Ob gute Vorsätze, Jahresmotto oder neue Ziele – ein neues Jahr bringt immer auch neue (sportliche) Herausforderungen mit sich. Hier berichten die RUNNERS POINT-Experten, was sie sich für 2015 vorgenommen haben – oder auch nicht.

Startschuss für 2015

Gute Vorsätze – Sinn oder Unsinn?

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IMG_8900Um diese Jahreszeit meide ich das Fitnessstudio und meine Laufrunde am See – mich nerven die Massen an Menschen „mit ihren guten Vorsätzen“! Ich höre von Freunden, die wieder mal abnehmen, mit dem Rauchen aufhören oder mehr Sport machen wollen. Sie sind einfach überall. Doch es dauert ja Erfahrungsgemäß nicht lange und der Spuk ist wieder vorbei – das Fitnessstudio wird leerer, am See ist wieder freie Bahn. Schade eigentlich, wenn man es mal objektiv betrachtet. Der Startschuss für das Jahr 2015 ist noch nicht lange gefallen – aber die guten Vorsätze sind schon bald wieder Schnee von gestern. Doch was ist mit mir und wie sieht es bei dir aus? Sind wir noch dabei, Vorsätze und Ziele für 2015 zu formulieren – oder schon dabei sie zu ändern? Laut einer Studie der DAK-Gesundheit* steht die Vermeidung und der Abbau von Stress mit 60% an erster Stelle der guten Vorsätze. Darauf folgt der Wunsch, mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen (55%) und der Wille, sich mehr zu bewegen bzw. Sport zu treiben (55%). Wollt ihr wissen, welche Bundesbürger ihre Vorsätze am längsten durchhalten? Das sind die Berliner, während Bremer schnell auch wieder von ihnen ablassen. Interessant und durchaus überraschend: je jünger die Befragten, umso größer der Wunsch, Computer, Smartphone und Co. öfter abzuschalten. Doch was ist mit uns Läufern? Was nehmen wir uns vor – unterscheiden sich unsere Vorsätze von den letzten Jahren oder nehmen wir immer wieder Anlauf auf die gleichen Ziele? Kürzlich las ich von einer Dozentin an der Universität Arizona, die statt Vorsätzen lieber ein Jahresmotto empfiehlt. Ich finde das durchaus vernünftig, denn es umfasst nicht eine Floskel, sondern eine Einstellung, die übergreifend wirken kann und unsere Gewohnheiten im Alltag ändern könnte. Ich werde das in drei Bereichen mal versuchen:

  • Ernährungsmotto: Zucker und Weißmehl sind doof – außer Sonntags
  • Trainingsmotto: Bilder sammeln – ich lerne laufend Europa kennen
  • Seelenmotto: Achtsamkeit und Geduld – tägliche Raststellen durch stille Zeit

Meine Ziele werde ich immer mit diesen Punkten abgleichen und abstecken. Mal schauen, was passiert!

Der Vorsatz für 2015: „ Bloß keine Vorsätze!“

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SDC10400Schon im Dezember fangen die ersten meiner Freunde an, sich über ihre Vorsätze für das neue Jahr Gedanken zu machen. Wer sagt denn, dass man den Jahreswechsel nicht ohne Vorsätze bestreiten darf? Ich empfinde diese Versprechen an mich selbst – schon in der ersten Januarwoche – als Klotz am Bein.

Ich setze mir lieber Ziele, egal ob privat, beruflich oder sportlich, die ich dann versuche in kleineren Etappen zu erreichen. Mein angestrebtes Laufhighlight 2015 ist das Finishen des Kreufelkopf-Ultramarathons mit 1900 Höhenmetern und einer Streckenlänge von 45km. Da ich eher auf flacheren Strecken unterwegs bin und mein Kopf mir vor jeder Steigung sagt: “Wo ein Berg ist, ist auch eine Umgehungsstraße, lass uns diese nehmen!“, sehe ich die Herausforderung nicht in der Streckenlänge, sondern in den vielen kurzen, aber giftigen An-und Abstiegen. Seit Dezember habe ich meinen Fokus auf lange Läufe gelegt, jetzt ab Januar werden wöchentlich einige Höhenmeter und Hügelsprints hinzukommen. Im März werde ich den 6-Stunden-Lauf in Münster nutzen um Kilometer zu sammeln und im April den stimmungsvollen Hamburg-Marathon laufen. Als Verstärkung im Kampf gegen meinen bergauflaufhassenden inneren Schweinehund, habe ich mir ein Buch über Motivationstechniken im Sport zugelegt. Jetzt heißt es, die richtige Dosierung zwischen Training und Regeneration zu finden. Was sollte dann noch schief gehen?

Der Weg ist das „smart“e Ziel – auf die Plätze, fertig, los!

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MMZieleinlauf12015 steht einiges an – ob beruflich, privat, sportlich. Mein Wandkalender ist mir über das Jahr ein toller Helfer. Dort haben bereits die ersten Laufveranstaltungen Platz gefunden. Denn meine ersten Ziele habe ich mir bereits Ende 2014 gesteckt: Ich nehme an den drei Läufen der Winterlaufserie in Nettetal im Januar, Februar und März teil!  Ich habe mir ein „SMART“es Ziel gesetzt. Denn ich habe es „S“pezifisch und individuell für mich formuliert. Zudem ist es „M“essbar, da ich nach Beendigung der Winterlaufserie genau weiß, ob ich an allen Läufen teilgenommen habe. Das „A“ steht für erreichbar (achievable) und das „R“ für realistisch. Da ich die letzten Monate schmerzfrei und ohne Verletzungen trainieren konnte, ist es möglich, mein gestecktes Ziel auch zu schaffen. Zu guter Letzt steht das „T“ für den Zeitrahmen (time frame) und der ist durch die Organisation der Veranstaltung gesetzt. Und wenn ich diese Läufe gefinisht habe, dann ist es auch Zeit für eine Belohnung: ein Wellnesstag!

Alle meine Ziele und Vorsätze schreibe ich mir nach diesem Schema auf. So werden sie mich das Jahr 2015 über begleiten und anspornen. Ich wünsche euch allen ein gutes, gesundes und verletzungsfreies Jahr 2015.

 

* (https://www.dak.de/dak/download/Forsa-Umfrage_Gute_Vorsaetze_2015-1533874.pdf?)


Kategorien : Rund um Sport, Fitness und Lifestyle


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