Superfoods sind momentan total angesagt. Aber welche Lebensmittel sind eigentlich Superfoods und was können sie überhaupt? Gastbloggerin Paula räumt für uns mal ein bisschen auf im Superfoodregal und erklärt, was Chiasamen, Leinmehl und Co so drauf haben und was man damit in der Küche anstellen kann – Rezepte inklusive.

Superfoods: Smoothie Bowl

 

Wie wirken Superfoods?

Superfoods enthalten meisten eine große Menge besonderer Nähr- oder Vitalstoffe. Durch einen hohen Gehalt an speziellen Vitaminen, Mineralstoffen o.ä., können sie Mangelzustände ausgleichen oder vorbeugen. Einige Superfoods wirken zusätzlich besonders antioxidantisch, was sie zu noch besseren Immunboostern macht, denn sie schützen den Organismus vor Zellschäden. Andere glänzen nur durch einen besonders hohen Vitamingehalt oder ein außerordentliches Amino-/Fettsäurenprofil.
Superfoods können nicht heilen, doch sie können zu einem gesunden Körper, einer verbesserten Regeneration und einem reibungslosen Stoffwechsel beitragen und somit die Krankheitsneigung möglicherweise verringern.

Welche Superfoods gibt es?

Als Alltags-Superfoods bezeichne ich Lebensmittel, die wir in jedem beliebigen Discounter oder Supermarkt kaufen können. Denn: man muss nicht immer nur in Spezialshops, um Gesundheit in Pulverform zu kriegen. Hättet ihr gedacht, dass Haferflocken und grünes Gemüse mindestens genauso wertvoll sind wie die heiß umworbenen Chiasamen? Meine liebsten Alltags-Superfoods sind:
Grüne Blattgemüse und Wildpflanzen, Brokkoli, Hanfsamen, Beeren, Mandeln, Haferflocken, Walnüsse, Leinsamen, Ingwer, Avocado, Knoblauch, Kurkuma, Papaya, Rote Beete und Zimt.

blog-paulaDann gibt es natürlich noch die ausgefalleneren Superfoods, die momentan total gehyped werden und oft recht teuer sind. Ich persönlich denke, dass du dich erstmal an Alltags-Superfoods bedienen und dir eine gesunde Ernährungsbasis aufbauen solltest, bevor du sehr viel Geld für Lebensmittel ausgibst, die dir womöglich nichts bringen oder nicht schmecken.
Dennoch gibt es Spezialsuperfoods, die ich dir empfehlen kann, dazu gehören: Spirulina, Chlorella, Guarana, Gerstengras und Weizengras, Chiasamen, Açai, Kakao, und Maca.

Und übrigens: Der Begriff „Superfood“ ist leider nicht geschützt, weshalb er häufig zu Werbezwecken missbraucht wird. Also – nicht überall, wo ’super‘ draufsteht, ist auch super drin. Also nimm dir Zeit beim Einkaufen und achte gerade bei Extrakten und Pulvern auf die Inhaltstoffe.

Wie verwende ich am besten Superfoods?

Am liebsten verwende ich Superfoods in nährenden Smoothiebowls – die Vorteile sind nämlich zum einen, dass die Nährstoffe hier vollständig erhalten bleiben, weil die Lebensmittel im Rohzustand sind und sie sehr gut aufgenommen werden, weil sie durch den Mixer vorgespalten werden. Zum anderen, dass durch den Mix der Geschmack einiger Superfoods nicht zu dominant ist.

Damit du eine Idee bekommst, wie du Superfoods einsetzen kannst, probiere doch mal eines dieser beiden anfängerfreundlichen Rezepte aus:

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Zutaten:

  • 1/2 Papaya
  • 2 kleine Bananen
  • Rote Beete Kugel (roh)
  • 1 Handvoll gefrorene Himbeeren
  • 1 EL Chiasamen/Chiamehl
  • Vanille

Die Papaya entkernen und das Fruchtfleisch auslöffeln, die Bananen schälen und die Rote Beete je nach Belieben und Mixerleistung mit oder ohne Schale verwenden. Alle Zutaten in einen leistungsstarken Standmixer geben und zu einer glatten Masse verarbeiten.

Rote Beete steigert durch das enthaltene Nitrat die Durchblutung und liefert eine Menge Folsäure, was die Regeneration der Muskulatur erhöht. Diese Knolle wirkt als natürliches Doping – bereits ein Glas Rote Beete-Saft täglich kann die Ausdauerfähigkeit verbessern!

Papaya wirkt dank des Enzyms Papain gegen Verdauungsstörungen wie Blähungen, Völlegefühl und Übelkeit. Außerdem enthält diese Frucht nennenswerte Mengen der Vitamine A, K und C sowie Kalium, Magnesium und einige B-Vitamine. Die Kerne bekämpfen effizient Pilze, Parasiten und Entzündungen.

 

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Zutaten:

  • 3 gefrorene Bananen

  • 2 Orangen
  • 1 EL Leinmehl
  • 1 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 TL Mandelmus
  • Ingwer
  • optional: 1 EL Proteinpulver (Vanille)

Alle Zutaten in einen leistungsstarken Mixer geben und zu einer glatten Masse verarbeiten.

Kurkuma enthält neben zahlreichen Nährstoffen das schmerzlindernde und antioxidative Curcumin. Er ist reich an antibakteriellen, antiviralen, pilzbekämpfenden und entzündungshemmenden Eigenschaften.

Zimt hält den Blutzucker stabil, wirkt entzündungshemmend und vorbeugend gegen Diabetes und Alzheimer. Er steigert die Hirnaktivität sowie die Durchblutung der Gefäße.

Die beiden Rezepte stammen aus meinem kostenlosen eBook „Selbstläufer – besser essen für mehr Energie, wenn du also noch mehr über gesunde Ernährung und den Einsatz leistungssteigernder Lebensmittel wissen möchtest, lade dir doch gern das ganze Buch auf meinem Blog herunter.

Hast du Erfahrungen mit Superfoods und/oder Smoothiebowls? Wenn ja, was gefällt dir daran besonders gut?

 

Mehr über unsere Gastbloggerin Paula:foto-23-07-15-17-07-47-png

Ich bin Paula und ich schreibe seit 2015 in meinem Blog laufvernarrt.de über die Themen, die mich bewegen und mit denen ich mich am stärksten befasse: Fitness, Laufen, (vegane) Ernährung, Mentalität, Selbstliebe und ein kleines bisschen Essstörungen und Sportsucht. Als Ernährungsberaterin, (Lauf-)Trainerin, staatlich anerkannte Physiotherapeutin und angehender Life Coach bringe ich eine ganze Menge Hintergrundwissen mit, das ich mit dir teilen und verständlich vermitteln möchte.

 


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Kategorien : Ernährung


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