Ein Bericht über Schmerzen, Scheitern und Stolz

Von Tabitha

20140905120015Wann ist es Zeit, loszulassen, wenn es nicht mehr geht? Ich habe mir diese Frage ehrlich gesagt nie gestellt, denn ich musste bisher nie aufgeben. Bis heute habe ich immer das Ziel erreicht: ob Marathon, Ultra, 24-Stundenlauf oder Triathlon Langdistanz, … es war immer erreichbar. Ich hasse es, aufzugeben – egal ob in Beziehungen, Wettkämpfen oder sonstigen Lebenslagen: es wird gekämpft bis zum Umfallen. Aber ist Aufgeben immer ein Zeichen von Schwäche? Gestern, als ich nicht mehr im vorderen Feld ins Ziel kam, sah ich einiges an „Elend“. Leute, die rückwärts Berge hinunter laufen, weil es anders nicht mehr geht, Läufer, die humpeln, nur noch auf die Straße starren und schmerzverzerrt keinen Blick mehr für die Schönheit um sie herum in der Natur haben. Ich war am Ende der Etappe nicht besser – ich musste gehen, weil der Schmerz zu groß war, um zu laufen. Ich habe mich geschämt. Aber ich wollte das Ziel erreichen. Ich habe gekämpft. Aber es hat sich nicht so gut angefühlt. Thibaud sagte auf den letzten Kilometern, dass es nicht mehr schön ist, wie ich laufe, dass es eine Quälerei ist. „So laufe ich morgen nicht mit dir, da kannst du alleine starten. Du hast mal gesagt, dass du nie so sein willst wie Leute, die bei härteren Sportevents stundenlang rum humpeln um verletzt irgendwie kurz vorm Zeitlimit das Ziel zu erreichen. Du hast gesagt: Das hat nichts mehr mit Sport zu tun. Jetzt schau dich an! Du bist genauso, wenn du jetzt weiter machst, nur um anzukommen!“ Ich muss zugeben, dass ich Thibauds Aussage kurz vorm Ziel sehr schmerzhaft und unfair fand. Es hat weh getan, aber sachlich war es die Wahrheit. Ich will fröhlich, fit und sauber laufend Wettkämpfe bestreiten. Im Ziel habe ich mich nicht freuen können, wie sonst. Ich habe geweint, mich auf eine Mauer gesetzt und den Schuh ausgezogen. Hems hat mir lieberweise Eis zum Kühlen besorgt. Dann kamen andere Läufer, um mich zu trösten, mich in den Arm zu nehmen, mir Mut zu machen. Schon auf der Strecke gab es alle Arten von Reaktionen. Es war sehr spannend.

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Manche Läufer sagten: „Warum bist du nicht weiter vorne dabei? Was ist passiert?“ Andere sagten: „Weiter so, nicht aufgeben, du kannst das noch 2 mal durchstehen!“ oder Aussagen wie „Weitermachen, immer weiter, Hauptsache, du kriegst das Finisher-Shirt…“ Ich war durcheinander und wusste nicht mehr, was ich tun soll. Das einzige was ich wusste war, dass mein Fuß viel dicker ist als sonst und dass die entzündete Sehne bei jedem Schritt schmerzt. Hems und ich beschlossen, am Morgen zu entscheiden. Und ich hatte eine Nacht lang Zeit, um über das Aufgeben nachzudenken. Eigentlich gibt es zwei Sorten von Aufgeben: Aufhören, weil man keinen Bock mehr hat oder seine gesetzten Ziele wie einen Podestplatz nicht mehr schaffen kann – oder aufhören, weil es nicht mehr geht und ein Weitermachen die Gesundheit riskiert. Es geht nicht nur darum, aufzugeben. Es geht um verletzten Stolz, was die anderen denken, um Würde und um Vorbilder. Wie will ich als Läufer sein? Will ich finishen, und dabei eine chronische Verletzung oder gar mein Leben riskieren? Will ich um jeden Preis ins Ziel kommen, egal wie – auch humpelnd und wandernd? Ich will gesund sein und laufen. Ich will kämpfen bis zum Letzten – aber nicht mich und andere dabei in Gefahr bringen. Gestern als ich auf der Mauer saß, weinte und versuchte, etwas Reis zu essen, kam mein Trailrunning-Vorbild Rudi zu mir. Er nahm mich in den Arm und versuchte mir zu erklären, dass Aufgeben nicht immer Schande ist. Abends versuchte er mir noch eine Nachricht zu schicken und morgens kam er beim Frühstück auf mich zu: „Siehst du die Frau da hinten? Sie lebt in den Bergen und ist die Strecke, die heute dran ist, gewandert – sie hatte tierisch Schiss und Gänsehaut. Es gibt Abschnitte, da kommt kein Mensch hin – höchstens ein Hubschrauber. Du kannst nicht schmerzfrei laufen und bist nicht trittsicher – so bringst du dich und andere in Gefahr. Manchmal ist Aufgeben keine Schande, sondern sehr stark und mutig.“ Ich habe heute nicht die einfache, aber die richtige Entscheidung getroffen. Ich habe lange nicht mehr so viel geweint. Ich habe überlegt, was meine Eltern sagen würden, wenn ich in den Bergen stürze, weil die Entzündung dazu führt, dass ich keine Kontrolle mehr auf dem Untergrund habe. Ich habe überlegt, wer ich sein will. Nun habe ich immer gesagt, dass es falsch ist, mit Schmerzmitteln an den Start zu gehen und verletzt seine Gesundheit für einen Lauf zu riskieren. Ich habe leicht reden gehabt – es ist schwer, wenn man dann in der vorletzten Etappe auch konsequent sein muss. Ich habe diesen Lauf losgelassen, meinen Stolz überwunden und mich an die Strecke an einen See gestellt, barfuß im kalten Wasser, um den Schmerz zu lindern.

