Das Schöne am Laufen: Es ist überall möglich! Wir zeigen dir, worauf du beim Laufen auf Asphalt, Schotter- oder Waldwegen achten solltest und welche Schuhe die idealen Begleiter für welchen Untergrund sind.

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Jeder, der schon einmal auf unterschiedlichen Belägen unterwegs war weiß, dass alle ihre Eigen- und Besonderheiten haben und unseren Körper auf verschiedenste Art und Weise beanspruchen. Eine sinnvolle Kombination der verschiedensten Untergründe ist trainingstechnisch von Vorteil. Denn unser Körper mag Abwechslung und möchte gefordert werden.

Der AsphalttigerIMG_2002

Wenn wir direkt von der Haustür starten haben wir oft Asphalt oder Beton unter unseren Füßen. Das ist praktisch, denn so können wir sofort loslegen. Der feste Boden verringert die Gefahr des Umknickens und die Energie, die wir zum Laufen aufbringen, kommt direkt auf die Straße. Aber unser Körper muss sich der Belastung durch den harten Untergrund anpassen. Deshalb sollten besonders Anfänger – oder auch Läufer, die hauptsächlich auf weicheren Untergründen unterwegs sind – nicht zu lange Strecken wählen. Auf Asphalt muss unser Körper nicht so stark koordinativ arbeiten und „verliert“ so etwas von seinem Können. Das Sohlenprofil der Laufschuhe muss nicht so tief sein – siehe Bild oben. Hier seht ihr den Mizuno Wave Hitogami 2, den adidas Ultra Boost und den New Balance 890.

Powerlauf im ParkIMG_2188

Schotterwege sind vor allem in den Parks der Innenstädte vorzufinden. Doch selten sind sie deutlich weicher als die Beton oder Asphaltwege, denn der Schotter ist oft auf verdichtetem Boden aufgebracht. Somit ist die Belastung sehr ähnlich. Allerdings muss unser Körper aufgrund der Schottersteine koordinativ etwas mehr arbeiten. Und vielleicht hat es jeder schon einmal selber erlebt, der im Park unterwegs war: es ist nicht leicht, die Power zu 100%ig auf den Weg zu bringen. Manchmal ist es doch rutschig und die Steinchen rollen weg. Wie auf dem Bild oben zu erkennen, funktionieren hier Laufschuhe mit flachen und tiefen Profil wie zum Beispiel der Saucony Zealot, der New Balance Fresh Foam Boracay und der Salomon Speedcross.

Der WaldläuferIMG_2146

Ab in die Natur und laufe dort. Und damit sind nicht die festgetretenen Fußgängerwege oder Schotterwege im Wald gemeint, sondern ein natürlicher, weicher Waldboden. Dieser ist uneben und oft mit „Fallen“ wie Steinen, Wurzeln, Tannenzapfen und Ästen gespickt. Hier ist vom Kopf bis zu den Zehen der ganze Körper gefordert, mehr zu arbeiten. Denn wir müssen ausweichen, auf Löcher reagieren und drüber springen. Klingt zwar anstrengend, aber all das schult unsere Koordination. Ein weiterer großer Vorteil: der weiche Untergrund bringt unsere Füße dazu, eher über den Mittelfuß – und somit natürlicher – aufzusetzen. Für solch einen Untergrund soll das Profil stärker ausgeprägt sein. Das bietet der Salomon Speedcross, der adidas Supernova Glide Boost ATR oder auch der Mizuno Wave Hayate.

Die Gazelle: Gib Gummi20130813-IMG_0101

Gerade für Tempo- und Intervalleinheiten gehen Läufer oftmals auf die Tartanbahn. Hier haben sie keinen störenden Straßenverkehr und wissen genau: eine Runde hat 400m. Dabei sind sie oft mit weniger gedämpften Schuhen – wie dem New Balance 1600, Under Armour Speedform Apollo oder dem Asics Hyper Tri – unterwegs und dass macht auch Sinn, da bereits die Bahn eine dämpfende Wirkung hat.

Urlaubsreif? Bergziegen und Strandläufer

Die liebste Jahreszeit ist doch die Urlaubszeit, oder? Und wo geht es da hin? In die Berge oder ans Meer. Das Laufen auf den Bergpfaden erfordert eine gute Kondition und Koordination sowie das passende Schuhwerk. Denn hier finden sich ähnlich wie im Wald, Wurzel und Steine auf dem Untergrund, die dem Körper einiges abverlangen. Ein guter Trailschuh bietet dir hier Halt und Sicherheit. Der Sandstrand hat auch einiges zu bieten. Auf der einen Seite den IMG_2192festeren Teil nahe der Wasserkante, der wie der Rasen das Krallen der Zehen zulässt. Weiter entfernt der Wasserkante findet sich der weiche Sand – ähnlich dem eines Sandkastens. Wir wissen alle, dass das Laufen hier anstrengender ist. Deshalb wird der Körper mehr gefordert. Zur Stärkung der Fuß – und Unterschenkelmuskulatur ist dieser weiche Sand hervorragend geeignet. Schuhe dürfen hier auch ruhig mal weggelassen werden!

So viel zum Schuhwerk – und worüber freuen sich unsere Füße? Ist doch klar – wenn sie unbeschuht auf einem Rasen unterwegs sind. Hier können die Zehen richtig greifen und so den Fuß stabilisieren. Wer solche eine Rasenfläche zur Verfügung hat, der sollte seinen Füßen diese Wohltat nach jedem Lauf für einige Minuten gönnen.

 


Kategorien : Equipment Schuhe


Hallo Experten,
bin52Jahre und laufe jetzt29 Jahre lang. Brauch Laufschuhe für matschigen waldboden. So schlimm wie heute war es selten. Regen, Schnee, waldarbeiten… Gruß w.
Brauch

Hallo Wolfgang,

da hat das Wetter der letzten Tage wohl für ein schwieriges Terrain gesorgt. Und die Waldarbeiten haben ihr übriges dazu beigetragen. Ein Laufschuh mit groben Profil (Trailrunningschuh) kommt da sicher besser zurecht als ein Trainingsschuh mit Mischsohlenprofil für Asphalt, Schotter und Parkwege. Entscheiden solltest du zuerst, ob du einen Schuh mit GTX-Membran brauchst – solche Schuhe sind dann wasserdicht und meist etwas wärmer. Da käme z.B. ein La Sportiva Ultra Raptor GTX, ein Inov-8 Parkclaw GTX (eine Kombination aus Trail- und Straßenschuh) oder ein Asics FujiTrabuco GTX in Frage. Ohne GoreTex bieten Modelle wie der La Sportiva Akasha, Asics Fujirado oder ein Hoka One One Challenger ATR 3 erhöhten Grip. Bzgl der Passform solltest du die unterschieldichen Modell anprobieren, da sie sich darin unterscheiden. Viel Spaß beim Laufen,

Martin

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