Über den Sinn und Zweck von Sportgetränken

SportgetränkeHeute steht ein längerer Lauf in der Halbmarathonvorbereitung an! Schnell fange ich an zu schwitzen – dabei ist es doch gar nicht so warm und ich trainiere auch nicht in der Sauna! Nach etwa 5 Kilometern merke ich, dass der Schweiß kaum noch fließt. Klar, meine Laufklamotten sind nass, aber es kommt kaum was nach! Was ist da los? Vergessen zu trinken! Mist!
Im Wettkampf nehmen wir jede Verpflegungsstation mit – egal ob in den Mund oder zur Kühlung auf die Rübe. Aber wer nimmt bei jedem Lauf über 12-15km im Training schon was zu trinken mit?

Wasser, Schorle, Cola und Bier

Sportgetränke gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und jeder hat seine persönlichen Vorlieben: von stillem Wasser und der bekannten Schorle über die Produkte der Sporternährungsindustrie und Cola bis hin zu den selbstgemixten und sogar persönlich für den Läufer hergestellten Spezialdrinks. So schreibt uns z.B. Peter A. über Facebook: „Frisches Wasser mit einer Prise Salz und etwas Zitronensaft, wirkt Wunder bei mir“ oder Ratón L. der sich mit „abgekühlten selbstgekochten Ingwertee mit Honig oder Limetten“ stärkt. Im Ziel oder zu Hause natürlich noch das isotonische Bier und der Lauf wird ins Trainingstagebuch eingetragen. Aber gibt es „das“ Sportgetränk?

Vergiss beim Laufen nicht das Saufen…

Sportgetränke2Der Körper verliert über den Schweiß Elektrolyte, verbraucht während der Belastung seine Glykogen-Reserven und danach Kohlenhydrate. Bei Trainingseinheiten unter 60 Minuten können wir dies gut kompensieren. Wenn du viel schwitzt oder es heiß ist, kannst du mit in Wasser gelösten Elektrolyttabletten den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ausgleichen. Muskelkrämpfe sollten dann nicht auftreten. Geht es beim Sport auf die Dauer von 90 Minuten zu, dann sind die Glykogenspeicher leer und Kohlenhydrate werden verstoffwechselt. Dein Sportgetränk sollte also auch Kohlenhydrate beinhalten: 60 – 80 Gramm pro Liter sind hier ein Richtwert. Eine schnellere Verwertung des Getränks erreichst du durch die zusätzliche Zugabe von Glucose und Natrium.
Je länger die Belastung andauert, umso mehr Elektrolyte geben wir über den Schweiß ab und umso mehr Kohlenhydrate werden verfeuert. 200mg Natrium pro 250ml Sportgetränk sollten es schon sein, um deinen Wasserhaushalt aufrecht zu halten. Nur wenn du das schaffst, hältst du deine Leistungskurve konstant.

Das Wasser vor lauter Getränken nicht sehen…

Jetzt stehst du vor dem Regal mit den Sportgetränken und den Pülverchen zum Anrühren. Du studierst die Inhaltsstoffe, da du dich optimal verpflegen möchtest. Irgendwie alles ähnlich, aber doch anders. Was tun?
Wichtig: Egal, welche Mixtur du in deiner Trinkflasche hast, probiere sie im Training aus. So testest du, wie dein Magen darauf reagiert. Zudem wirst du eine persönliche geschmackliche Vorliebe haben. Einige Sportgetränke gibt es in „Probiergrößen“, so dass du die Möglichkeit hast, deine Favoriten zu finden.
Und frage einfach mal deine Lauffreunde, was sie so zu sich nehmen und profitiere von deren Erfahrungen.

Merke: Denkst du nicht ans Trinken, wird deine Leistungskurve sinken.


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Kategorien : Ernährung Gesundheit


Isotonische Sportgetränke, Elektrolyttabletten und Kohlenhydrat-Zusätze sind auch keine Allheilmittel. Unter anderem aus eigener Erfahrung ist ganz normales Wasser – vor allem bei intensiven Belastungen – oftmals die beste Alternative. Warum das so ist, kann man in diesem sehr informativen Artikel nachlesen:
http://www.greif.de/marathon-erfolgreich-laufen.html

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