Trailrunning ist ein Ganzkörpersport mit Suchtpotenzial. Doch so ein Traillauf (besonders, wenn es sich um den anspruchsvollen Transalpine Run handelt), will gut vorbereitet sein. Neben der richtigen Ausrüstung spielt auch die Lauftechnik eine entscheidende Rolle. Hier erfährst du, was Tabitha und die Teilnehmer des Auswahlcamps von den Trail-Profis gelernt haben.

Müssen Stöcke wirklich sein? Das ist doch was für Walker….

VIRB PictureGanz ehrlich: ich bin nur einmal mit Stöcken gelaufen – und das war weit weg von meiner Heimat wo mich keiner kennt. Ich muss an Goofys lustige Sportschau denken. Das kann nicht gut gehen…. Doch Trail-Läufer und -Coach Rudi Döhnert nimmt einem die Vorurteile vor den „Walking-Geräten“: „Laufen mit Stöcken ist mein Krafttraining – der ganze Körper wird gezielt trainiert – die Bauch- und Rumpfmuskulatur sowie der gesamte Oberkörper wird gekräftigt. Und es macht Spaß!“ Anfangs habe ich Gewöhnungsprobleme – doch tatsächlich kommt man an steilen Passagen schneller den Berg hoch und wenn es runter geht kann man sich besser absichern und abstoßen. Es ist eine Frage der richtigen Technik. Die Stöcke müssen die richtige Länge (im Verhältnis zur Körpergröße) haben – und sie sollten nicht zu weit vorne aufsetzen, sondern in Höhe der vorderen Ferse. Es gibt Stöcke, die man einstellen kann uns solche, die man „falten“ und einfach transportieren und verstauen kann – ich mag die leichten faltbaren Raidlight-Carbonstöcke. Die richtige Frequenz und das Abstoßen nach hinten sind zunächst eine Herausforderung. Aber wie heißt es immer: Übung macht den Meister. Und den Muskelkater bekommt man hier zunächst gratis dazu! So langsam überzeugt mich der Sinn der Stöcke und ich finde Freude daran.

Wie rennt man am besten bergauf- und bergab?

Diese Frage stelle ich mir öfter bei meinem Treppentraining an der Halde in Recklinghausen – welches ich nutze, wenn ich gerade mal keine Berge in der Nähe habe. Gerade das schnelle Runterlaufen flößt mir Respekt ein. Den Oberkörper nicht so nach hinten verlagern, die Angst überwinden und jeden Stein nutzen. Rudi erklärt, die Kunst liegt darin, sich seiner Umgebung anzupassen und die richtige Lauftechnik zu üben. Wir suchen uns eine schöne Stelle im Wald, wo wir steil bergab und dann sofort bergauf laufen – wir rennen die Passage einige Male hintereinander so schnell es geht und jedes Mal suchen wir einen optimaleren „Weg“ – so bekommen wir ein Gefühl für den Untergrund, lernen Steine, Wurzeln und Geäst richtig einzuschätzen und zu nutzen.

Die perfekte Laufausrüstung für ein Trailevent wie den Transalpine-Run

PflichtausrüstungRudi zeigt uns auch die richtige Ausrüstung – denn bei einem Lauf wie dem TAR dürfen einige Dinge nicht fehlen, sonst darf man gar nicht starten!

  • Ein Rucksack, der super sitzt, sehr leicht ist und möglichst kaum spürbar – und in den trotzdem viel reinpasst
  • Stöcke, die nicht zu lang oder kurz sind, leicht und schnell zusammenfaltbar
  • Gels, Riegel und was zu trinken, um auf alles vorbereitet zu sein. (Die Trinkblase sollte mindestens 1,5L fassen)
  • Notfallausrüstung, mit allem, was man hoffentlich nie braucht
  • Kappe/Mütze und Handschuhe
  • Regen/Windschutz – auf jeden Fall eine Jacke für Wetterumschwünge
  • Socken zum Wechseln – es gibt auch spezielle Trailsocken!
  • Warmes Shirt zum Wechseln, isolierende Schicht, falls es in den Bergen kalt ist
  • Mobiltelefon und Perso
  • Bodyglide – am besten mit integriertem Sonnenschutz
  • Gute passende Trailschuhe die den nötigen Grip für das Streckenprofil haben
  • Taschentücher
  • Trailbook vom Veranstalter und Teilnehmerausweis
  • Salztabletten

Trailschuhe und Trailsocken – Blasen und Druckstellen vermeiden!

VIRB PictureKein Mensch kann kaputte Füße gebrauchen – schon gar nicht Trailläufer. Deshalb ist gerade bei diesem Sport das richtige Schuhwerk sehr wichtig. Die Füße werden beim Bergauf- und Bergablaufen anders beansprucht. Daher sind entsprechende Trailsocken nützlich, die an anderen Stellen verstärkt sind als normale Running-Socken und so Blasen und Druckstellen entgegen wirken. Bei den Schuhen sollte auf eine bequeme Passform und das Profil geachtet werden. Wir haben beim Trailcamp Salomon Testschuhe zur Verfügung bekommen, die wir in den Wäldern bergauf- und bergab auf „Herz und Nieren“ geprüft haben. Es hat tierisch Spaß gemacht und alle haben sich in den Schuhen wohlgefühlt. So hatten wir auch keine Angst, am nächsten Tag 3 Stunden in den Trailschuhen im Siebengebirge 7 Gipfel zu erlaufen. Es war unglaublich schön – geniale kleine Pfade, super Aussichten und jede Menge Abwechslung! Trailrunning bedeutet auch die Natur hautnah zu genießen, alle Sinne einzusetzen und viele kleine Überraschungen zu erleben.

Höhentraining – macht alle Läufer fit

Diese Trainingsmethodik wird unter verringerter Sauerstoffkonzentration in der Atemluft durchgeführt. Wenn durch die Lungen weniger Sauerstoff als normal in den Körper gelangt, nennt man das Hypoxie. Bei nicht allzu großer Höhe erfolgt eine Anpassung des Körpers durch verstärkte Produktion roter Blutkörperchen.

Viele leistungsorientierte Läufer verlegen ihr Training zeitweise in die Höhe, zur Vorbereitung auf Wettkämpfe oder der Steigerung der Ausdauerleistung bei Wettkämpfen. Die günstigste Höhe für das Höhentraining liegt bei 1800m-2500m über dem Meeresspiegel.

 

 

 


Kategorien : Equipment Trainingstipps


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