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Dann habe ich einige Stunden den Läufern applaudiert, die vorbei kamen. Ich sah die schnellen Läufer – wie Thibaud und Rudi. Thibaud ist vorbei gelaufen, er hat sein Tempo durchgezogen und im Ziel die Faust geballt, ohne mich. Rudi hat obwohl er unter den schnellsten ist und mit seinem Teampartner vorne noch „mit mischt“ kurz angehalten. Er hat mich gedrückt und gesagt: „Du bist die Beste!…“ Das hat mich beeindruckt. Und mir gezeigt, dass ich heute etwas gelernt habe. Ich habe mich nicht zurück gezogen, um meine Wunden zu lecken, sondern den anderen Teilnehmern Mut gemacht. Ich habe mich echt überwinden müssen, um mit Hems und Johanna dahin zu fahren und den anderen zuzusehen, die noch laufen können. Ich habe den Spaziergängern gesagt, dass sie Platz machen sollen, weil die Läufer seit Tagen durch die Berge rennen und müde sind, dass das Ausweichen für sie nun sehr mühsam sei. Ich musste ab und zu anfangen zu weinen, weil mich manche Teilnehmer erkannten und sogar anhielten um zu fragen was passiert ist, wie es mir geht. Ein paar haben mit mir gelitten, obwohl sie ihren eigenen Kampf noch auszutragen hatten. Auch im Ziel habe ich den ersten Finishern meinen Respekt gezollt. Rudi sagte mir dann: „Ich hab mich so gefreut, dich am See zu sehen, ich hatte Angst, dass du nicht an die Strecke kommst.“ Ich habe heute viel gelernt: übers Aufgeben, über mich, über das Laufen und über den gebrochenen Stolz. Mein Papa hat mir heute eine Email geschrieben. In den letzten Zeilen heißt es: „Ich bin sehr erleichtert, dass Du diese schwere Entscheidung getroffen hast, weil ich ahne, was in Dir vorgeht. Ich bin überzeugt dass Du in einer anderen „Wertung“ viele Punkte gesammelt hast, die Dein Leben reifen lassen.“ Ich hoffe, mein Papa hat Recht. Ich werde wachsen, auch wenn ich geknickt bin. Ich habe immer gesagt, dass Laufen Spaß machen und zur Gesundheit dienen soll. Nun muss ich auch so handeln, auch wenn es schwer ist. Auch wenn ich nun zu denen gehöre, die etwas aufgeben haben – ich habe trotzdem viel gewonnen und werde wieder kommen: Gesund, gut vorbereitet und fröhlich. Denn der Transalpine Run soll den Menschen, die am Ziel stehen nicht Angst vorm Trailrunning einflößen, sondern ihnen Mut und Begeisterung geben auch loszulaufen – in den eigenen gesunden Grenzen.

