Rein in die Schuhe und ab vor die Tür – so fängt jeder Lauf an. Oftmals haben wir dann erstmal Pflastersteine, Asphalt oder Beton unter unseren Füßen. Aber einige Schritte weiter stehen uns Park- und Waldwege, Tartanbahnen, Rasenflächen und manchmal sogar Sandstrände zur Verfügung. Ganz verschiedene Laufuntergründe, die ganz verschiedene Trainingseffekte haben. Welche, erfahrt ihr hier.

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Besser als ihr Ruf: Beton, Asphalt und Pflasterstein

Was mussten – und müssen – wir Läufer uns nicht alles anhören, wenn es um die Nachteile von befestigten Wegen und Straßen zum Laufen geht. Viel zu hart, gefährlich für die Gelenke und, und, und. Doch einiges davon wurde mittlerweile revidiert und mit dem passenden Laufschuh, der technisch die körpereigene Dämpfung zusätzlich unterstützt, sind Asphalt und Beton die Nummer 1 unter den Laufuntergründen. Verglichen mit weichem Sand, wurzeldurchzogenen Waldböden oder steinigen Schotterwegen haben feste und geschlossene Untergründe den Vorteil, dass die Gefahr des Umknickens weniger groß ist. Ausnahme bilden hier natürlich Pflastersteine, die auch mal Stolpersteine sein können. Ansonsten ist die Laufbewegung sicher und der Stand stabil – besonders für längere Läufe und zum Tempo machen also ein echt geeignetes Terrain.

Passende Laufschuhe für diesen Laufuntergrund sind die Allrounder – z.B. der Nike Pegasus, der Brooks Glycerin, der adidas Supernova oder der ASICS GT 2000. Diese Schuhe weisen ein Sohlenprofil auf, das mit unterschiedlichsten Untergründen zurechtkommt. Schotter- und Parkwege, festgetretene Waldwege, und eben auch Asphalt und Beton sind für sie kein Problem. Selbst wenn die Straßen mal nass sind, kommen viele dieser Allrounder-Laufschuhe nicht an ihre Grenzen, denn besondere Gummimischungen in der Außensohle sorgen für Rutschfestigkeit beim Fußaufsatz und beim Abdruck.

laufuntergründe sandHerausforderung für den Körper – Laufen im Sand

Im Sand – vor allem am Strand – kann man nicht nur schön faulenzen und relaxen. Auch für das Lauftraining eignet er sich hervorragend. Der weiche und tiefe Sand – und vor allem der schlammige Teil – fordert und fördert unseren Körper. Zum einen ist es anstrengend, die Füße aus dem Sog des Sandes zu befreien und zudem muss die Muskulatur und der Bandapparat mehr Halte- und Stabilitätsarbeit leisten. Und auf dem festen Sand nahe der Wasserkante macht das Laufen so richtig Spaß, wenn man ordentlich Gas gibt und das Wasser bei jedem Schritt aufspritzt.

Dämpfungstechnisch müssen Laufschuhe für das Laufen im Sand nicht übermäßig getunt sein, da der Untergrund ja an sich schon weich ist. Allerdings ist es wichtig, dass die Füße sicher im Schuh sitzen, um genügend Stabilität zu gewährleisten. Leichte und flexible Modelle wie der ASICS fuzeX, der Brooks Hyperion oder der New Balance 1400 fühlen sich hier wohl.

Stadionrunden vor leeren Tribünen

Das Gute an der Tartanbahn ist, dass ihr Belag sehr gelenkschonend und vor allem beleuchtet ist. Gerade in der Winterzeit kann man hier unter Flutlicht bis 22:00 Uhr trainieren. Dafür braucht man auch keine speziellen Spikes. Auf dem ebenen Tartanboden empfehlen sich weniger gedämpfte und direkte Laufschuhe. Favoriten für die Bahn sind beispielsweise der adidas Adizero Adios oder der Nike Flyknit Racer. Da sich häufig auch andere Läufer und Leichtathleten auf der Bahn befinden, hat man die Möglichkeit sich deren Lauf-ABC-Übungen anzuschließen und somit keinen Grund, diese Einheit mangels Motivation ausfallen zu lassen. Am Ende des Trainings kann man dann 1-2 Kilometer auf dem Rasenplatz auslaufen. Die Füße nehmen diesen weichen Untergrund gerne mit einem natürlichen Bewegungsablauf an – Erholung pur!

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Der Waldweg – vielfältige Trainingsstrecke

jogger-515665_1920Die vielen verschiedenen Arten von Waldböden schaffen interessante Laufuntergründe. An einer Stelle muss man über Wurzeln und Steine balancieren, ein paar hundert Meter weiter läuft man über einen weichen, bemoosten Naturboden. Hat es vorher geregnet, versinken die Laufschuhe bei jedem Schritt im Matsch. Um ein Umknicken zu verhindern ist hier Stabilisierungsarbeit von den Bändern und Gelenken der Füße gefordert. Die Propriozeptoren sind in Habachtstellung und melden dem Kleinhirn jede Unebenheit der Strecke. Das Laufen auf Waldboden trainiert also nicht nur die Muskulatur, es schärft auch die Sinne. Um den richtigen Grip auf diesen wechselnden und fordernden Böden zu haben, sind Trailschuhe eine gute Wahl. Diese sind mit stärker profilierten Außensohlen versehen und sie bieten mehr Stabilität und guten Schutz vor durchdrückenden Steinen. Gute Kandidaten für deinen Waldlauf sind der New Balance Leadville, der ASICS Gel Fuji Trabuco oder der Hoka One One Challenger.

 

 


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Kategorien : Fitness Gesundheit Trainingstipps


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