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Corinne Mäder,  Ernährungswissenschaftlerin und European Sport Nutrition Manager bei PowerBar, hat sich in ihrem Gastbeitrag mit dem Thema Kalorien auseinandergesetzt. Die ehemalige Leistungssportlerin über Qualität und Unterschiede von Kalorien.

Das Wort „Kalorien“ an sich wird in unseren Köpfen kontrovers interpretiert: Für manch Diätwilligen gelten die Kalorien als „Feind“ und werden täglich penibel genau gezählt oder durch zusätzliche, intensive Laufeinheiten „verbrannt“. Für die energieliefernde Leistungsunterstützung im Wettkampf oder bei harten und langen Trainingsintensitäten werden sie von vielen Läufern geliebt und einigen sind sie schlichtweg egal.

Was sind eigentlich Kalorien?

Kilokalorien (kcal) oder umgangssprachlich meist einfach Kalorien genannt, stammt von dem lateinischen Wort „Calor“ und bedeutet Wärme. Per Definition ist eine Kilokalorie die Energiemenge, die notwendig ist, um 1L Wasser um 1 Grad zu erwärmen. Die Internationale Einheit für 1 kcal entsprechen dem abgerundeten Wert von 4 Kilojoules (kJ). Analog der EG-Richtlinie über die Nährwertkennzeichnung werden energieliefernde Nährstoffe mit folgenden Brennwerten berechnet:

Kalorien 1

Lebensmittel haben einen deutlich unterschiedlichen Kaloriengehalt- Wie sehen 200 Kalorien eigentlich aus?

(Die berechneten Kalorienangaben stammen von Herstellerangaben und der offiziellen, aktuellen Nährstoffdatenbank Souci & Fachmann & Kraut)
Bsp.:

Kalorien 2

Sind alle Kalorien gleich?

Der Verdauungsprozess einer Mahlzeit fordert Energie, der jedoch je nach Verzehrtem unterschiedlich hoch ausfällt und von den enthaltenen Nährstoffen abhängig ist. In der Fachsprache auch nahrungsinduzierte Thermogenese genannt.

Unser Körper muss also zur Verdauung von Proteinen im Vergleich zu Kohlenhydraten und Fetten deutlich mehr Energie aufwenden. Anbei ein praktisches Beispiel dazu:  Buttermilch enthält ca. 190kcal, davon gehen insgesamt ca. 26kcal wieder in Form von Wärme-Energie während des Verdauungsprozesses verloren. Bei einem großen Glas Orangensaft (400ml) mit ähnlichem Kaloriengehalt (ca. 180kcal) sind es hingegen nur 14kcal, da dieser fast nur Kohlenhydrate enthält und nur einen verschwindend geringen Anteil an Protein.Kalorien 3

Entscheidend ist somit die Qualität der Kalorien

Eine in Boston durchgeführte Studie zeigte, dass bei einer Gewichtsreduktion die Gesamt-Kalorienaufnahme  weniger entscheidend ist als die Qualität der Kalorien (Ebbeling et al., 2012). Dies gilt auch für den Sportler, denn die Kalorien aus Fett, Kohlenhydraten oder Protein haben unterschiedliche Trigger-Funktionen auf die Trainingsanpassungen. Die „Qualität der Kalorien“ ist daher entscheidend und nicht die Kalorie allein – unabhängig vom Leistungslevel!

Quellen:

Ebbeling, C.B., Swain, J.F., Feldman, H.A., Wong, W.W., Hachey, D.L., Garcia-Lago, E., & Ludwig, D.S. (2012). Effects of dietary composition on energy expenditure during weight-loss maintenance. JAMA, 27;307(24):2627-34. Jéquier, E. (2002): Pathways to obesity. Int J Obes Relat Metab Disord, 26 Suppl 2:S12-7.


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Kategorien : Ernährung Gesundheit


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