20140905134149Morgen werde ich, falls es geht, eine Wanderung machen. Um dieses Abenteuer gesund abzuschließen und die Natur, die netten Menschen von PlanB, Salomon und alle Helfer, die Teilnehmer und Einwohner noch einmal zu genießen.

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Kategorien : Erlebnisberichte & Events


Sehr schade, aber auch sehr vernünftig. Meinen Respekt in jeder Hinsicht! Alles Gute und werde bald wieder fit. Und: Cooler Papa! 🙂

Sehr gut Tabitha, ich habe immer mal Deine schönen Berichte vom TAR diese Woche verfolgt. Ich hasse es auch etwas anzufangenden und nicht zu Ende zu bringen. Von 74 Marathons musste ich auch 2 aufgeben. Zuerst ist es ein Schei…gefühl. Aber nach einer Zeit erwächst in einem eine innere Stärke die beflügelt, und man sich sagt; es hat dieses mal nicht geklappt, warum auch immer, aber es wird ein nächstes Mal geben, und ich werde stärker aus der Niederlage heraus kommen, und gelernt haben, und es ein weiteres Mal versuchen. Ich wünsche Dir erst ein mal gute Erholung und bin der Überzeugung: Du wirst wieder kommen und Du wirst den TAR schaffen – weil Du es kannst.

Grüße Dieter B aus N

Hi Dieter. Danke dir ganz herzlich für deine offenen Worte! Ich hoffe auch, dass ich wachse – und diese Erlebnisse mich als Mensch und als Läuferin positiv verändern. Das wäre schön. Jetzt ist der Fuß und mein Bein ziemlich dick – das muss alles erst mal heilen. Danke für deine Aufmunterung. Und ich wünsche dir ganz viel Freude und Erfolg – du bist ja auch immer unterwegs!

Liebe Grüße, Tabitha

Hi HWD – danke dir! Ich gebe mir Mühe. Und was meinen Papa betrifft – da habe ich den besten den es gibt. Und danke fürs Mitfiebern!

Hi HWD – danke dir! Ich gebe mir Mühe. Und was meinen Papa betrifft – da habe ich den besten den es gibt. Und danke fürs Mitfiebern!!! Das war echt toll.

Bleib fröhlich und fit

Tabitha

Puh, beeindruckender Bericht! Kann mir vorstellen, wie schwer die Entscheidung war. Jetzt erst mal gute Besserung!

Hi Chris. Sorry dass ich jetzt erst antworte – ich hatte es in Italien noch versucht, aber da ging es nicht so gut mit der Internetverbindung. Ja, das war sehr schwer. Aber ich bin jetzt nicht so schlimm enttäuscht, wie ich befürchtet hatte, das liegt sicher auch an Leuten wie dir, die mich echt unterstützt und in meiner Entscheidung bestätigt haben. Also vielen Dank – echt! Ich gebe mir Mühe mich auszuruhen, aber der Fuß ist so dick und tut weh, dass ich auch nichts anderes tun kann als zu ruhen 🙂 Liebe Grüße!
Tabitha

Mir standen die Tränen in den Augen als ich den Beitrag gelesen habe.

Ich stand zwei mal beim TAR an der Startlinie, zwei mal habe ich es nicht geschafft. Das erste mal musste ich Gesund eine halbe Etappe auslassen. Den Rest bin ich durchgelaufen. Den Lauf hätte ich unter anderen Umstände geschafft.
Dieses Jahr bin ich nach der 3. Etappe mit Schmerzen im Bein ausgestiegen. Ich konnte es nicht ertragen vor Ort zu bleiben. Es tut so weh die anderen Laufen zu sehen. Aber Gesundheitlich war es die richtige Entscheidung.

Ich werde wieder kommen, der TAR ist ein ganz besonderer Lauf. So wie der UTMB auch den ich auch einmal Finishen will.

Ich wünsche dir schnelle Genesung. Das du mit noch mehr Kraft wieder durchstarten kannst.

Lieber Horst.

Danke dir – für deine Offenheit, und für dein Mitfühlen. Ich kann dich so gut verstehen – zwei mal so was zu erleben könnte ich auch nicht gut weg stecken, das ist schmerzhaft. Ja, es ist schwer, anderen dabei zu zu sehen, wie sie noch weiter machen. Du wirst wiederkommen und es schaffen! Alle guten Dinge sind doch 3 🙂 Ich wünsche dir ganz viel Gesundheit, Kraft und Freude – und natürlich schnelle Erholung in Körper und Kopf. Danke noch mal – für die lieben Wünsche.

