Setze einfach einen Fuß vor die Tür und du kannst mit dem Laufen loslegen. Du musst nicht erst – wie beim Schwimmen – in ein Schwimmbad fahren oder dir einen  geeigneten, verkehrsarmen Weg fürs Radfahren suchen. Doch jeder Untergrund hat seine Besonderheiten und stellt Ansprüche an deinen Laufschuh. Welche das sind, kannst du hier lesen.

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Unser Körper freut sich über jede Abwechslung – auch beim Laufen. Natürlich kannst du das Tempo variieren und auch die Streckenlänge erweitern. Manchmal kann die Herausforderung aber auch einfach darin liegen, mal den Untergrund zu wechseln. Das setzt neue Reize, denn nicht auf jedem Boden ist das Lauferlebnis gleich. Versuchs doch einfach mal bei deinem nächsten Lauf! Du weißt nicht, wohin? Peter und Martin stellen dir ihre Lieblingslaufuntergründe vor – vielleicht ist ja auch was für dich dabei!

von Martin:

runnerspoint-capetown-1195Der Asphaltfeger

Ob auf Beton, Pflaster oder Asphalt – wenn ich vor die Tür gehe, dann treffe ich zuerst auf diese Laufuntergründe – und sie bleiben auch auf dem größten Teil meiner Strecke unter meinen Füßen. Hier fühle ich mich sicher und  laufe weniger Gefahr umzuknicken oder wegzurutschen. Es sei denn, es ist mal ordentlich nass, dann wirds rutschig. Ansonsten sind diese festen Untergründe besonders gut für Tempoeinheiten geeignet, wenn man die richtigen Schuhe hat. Laufschuhe haben oftmals ein Mischsohlenprofil, das auf Asphalt guten Grip gibt. Auch ist für eine zusätzliche Portion Rutschfestigkeit gesorgt, wenn die Carbongummimischung der Außensohle ordentlich zupackt. Besonders die leichten Wettkampfschuhe  haben ein Profil, welches nur für Asphalt ausgelegt ist. Für den Allroundläufer sind hier Modelle wie der Nike Zoom Vomero oder der Asics Nimbus eine gute Wahl.

Der Strandhüpfer

Für mich hat Sand einiges zu bieten – und das nicht nur als „Grundlage“ zum Relaxen am Strand. Ich finde Sand ist auch ein guter Trainingsuntergrund. Wenn ich im Urlaub bin, dann bin ich dort gerne und so viel wie möglich barfuß unterwegs. Dann merke ich nach längeren Spaziergängen auch schonmal meine Waden, die sich für die Belastung bedanken. Der Sandstrand ist ein toller, aber auch herausfordernder und anstrengender Trainingsplatz. Ob barfuß oder mit Schuhen, die vor Muschelschalen und anderem Unrat schützen – dein Körper und deine Füße werden die Stärkung gerne annehmen. Da der Sand ja an sich schon weich ist, braucht man hier keine ultragedämpften Laufschuhe, sondern am besten leichte Schuhe mit einer flachen Sohle, die den Untergrund direkt erlebbar machen. Mein Tipp: New Balance 1400 oder Saucony Kinvara.

runnerspoint-capetown-9752Holla, die Waldfee

Gerne laufe ich auch mal kreuz und quer durch den Wald. Okay, ich bin nicht der absolute Trailrunner und bevorzuge die etwas moderateren Spaziergängerwegen, aber auch die sind mit Wurzeln, Steinen und Löchern durchzogen und somit eine läuferische Herausforderung. Auf diesem Untergrund arbeitet mein Körper mehr als auf Asphalt. Die Füße müssen über die Muskulatur mehr Stabilisationsarbeit leisten, um ein Umknicken zu verhindern. Ein fester Schuh mit einem griffigen Profil und einem ordentlichen Halt im Mittelfuß kann hier unterstützen. Und wenn er etwas leichter und flexibler ist, dann macht die Laufsession im Wald noch gleich viel mehr Spaß. Meine Favoriten für diesen Untergrund sind Trailschuhe, denn die haben ein griffiges Profil, geben einen guten Seitenhalt und bieten auch sonst noch einige nützliche Features für den Waldlauf.

von Peter:

Alte Bahntrassen – Sightseeing und Training

Nur einen Kilometer von meiner Haustür im Ruhrgebiet beginnt die alte Bahntrasse, die zum Weltkulturerbe „Zollverein“ gehört. Hier, wo früher die Schienen lagen auf denen Dampfloks Erz und Kohle transportierten, befinden sich nun befestigte Wege und auch Asphalt. Diese verbinden die Städte Essen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum und noch einige mehr. Hier bin ich sehr häufig laufend unterwegs – der Grund sind die begrünten Halden mit ihren zahlreichen Industriedenkmälern. Sie bieten Läufern die Möglichkeit, lange und abwechslungsreiche Strecken zu laufen oder knackige Hügelsprints zu absolvieren. Da die Untergründe zwar wechseln, aber im Wesentlichen fest sind, kommt man auf den Trassen meiner Erfahrung nach mit einem Asics Cumulus oder einem adidas Supernova Glide bestens klar, denn damit sind auch kurze Sprints kein Problem!

20130813-IMG_0064Warum ich gerne im Kreis laufe!

Viele meiner Laufkollegen finden Bahntraining blöd. Ständig im Kreis laufen – nein danke! Ich persönlich mag das Gefühl des leicht dämpfenden Tartanbodens. Früher, als es mein wichtigstes Ziel war, ständig meine Bestzeiten zu toppen, war das Bahntraining ein Muss.  Heute laufe ich gerne freiwillig auf der Bahn – natürlich mit weniger gedämpften Laufschuhen – da ja der federnde Bodenbelag einen guten Teil der Dämpfung übernimmt. Ganz ohne Trainingsplan absolviere ich hier verschiedene Laufübungen und kurze Tempoeinheiten. Wenn ich mich von den Mitgliedern des Leichtathletikvereins unbeobachtet fühle, dann nehme ich auch gerne mal den Wassergraben mit oder versuche mich – meist kläglich scheiternd – an der Hochsprunganlage. Weitere Pluspunkte sind die Duschen und die Flutlichtbeleuchtung bis 22:00 Uhr. Fürs Tempotraining nutze ich hier gerne Spikes!

Was uns hier im Ruhrpott an Untergrund fehlt, sind echte Bergtrails. Also, wenn du die Berge für dich als Laufrevier entdeckt hast, dann schwärme uns gerne was vor und gib uns ein paar Tipps!

 

 

 


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Kategorien : Equipment Erlebnisberichte & Events Schuhe


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