Williams-Schwestern und auch Lewis Hamilton ernähren absolut oder überwiegend vegan.

Alles für den Sport – aus der Pflanze in den Körper

Kohlenhydrate, Proteine, Mineralstoffe und Vitamine – Lebensmittel mit diesen Inhaltsstoffen sind für Sportler wichtig, um ein leistungssteigerndes Training zu ermöglichen. Wofür die einzelnen Inhaltsstoffe zuständig sind und in welchen Lebensmitteln sie zu finden sind? Lies einfach weiter.

Kohlenhydrate

Damit Nerven und Muskeln ordentlich arbeiten können, brauchen sie Kohlenhydrate. Obst, Gemüse, aber auch Couscous, Vollkornreis oder -nudeln liefern ausreichend davon. Sie haben noch einen weiteren Vorteil – sie halten lange satt und lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen. Also sind das schon mal clevere Lebensmittel für eine vegane Ernährung.

Proteine

Um die Muskeln aufzubauen oder zu reparieren benötigt der Körper Proteine (Eiweiß). Doch in einer veganen Ernährung stehen Milch, Milchprodukte und auch Fleisch nicht auf dem Speiseplan. Allerdings stehen mit Haferflocken, Chiasamen, Linsen und Kichererbsen geeignete Proteinlieferanten zur Auswahl. Bei Sportlern ist eine Proteinaufnahme von 1,0 – 1,2 g pro Kilogramm Körpergewicht empfehlenswert. Warum Soja in der Auflistung fehlt? Es sollte nicht in erhöhtem Maße konsumiert werden, da es erwiesenermaßen allergen auf den Körper wirkt.

Mineralstoffe

Essentielle – also lebensnotwendige – Mineralstoffe werden für Abläufe im Körper benötigt. So ist zum Beispiel der Sauerstofftransport oder auch die Muskelkontraktion von Mineralien wie Eisen, Natrium, Kalzium, Magnesium und Kalium abhängig. Da sie aber über den Schweiß verloren gehen, müssen sie dem Körper wieder zugeführt werden. Kalzium ist z.B. in Hülsenfrüchten, Gemüse, Tofu und Nüssen enthalten. Obst- und Gemüsesäfte sind clevere Mineralstoffquellen und sie eignen sich auch dazu, nach dem Sport die Flüssigkeitsspeicher aufzufüllen.

Vitamine

Vitamine sind unter anderem Quellen von Enzymen und wichtig für Stoffwechselprozesse – z. B. B1 im Kohlehydratstoffwechsel. Für Sportler ist das Vitamin B12 wichtig, da es an der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt ist. Allerdings gibt es keinen pflanzlichen Stoff, der Veganern dieses Vitamin liefert. Mittlerweile ist man in der Lage, das Vitamin B12 synthetisch herzustellen und veganen Lebensmitteln zuzusetzen.

Gesunde Fette aus pflanzlichen Quellen wie Walnüssen, Chiasamen oder Leinsamen sind Energielieferanten passen prima auf den veganen Speiseplan!

Veganismus und Sport – ja oder nein

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied – auch wenn jetzt 5,-€ ins Phrasenschwein rollen, ist es doch so, dass jeder selber seine Lebensweise und seine Ernährung bestimmt. Dem einem schmeckt die Milch einfach zu gut, der andere kann nicht auf sein Steak verzichten und die nächste schwört auf ihre Couscous-Pfanne mit Nüssen und Linsen. Jedem sollte die Freiheit gelassen werden, zu essen, was er mag. Und wenn wir dann noch unsere Mitmenschen und ihre bevorzugte Ernährung respektieren, dann sind doch alle glücklich.


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Kategorien : Ernährung Fitness Gesundheit


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