Also, wir bleiben tapfer! 🙂
Tabitha

Eine schwere aber richtige Entscheidung. Ich finde das schon verdammt beeindruckend, wie weit Du ohne Bergerfahrung gekommen bist, aber Gesundheit und Sicherheit müssen immer Vorrang haben, auch wenn’s schwerfällt. Dass Du Dich an die Strecke gestellt hast, zeugt von Größe. Ich freue mich schon auf Deine Berichte im nächsten Jahr!

Hi Chriba76,

Du hast mir mit deiner ehrlichen und direkten Art geholfen – danke dafür. Solche Leute sind echt wichtig, davon gibt es nicht so viele 🙂 Es war schon schwer, sich der Sache zu stellen und sich nicht zu verkriechen. Aber ich glaube auch, dass ich als Mensch viel gelernt habe und noch lerne. Und als Trailläuferin habe ich eh noch viele Hausaufgaben 🙂 Danke für deine Unterstützung!

Tabitha

Immer wieder gern 🙂 Ich freue mich auf Deine nächsten Berichte. Hoffe, Dir geht’s schon besser!

Hallo Bitha, ich bin beeindruckt von Dir – von deinen tollen Berichten, die spannend und humorvoll und ehrlich waren und auch Deine Kämpfe gezeigt haben. Und von Deinem Durchhalten bei diesem harten Rennen. Und jetzt auch von Deiner Entscheidung, „aufzugeben“. Mir scheint, Du hast nicht aufgegeben, sondern einen Plan geändert – und es ehrt Dich, dass Du bei den anderen Läufern warst und sie motiviert hast. Erhol Dich gut, und schau mal vorbei – wir sind nicht weit weg!

Hi Micha.
Danke für deine lieben Nachrichten und dass ihr als Familie so viel an mich gedacht habt, das bedeutet mir viel. Ja, so kann man das auch sehen – ein neuer Plan musste her 🙂 Ich hätte gerne bei euch vorbei geschaut, aber wir waren 11 Stunden an dem Tag im Auto, weil die Staus überall waren, da ging es leider nicht. Ich werde mich erholen – und die Dinge akzeptieren, auch wenn sie weh tun. Es gibt Schlimmeres und die Welt geht ja nicht unter.

Danke nochmal – liebe Grüße an den Rest der Familie

Bin froh dass es euch gibt.

Eure Bitha

Respekt, Tabitha. Wenn man sich so sehr auf ein Ziel fokussiert hat, ist nichts schwerer, als aufzugeben. Und damit den eigenen Stolz zu verletzen. Sich eine „Niederlage“ einzugestehen. Aber ist es wirklich eine „Niederlage“? Sicher nicht. Rückblickend erkennt man, daß es die einzig richtige und verantwortungsbewußte Entscheidung war. Und Du hast die richtige, die „schwere“ Entscheidung getroffen – hierauf kannst Du mehr als Stolz sein. Also, nicht weiter traurig sein. Der nächste Lauf kommt bestimmt (es muß ja nicht gleich wieder der TAR sein).
Respekt!

Hallo lieber Roland
Ja, du bringst es auf den Punkt – genau so war es. Oft ist es eben der Stolz, der größer ist als die Vernunft. Ich erlebe das öfter, weil ich immer unbedingt alles schaffen will, was ich mir vornehme. Aber das Hinfallen war jetzt auch mal nötig, damit ich wieder weiß, worauf es ankommt und dass Gesundheit einfach ein Geschenk ist, nichts Selbstverständliches und Kontrollierbares. Ich versuche nicht mehr traurig zu sein, sondern dankbar für all das Gute, was daraus entstanden ist. Danke für deine lieben Worte. Und für alle Unterstützung – auch das ist nicht selbstverständlich, dass Andere mit einem leiden und einem Mut machen, sich aufzurappeln.

Wünsche dir, dass du fit und fröhlich bleibst.

Tabitha

Liebe Tabita,

ich kann Deine Zeilen sehr gut nachvollziehen. Da ist viel Stolz und Ehrgeiz im Spiel. Ich musste bislang zum Glück auch noch nicht aufgeben. An eine Größe wie den Transalpin Run habe ich mich aber auch noch nicht heran getraut. Aus anderen Läufen u. a. den 4Trails weiß ich aber, dass so viel passieren kann und nicht alles in unserer Hand liegt. Da kann so eine Vernunftentscheidung sehr wohl richtig sein. Mit etwas Abstand wirst Du Dir genau das sagen und gar nicht mehr traurig sein. Vielleicht holst Du den Lauf ja sogar noch mal nach? Und ich habe auch gelesen „was denken die Anderen“?. Was interessiert uns das eigentlich so sehr? Zugegeben, der Stolz ist vielleicht verletzt. Aber wer einschätzen kann auf was Du Dich da eingelassen hast, der wird auch so stolz auf Dich sein! Ich habe Respekt vor Deiner Leistung.

Keep on Running!

Huhu Heiko.

Sei froh, dass du das bisher nicht erleben musstest 🙂
Ehrlich gesagt glaube ich, dass es eine wichtige Erfahrung für mich ist/war. Denn genau was du schreibst ist wahr: ich habe mit meinem Stolz gekämpft und mir Sorgen gemacht, was andere denken, wenn ich es nicht schaffe. Wenn der eigene Wert nur noch von Leistung abhängt, dann ist was komplett aus dem Ruder gelaufen. Man kann zwar anderen immer gut und schnell sagen, was richtig ist, aber es selbst auch zu tun ist dann doch so ne Sache – das fiel mir echt schwer. Danke für deine lieben und ermutigenden Worte. Das hilft echt sehr. Und ich werde mich aufrappeln und mich auf neue Ziele freuen, auch auf den TAR, weil es echt ein schönes Event ist mit tollen Leuten und genialen Orten. Die Natur ist einfach der Hammer.

Danke dir!

Tabitha

Hallo Tabitha,
Dein Bericht ist sehr berührend und ich musste ihn mehrfach lesen, um die Tiefe zu begreifen. Man kann Dir nur ganz großen Respekt zollen!
Gestern habe ich im Kino in der Vorschau einen Kommentar gehört, der trifft es meiner Meinung, ganz gut: „Der Weg zum Glück ist nicht das Ziel, sondern das Glück, dass man auf dem Weg dorthin findet“ (ich hoffe, ich habe es mir richtig gemerkt). Ich glaube, Du hast auf Deinem Weg auch viel Glück gefunden und das wird es sein, was Dir in einigen Wochen in der Erinnerung verbleibt.

Hallo lieber Wolfgang!

Wie lieb – danke dir!!! Das Zitat trifft wirklich Vieles, genau das versuche ich gerade auch so zu sehen – dass ich so viel Schönes in den 8 Tagen erlebt und gelernt habe. Ich habe so viel von der Natur gesehen, sie besser kennen gelernt, lustige Menschen getroffen und so viel über mich selbst erfahren. Meist ist man so auf das Ziel fokussiert, dass man nicht mehr den eigentlichen Wert vor Augen hat. Es war heilsam mal zu „fallen“. Und ich bin sicher, dass es einen Sinn hatte, den ich vielleicht erst mit der Zeit ganz verstehen werde. Es tut gut, darüber nachzudenken, was eigentlich zählt und die Prioritäten mal wieder zu sortieren 🙂
Ich danke dir für dein Mitfühlen, das hilft auch schneller wieder auf die Beine zu kommen

Bleib fröhlich!

Tabitha

Du hast wahre Größe bewiesen.Das Laufen ist einfach zu schön,um irgendwelchen Zielen und Vorstellungen hinterherzujagen,die wir in uns tragen.Du hast die einzig vernünftige und richtige
Entscheidung getroffen-sei froh,dass die Mechanismen bei dir funktionieren und dich schützen.
Ein bisschen Weinen erleichtert und tut gut,dann das Ganze unter Erfahrung abhacken und auf zu neuen Zielen.

Hi Bugget.
Danke dir ganz herzlich für deine Zeilen!
Ja, man hetzt sich so durch, statt das Laufen und die Natur zu genießen und sich zu freuen, dass man überhaupt laufen kann. Das ist alles nicht selbstverständlich. Das mit den Mechanismen stimmt – da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht. Ich bin sehr dankbar für alles, was ich in der letzten Woche lernen durfte. Auch wenn die schmerzhaften Lektionen nicht so lustig sind, sind sie doch oft die wichtigen, scheinbar. Anders lerne ich nicht 🙂
Danke nochmals!
Ich hoffe, dass der Fuß bzw das Bein schnell abschwellen werden und die Entzündung sich bald verabschiedet.

Alles Gute dir – für deine Ziele und Wege!

Tabitha

Hat dies auf FOOD FOR FITNESS rebloggt und kommentierte:
Was für ein toller Bericht über die Herausforderung, vernünftig zu sein. Chapeau!

Hallo sjbraun,

Danke dir für deine Unterstützung und die lieben Worte!
Es war schwer, den Blog zu schreiben und ich hab lang mit mir gekämpft 🙂

Alles Gute dir, bleib fit und fröhlich!

Tabitha

Tabitha,
als wir auf der Etappe nach St.Vigil an Euch vorbei sind wusste ich das da was überhaupt nicht stimmt. Es ist so wie Du es schreibst. Es geht nicht darum um jeden Preis das Ding zu Ende zu bringen. Da kannst Du Dir hinterher nix für kaufen.
Quälen ist ok, aber auf Kosten der Gesundheit?
Du hast gekämpft und dieses mal halt nicht gefinisht. Das ist ärgerlich (ich weiß wovon ich spreche). Aber gerade diese Erfahrung macht Dich stärker als je zuvor.
Ich bin stolz Dich kennen zu dürfen 🙂
CU

Hallo Trailwaxl,

schön, von dir zu lesen! Danke dir – du warst dabei und weißt, wie schwer es war. Es hat so viel Spaß gemacht, vor allem, weil wir alle uns so gut verstanden haben und mit einander gelitten haben. Ich habe mich so für euch gefreut, als ihr ins Ziel gekommen seid! Ihr habt das toll zusammen gemacht und ich bin dankbar für die 8 Tage – auch wenn es schmerzhaft war, die letzten beiden Etappen nicht mehr so richtig dabei zu sein und die Lage zu akzeptieren. Danke für deine mutmachenden Worte während und auch nach dem TAR, das hat mir geholfen.

Wir sehen uns – liebe Grüße an deine Teampartnerin, sie war so lieb

LG
Tabitha

…sind oft Werkzeuge mit denen wir zu besseren Dingen geformt werden.

Du bist und bleibst die beste Tante der Welt!! :,* Aufgeben ist so sschwer vor allem wenn man Bühne ist! Ich habe die ganze Zeit mitgefiebert und bin so stolz auf dich! Ich hätte ohne Energiedrinks und reichlich haschisch nichteinmal 50km gelaufen! Sei ja froh dass du so bist wie du bist. Du hast als großes Vorbild für alle, vielen geholfen und mich zumindest sehr beeindruckt! Du hast das echt gut gemacht Bitha! Bleib fröhlich und lass dich niemals von irgendwas runtermachen, ohne dich hätte ich schon längst aufgegeben!
Manche Dinge im Leben sind nicht so wie wir sie wollen, aber wenn immer alles so wäre wie wir es wollen wäre das Leben ja langweilig! Stell dir vor wie langweilig dein Bericht geworden wäre, wenn du geschrieben hättest.. „ich konnte leider nicht mehr und bin die letzten 50km nur noch gegangen…“. Hab Geduld!
Life isn’t running!
Hab dich gaanz doll lieb Bitha !! :*

Dein treuer und optimistischer Neffe,
Bobo

PS: ich werde nächste Woche erstmal beim Grænselauf mitmachen! :)) (5,4km :DD)

Huhu Bobo.
Das hat mich aber mega gefreut – danke für deine lieben Worte!
Es war auf jeden Fall eine tolle und wichtige Erfahrung und ich denke auch, dass es seinen Sinn hat. Danke fürs Mitfiebern und dass du stolz auf mich bist. Und schreib mir mal per email, wie dein Lauf war und wie es euch geht!

Deine Tabitha

Jetzt mal ganz ehrlich…. Wo leben wir denn??? Es geht doch immer noch nur um`s Laufen. Wenn man für wirklich wichtige Dinge etwas loslassen muss und dadurch evtl. seine eigene Existenz auf dem Spiel steht, dann kann ich solche Reaktionen nachvollziehen. Hier geht es immer noch nur um Sport, auch wenn wir alle für unser Leben gene laufen.

Hallo Thomas. Danke für deine Anmerkungen. LG Tabitha

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